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Tissue-Micro-Arrays

Sogenannte Tissue-Micro-Arrays (auch Multi-Tissue-Arrays genannt) sind eine neue innovative Technik in der Pathologie. Sie wurden ursprünglich entwickelt, um die Expression krankheitsrelevanter Kandidaten-Gene oder Genprodukte simultan in hunderten von Gewebeproben untersuchen zu können, finden aber heute zusätzlich in Qualitätskontrollen oder Testung diagnostisch einsetzbarer Antikörper weitläufige Verwendung, um nur einige Beispiele zu nennen.

Untersuchungen an Tissue-Micro-Arrays können auf Gewebsebene den Nachweis von Veränderungen in molekularen Bestandteilen (Proteine und Nukleinsäuren) erbringen. Diese Veränderungen können mit Entwicklung und Fortschreiten von Tumorerkrankungen und deren Vorstufen, einschließlich chronischen entzündlichen Erkrankungen assoziiert bzw. mit deren klinischem Verlauf korreliert sein. Damit helfen Multi-Tissue-Arrays, die Kenntnisse dieser Erkrankungen zu vertiefen.

Im Rahmen der Gewebebank werden histopathologisch evaluierte Proben von besonders häufigen, malignen Tumorentitäten (Brust, Lunge, Darm, Prostata, Pankreas, Niere, Leber u.a.m.) für die Erstellung von Multi-Tissue-Arrays verwendet. Es ist im weiteren Verlauf geplant, auch Gewebe von seltenen und wenig erforschten Tumorentitäten (Thymome, Sarkome, Plattenepithelkarzinome etc.), Tumorvorläufern sowie von chronisch entzündlichen Erkrankungen zu gewinnen, um von diesen Geweben ebenfalls Multi-Tissue-Arrays erstellen zu können.

Über die Gewebebank ist es unter Nennung des Verwendungszwecks möglich, von den angefertigten Tissue-Micro-Arrays Paraffinschnitte zu erhalten.

Das Antragsformular für Tissue-Micro-Array-Gewebeschnitte finden Sie unter Downloads.