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Pressemitteilung 2016/144 vom 29.11.2016

Bei Tumoren an Gebärmutter und Eierstöcken umfassend versorgt

Die Universitäts-Frauenklinik zentral auf dem Campus Im Neuenheimer Feld.
Die Universitäts-Frauenklinik zentral auf dem Campus Im Neuenheimer Feld.

Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

Professor Dr. Christof Sohn, Ärztlicher Direktor der Universitäts-Frauenklinik.
Professor Dr. Christof Sohn, Ärztlicher Direktor der Universitäts-Frauenklinik.

Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

Deutsche Krebsgesellschaft hat das Zentrum für Gynäkologische Krebserkrankungen an der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg mit dem Gütesiegel "Gynäkologisches Krebszentrum" ausgezeichnet


Frauen mit einer Krebserkrankung des Genitalbereichs werden an der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg nach höchsten Qualitätsstandards betreut. Dies bescheinigt die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) der Klinik nun durch das Zertifikat "Gynäkologisches Krebszentrum". Wichtige Kriterien für die Zertifizierung waren neben Behandlungsspektrum, einer Mindestzahl an Eingriffen, Erfahrung des Ärzteteams und technischer Ausstattung auch die interdisziplinäre Vernetzung mit Experten anderer Fachrichtungen und die über die reine Krebstherapie hinausgehende Betreuung der Patientinnen beispielsweise im Rahmen psychoonkologischer Beratung. "Für eine qualitativ hochwertige Versorgung ist die Arbeit im Team gemeinsam mit den niedergelassenen Gynäkologen entscheidend. Es ist uns wichtig, dass sich für die Patientinnen die jeweils am besten geeigneten Therapien nahtlos in das Gesamtkonzept einfügen", sagt Professor Dr. Christof Sohn, Ärztlicher Direktor der Universitäts-Frauenklinik. Betroffene Frauen wenden sich zunächst an das nun zertifizierte Zentrum für Gynäkologische Krebserkrankungen an der Universitäts-Frauenklinik. Von dort aus werden sie von festen Ansprechpartnern von der Beratung bis zur Nachsorge durch die einzelnen Behandlungsschritte gelotst.

 

Gütesiegel "Gynäkologisches Krebszentrum" als Orientierung bei Klinikwahl

 

Jährlich erkranken in Deutschland rund 4.500 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, ca. 11.700 an Tumoren des Gebärmutterkörpers und 9.600 Frauen an Eierstockkrebs. Zusammen­genommen sterben jedes Jahr knapp 10.000 Frauen an Krebserkrankungen der Geschlechtsorgane. Mit zunehmendem Wissen über die Eigenschaften der verschiedenen Tumoren sowie den technischen und therapeutischen Neuerungen der letzten Jahre sind auch die Anforderungen an die Qualitätsstandards in der Versorgung von Patientinnen mit Genitalkarzinomen gestiegen. Dem trägt die Deutsche Krebsgesellschaft mit der Etablierung der Gynäkologischen Krebszentren Rechnung.

 

An die Kliniken, die sich der Prüfung zur Zertifizierung stellen wollen, werden hohe Ansprüche in Bezug auf Organisation und Abläufe gestellt: Therapie- und Langzeitergebnisse müssen konsequent über mehrere Jahre dokumentiert werden, um eine kontinuierlich hohe Behandlungsqualität zu sichern und auf lange Sicht beurteilen zu können. Zudem ist ein gut etabliertes Qualitätsmanagementsystem gefordert, damit etwaiger Verbesserungsbedarf schnell erkannt und behoben werden kann. "Diese Maßnahmen sichern die derzeit bestmögliche Versorgung der Krebspatientinnen", erklärt Professor Dr. Markus Wallwiener, Koordinator des Zentrums für Gynäkologische Krebserkrankungen. "Das Gütesiegel der DKG kann daher Patientinnen und einweisenden Ärzte bei der Klinikwahl als Orientierung dienen."

 

Für erfolgreiche Therapie ist die Arbeit im interdisziplinären Team entscheidend

 

Insbesondere die in der klinischen Routine fest verankerte interdisziplinäre Zusammenarbeit und Therapie, insbesondere im Rahmen des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT), hoben die unabhängigen Gutachter positiv hervor. So werden die Patientinnen an der Universitäts-Frauenklinik nach modernsten Methoden - wo möglich minimal-invasiv - operiert, die weitere Systemtherapie, z.B. Chemotherapie, erhalten sie am NCT. Einmal wöchentlich besprechen Ärzte sowie Therapeuten verschiedener Fachrichtungen alle neuen oder erneut vorgestellten Patientinnen bei sogenannten Tumorkonferenzen, um gemeinsam die individuell am besten geeignete Therapie festzulegen. An diesen Konferenzen nehmen bei Bedarf auch die einweisenden, niedergelassenen Kooperationspartner teil. "So können wir unseren Patientinnen eine Versorgung nach neuesten Erkenntnissen gewährleisten, die soziale und psychologische Aspekte und damit die Lebensqualität mit berücksichtigt" so Wallwiener. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Zertifizierung ist die wissenschaftliche Aktivität des Ärzteteams. In Heidelberg bietet die Nähe zum NCT ideale Voraussetzung für die translationale Grundlagenforschung. Deren Ziel ist es, neue Forschungsergebnisse möglichst schnell, z.B. im Rahmen klinischer Studien, für die Patientenversorgung nutzbar zu machen.

 

2015 wurden am Heidelberger Zentrum für Gynäkologische Krebserkrankungen rund 240 Patientinnen behandelt. Die Zahl der Einweisungen ist 2016 noch gestiegen. Partner sind das NCT, die Universitätskliniken für Allgemeine, Viszeral- und Transplantationschirurgie sowie für Urologie, das Institut für Pathologie, die Klinik für Radioonkologie, die Abteilungen für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und für Nuklearmedizin der Radiologischen Universitätsklinik, die Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Medizinischen Universitätsklinik sowie die Abteilung für Medizinische Genetik am Institut für Humangenetik.

 

Terminvereinbarung Gynäko-Onkologische Sprechstunde

Tel.: 06221 56-37799

Fax.: 06221 56 33870 

E-Mail: organzentrum@med.uni-heidelberg.de

 

Zentrum für Gynäkologische Krebserkrankungen: www.klinikum.uni-heidelberg.de/Willkommen.116155.0.html

 

 

Kontakt

Prof. Dr. C. Sohn

Ärztlicher Direktor

Universitäts-Frauenklinik Heidelberg

 

Prof. Dr. Markus Wallwiener

Koordinator Zentrum für Gynäkologische Krebserkrankungen

Geschäftsführender Oberarzt

Universitäts-Frauenklinik Heidelberg

E-Mail: markus.wallwiener@med.uni-heidelberg.de

 

Priv.-Doz. Dr. med. Joachim Rom

Leiter des Zentrums für gynäkologische Krebserkrankungen

Leitender Oberarzt der Frauenklinik

Gynäkologische Onkologie

Tumordokumentation

E-Mail: joachim.rom@med.uni-heidelberg.de

 

 

 

 

 

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Kontakt

Doris Rübsam-Brodkorb
Pressesprecherin
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Stellvertretende Pressesprecherin

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