Kliniken & Institute ... Institute Pathologisches Institut... Abteilungen Neuropathologie NGS

Die Diagnostik von Hirntumoren beruht mittlerweile nicht mehr nur auf mikroskopischer Beurteilung des Gewebes sondern auch auf Analysen von Veränderungen der Erbinformationen, also Gen-Mutationen, der Tumorzellen. Die Anzahl relevanter Mutationen die analysiert werden können, um weitere Information über den Tumor und die geeignete Therapie zu erhalten, ist mittlerweile enorm angewachsen.

Daher wurden Hochdurchsatz-Methoden entwickelt, um tausende Genabschnitte parallel zu analysieren (sog. „Next-Generation-Sequencing“, kurz NGS). Das NGS-Team der Neuropathologie Heidelberg hat gemeinsam mit Kooperationspartnern anderer Klinik-Einrichtungen und dem DKFZ ein Verfahren entwickelt, um mit dieser Technik eine umfassende Analyse der wichtigsten Veränderungen in Hirntumoren durchzuführen.

Bei dieser Gen-Panel-Sequenzierung können Veränderungen in 130 Genen, sowie wichtige Veränderungen der Struktur der Gene (sog. Fusionen und Kopiezahl-Veränderungen) festgestellt werden. Eine Übersicht der enthaltenen Gene findet sich unter diesem Link Tabelle der Gene, Fusionen.

Die Untersuchung wird in Zusammenarbeit mit den Kollegen der Neurologischen Klinik  und Pädiatrischen Neuroonkologie  durchgeführt.

Die Zusammenarbeit mit den behandelnden klinischen Kollegen ist wesentlich für die Einordnung und Anwendung der Befunde. Daher sind Gen-Panel-Sequenzierungen an Proben auswärtiger Einsender nur auf Initiative des lokal behandelnden klinischen Arztes oder Neuropathologen und vorheriger Zusage der Kostenübernahme möglich.

Für externe Anfragen wenden Sie sich bitte an diagnostik.neuropathologie@med.uni-heidelberg.de. Zudem besteht bei kindlichen Hirntumoren die Möglichkeit, im Rahmen von Studien das Gewebe dieser Technologie untersuchen zu lassen.

Hinweise zur Einsendung