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Pressemitteilung 2017/17 vom 13.02.2017

Neue Therapieansätze bei Borderline: Studienteilnehmer in Heidelberg und Mannheim gesucht

Experten des Universitätsklinikums Heidelberg und des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit in Mannheim informieren über neue klinische Studien zur Borderline Persönlichkeitsstörung sowie zu Hintergrund und Therapie der Erkrankung / Vorträge am 20. Februar 2017 um 17.30 Uhr in Heidelberg (Klinik für Allgemeine Psychiatrie, Voßstraße 4, Hörsaal) und am 21. Februar 2017 um 17.45 Uhr in Mannheim (Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Hans-Martini-Saal, 4.OG, Suchtzentrum, J4) / Betroffene und Interessierte sind herzlich eingeladen / Eintritt ist frei, Anmeldung nicht erforderlich.


Von der Borderline Persönlichkeitsstörung Betroffene haben große Schwierigkeiten, ihre Gefühle unter Kontrolle zu bringen, was zu starker innerer Anspannung und vielen Problemen mit ihren Mitmenschen führen kann. Während die genauen Ursachen noch nicht endgültig geklärt sind, gibt es erfolgversprechende Therapieansätze, die zur Zeit in Studien untersucht werden. Informationen über die Erkrankung und zwei neue, unterschiedliche Therapiemethoden vermitteln Forscher des Universitätsklinikums Heidelberg und des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI) in zwei inhaltlich gleichen Vorträgen, die am 20. und 21. Februar 2017 in Heidelberg und Mannheim stattfinden.

 

Gruppentherapie: besser mit der Wut umgehen lernen

 

Menschen mit Borderline Persönlichkeitsstörung fühlen sich leicht angegriffen, können ihre Gefühle schwer steuern und lassen sich schnell von den Emotionen anderer Menschen anstecken. Die Folge sind manchmal heftige Wut, quälende innere Anspannung und aggressives Verhalten. Eine Studie unter der Leitung von Prof. Dr. Sabine C. Herpertz und Priv.-Doz. Dr. Katja Bertsch vom Zentrum für Psychosoziale Medizin am Universitätsklinikum Heidelberg testet, wie zwei unterschiedliche psychotherapeutische Programme zur Verminderung von Wut und Aggressivität wirken. Vor und nach der Therapie erfolgen Untersuchungen, unter anderem im Kernspintomographen, um den Therapieerfolg zu messen. Ziel der Studie ist es herauszufinden, welche Therapieprogramme am besten geeignet sind, einen besseren Umgang mit Ärger und Aggression zu erlernen. Gesucht werden für diese Studie Frauen und Männer zwischen 18 und 50 Jahren mit einer aktuellen Borderline-Problematik, die unter Reizbarkeit und Wut leiden und bereit sind, innerhalb von sechs Wochen an zwölf Gruppensitzungen in Heidelberg teilzunehmen.

 

Im Kernspintomographen den eigenen Gefühlen zusehen

 

An von der Borderline Persönlichkeitsstörung betroffene Frauen zwischen 18 und 50 Jahren richtet sich die Studie am ZI in Mannheim. Das Projekt unter Leitung von Prof. Dr. Christian Schmahl, dem Ärztlichen Direktor der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapeutische Medizin und Prof. Dr. Gabriele Ende von der Abteilung Neuroimaging kombiniert eine Untersuchung im Kernspintomographen mit einer Methode zur Selbstregulation der Gehirnaktivität. Mit diesem sogenannten "Neurofeedback" können Patienten lernen, ihre emotionsverarbeitenden Gehirnregionen zu steuern - und sehen in der "Röhre" des Kernspintomographen in Echtzeit, ob ihre Strategien erfolgreich sind oder nicht. Gemessen wird die Aktivität einer kleinen Hirnregion, der sogenannten Amygdala, die eine entscheidende Rolle bei der Wahrnehmung von Gefühlen und Gefahren spielt. Je aktiver sie ist, desto mehr sauerstoffreiches Blut fließt in ihr - und das kann der Kernspintomograph sichtbar machen. Die Probandinnen bekommen bei der Untersuchung für einige Sekunden negative Bilder zu sehen und werden dazu motiviert, mithilfe eigener Strategien ihre überbordenden Gefühle zu regulieren.

 

Termine und Veranstaltungsorte der Expertenvorträge:

Montag, 20. Februar 2017 um 17:30 Uhr in Heidelberg, Klinik für Allgemeine Psychiatrie, Voßstraße 4, Hörsaal

Dienstag, 21. Februar 2017 um 17:45 Uhr in Mannheim (Ort: Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Hans-Martini-Saal, 4.OG, Suchtzentrum, J4)

Die Vorträge sind gleichen Inhalts und dauern circa 45 Minuten. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Kontakt:

Universitätsklinikum Heidelberg

Dipl.-Psych. Corinne Neukel, corinne.neukel@med.uni-heidelberg.de

 

Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim

Klinik für Psychosomatik und Psychotherapeutische Medizin

Sekretariat: Sabine Irle-Bieker

Tel.: 0621 1703-4002, Fax: 0621 1703-4005

 

 

 

Weiterführende Links:

Veranstaltung: www.klinikum.uni-heidelberg.de/fileadmin/pressestelle/VK/2017/1_Jan_Mar/20022017borderline_infoveranstaltung_a4.pdf

 

Informationen zum Forschungsprojekt "Klinische Forschergruppe - Mechanismen der gestörten Emotionsverarbeitung bei der Borderline Persönlichkeitsstörung" sowie den verschiedenen Studien innerhalb des Projekts: www.kfo256.de

 

Klinik für Allgemeine Psychiatrie am Universitätsklinikum Heidelberg: www.klinikum.uni-heidelberg.de/Klinik-fuer-Allgemeine-Psychiatrie.8791.0.html

 

Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim, Klinik für Psychosomatik und Psychotherapeutische Medizin: www.zi-mannheim.de/behandlung/klinik-psychosomatik.html

 

 

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