DIE BMBH IM ÜBERBLICK
Die BMBH ist der organisatorische Zusammenschluss zehn qualitätsgesicherter Biobanken am Standort Heidelberg. Die Biobanken der BMBH sammeln und lagern hochqualitative Gewebe- und flüssige Biomaterialspenden wie Blut und Urin für die medizinische Forschung. Durch diese Forschung können die Erkennung und Behandlung von Krankheiten verbessert werden.
Die Partnerbiobanken der BMBH im Überblick
Hier finden Sie einen Überblick über die unter dem Dach der BMBH organisatorisch zusammengeführten Biobanken am Standort Heidelberg. Alle beteiligten Biobanken unterstützen wissenschaftliche Projekte des Universitätsklinikums Heidelberg, des Deutschen Krebsforschungszentrums und nationaler und internationaler Konsortien.
NCT Gewebebank
Entität: Tumorerkrankungen
Probenart: Paraffingewebe, Kryogewebe, TMAs
Leitung: Dr. med. Alexander Brobeil
Institution: NCT Heidelberg
Lungenbiobank Heidelberg
Entität: Erkrankungen der Lunge
Probenart: Paraffin- und Kryogewebe, Blut und -derivate
Leitung: Dr. rer. nat. Marc Schneider
Institution: Thoraxklinik Heidelberg
DZIF Gewebebank
Entität: Infektiöse Erkrankungen
Probenart: Paraffin- und Kryogewebe
Leitung: Prof. Dr. med. Peter Schirmacher
Koordination: Dr. Tilman Pfeffer
Institution: Pathologisches Institut Heidelberg
Heidelberg Cell and Liquid Biobank (HCLB)
Entität: v.a. hämatologische und solide Tumorerkrankungen (Broad Consent Sammlungen und klinische Studien)
Probenart: Zell - und Flüssigproben
Leitung: Dr. sc. hum. Nadine Volk
Institution: MFHD, UKHD und NCT
Pancobank des EPZ
Entität: Erkrankungen des Pankreas
Probenart: Kryogewebe, Blut und -derivate, Urin
Leitung: Dr. sc. hum. Miriam Schenk
Institution: Europäisches Pankreaszentrum/Chirurgische Klinik
Heidelberg CardioBiobank (HCB)
Entität: Herzerkrankungen
Probenart: Kryogewebe, Blutderivate
Leitung: Dr. rer. nat. Tanja Weis
Institution: Innere Medizin III - Kardiologie, Angiologie und Pneumologie
Vaskuläre Biomaterialbank (VBBH)
Entität: Gefäßerkrankungen
Probenart: Paraffin- und Kryogewebe, Blutderivate
Leitung: PD Dr. med. Andreas Peters
Institution: Klinik für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Chirurgie
Biobank der Hautklinik
Entität: Hauterkrankungen
Probenart: Paraffingewebe, Blut und -derivate
Leitung: PD Dr. med. Ferdinand Toberer
Institution: Hautklinik
Biobank Kinderkardiologie
Entität: Angeborenen Herzerkrankungen
Probenart: Herzgewebe, Blut, Urin
Leitung: Prof. Dr. med. Matthias Gorenflo
Koordination: Dr. med. Sebastian Frede
Institution: Klinik für Kinderkardiologie und Angeborene Herzfehler
Biobank der Pädiatrischen Nephrologie
Entität: Seltene Nierenerkrankungen bei Kindern
Probenart: Plasma, Serum, Urin
Leitung: Prof. Dr. med. Franz Schaefer
Koordination: Dr. med. Anke Doyon
Institution: Klinik für Allg. Pädiatrie, Stoffwechsel, Gastroenterologie, Nephrologie
Kooperationen der BMBH
Die BMBH fungiert als Schnittstelle zwischen den Mitgliedsbiobanken und den nationalen und internationalen Biobanken-Netzwerken. So kann sie sowohl die Biobanken der BMBH in den Netzwerken vertreten, als auch Informationen aus den Netzwerken an die Biobanken weitergeben:
Nationale Gesundheitsforschungsnetzwerke und Sonderforschungsbereiche
- DZIF (Deutsches Zentrum für Infektionsforschung)
- DZL (Deutsches Zentrum für Lungenforschung)
- DKTK (Deutsches Konsortium für Translationale Krebsforschung)
- DZHK (Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung)
- NUM - Netzwerk Universitätsmedizin
- NAKO Gesundheitsstudie
Biobank-Netzwerke
- German Biobank Network (GBN)
- Biobanking and Biomolecular Resources Research Infrastructure (BBMRI)
- AG Biobanken der Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V. (TMF)
Die BMBH ist Partner des German Biobank Networks
Das German Biobank Network (GBN) vereint als Infrastruktur des Netzwerks Universitätsmedizin (NUM) aktuell Biobanken von 37 Standorten in Deutschland, die humane Bioproben sammeln und für die Forschung bereitstellen. Das GBN stellt die gemeinsame Plattform zur Zusammenarbeit und Weiterentwicklung sowie ein IT-Entwicklungszentrum und vertritt deutsche Interessen im europäischen Biobankennetzwerk BBMRI-ERIC. Gemeinsam entwickeln die Biobanken der GBN einheitliche Qualitätsstandards, bauen eine vernetzte IT-Struktur auf und schaffen rechtliche und ethische Richtlinien für das Biobanking. Damit wird die biomedizinische Forschung auf dem Weg zur Präzisionsmedizin deutschlandweit unterstützt. Die BMBH ist Partner dieser Allianz und im German Biobank Directory eingetragen.
Organisation der BMBH
Die Prozesse der BMBH werden durch das BMBH-Aufsichtsgremium überwacht, in dem die Leiter der beteiligten Biobanken vertreten sind. Es berichtet jährlich den Trägerinstitutionen (Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg und Universitätsklinikum) über die Tätigkeiten der BMBH.
Auf Arbeitsebene findet ein enger Wissensaustausch zwischen den Biobankleiter*innen statt, um die Prozesse in den einzelnen Biobanken und die gesamte BMBH-Struktur stetig zu optimieren.
Qualitätsmanagement
Biobanken sind wichtige Ressourcen- und Technologieplattformen für Wissenschaft und Forschung. Nur durch qualitativ hochwertige Proben ist es möglich, sich mit der molekularen Pathogenese von Krankheiten, sowie deren Verhütung, Diagnose und Behandlung zu befassen. Um geeignete Proben von immer gleichbleibender hoher Qualität bereitstellen zu können, bedarf es einer standardisierten Probenentnahme und -aufbereitung.
Notwendig sind auch eine adäquate Lagerung und Datenerhebung. Hier kommt das Qualitätsmanagement ins Spiel: Durch Orientierung an internationalen Normen und der Einhaltung geforderter Kriterien ist es möglich, die Nachfrage nach hochwertigen Biomaterialien zu Forschungszwecken adäquat abzudecken.
Für die Biobanken am Standort Heidelberg wird dies aktuell durch die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems nach DIN EN ISO 20387 realisiert. Hierbei werden die erforderlichen Dokumente gemeinsam mit der jeweiligen Biobank erstellt, relevante Verfahren implementiert und ein QM-System mit einheitlichen Qualitätsstandards etabliert.


