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Pressemitteilung 2017/18 vom 13.02.2017

Internationale Koryphäen der Urologie treffen sich in Heidelberg

Urologen des Universitätsklinikums Heidelberg laden ein zu „Semi Live 2017“
Urologen des Universitätsklinikums Heidelberg laden ein zu „Semi Live 2017“

Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

Professor Dr. Markus Hohenfellner, Ärztlicher Direktor der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg
Professor Dr. Markus Hohenfellner, Ärztlicher Direktor der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg

Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

Innovatives Fortbildungskonzept: Urologische Universitätsklinik Heidelberg lädt vom 16. bis 18. Februar 2017 zum internationalen Symposium "Semi Live 2017" ein / Wegbereiter der modernen Urologie sprechen über ihr Lebenswerk und stehen für Interviews zur Verfügung / Journalisten sind insbesondere zur "Heritage Session" am Freitag und zur Diskussion "Robotik vs. offene Operation" am Samstag herzlich eingeladen!


Modernste Technik nicht nur im OP: Etwa 500 Urologen aus aller Welt folgen der Einladung der Heidelberger Urologischen Universitätsklinik zum Symposium "Semi-Live" - "State-of-the-Art Surgical Procedures in Urologic Oncology, Reconstruction and Stones" - vom 16. bis 18. Februar in die Neue Aula der Universität Heidelberg. Führende Operateure werden den aktuellen Stand der urologischen Chirurgie mittels speziell zusammengestellter und hochaufgelöster Videoaufnahmen aus dem OP erläutern. "Semi-Live ist das Fortbildungs­konzept der Zukunft: Durch die gezielt geplanten und aufbereiteten OP-Videos kann der Operateur die beste Praxis demonstrieren, mit Animationen oder MRT-Befunden unterlegen und selbst live kommentieren. So lassen sich Erfahrungen und Techniken unter Chirurgen optimal weitergeben", sagt dazu der Initiator und wissenschaftliche Leiter des Symposiums, Professor Dr. Markus Hohenfellner, Ärztlicher Direktor der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg. In praxisorientierten Workshops am 15. Februar besteht für Symposiumsteilnehmer die Möglichkeit, ihre urologische und onkologische Expertise zu vertiefen.

 

Live, in HD und kommentiert

 

Das Konzept "Semi-Live" ist allerdings nicht nur eine Veranstaltung, sondern ein weit umfassenderes Projekt: Pünktlich zum Symposium wird die "Semi-Live-App" freigeschaltet, über die mehrere 100 exzellente Lehrvideos zu urologischen Eingriffen, möglichen Schwierigkeiten und Lösungsmöglichkeiten abrufbar sind. Finanziert wird die App von der gemeinnützigen Europäischen Stiftung für Urologie Heidelberg (EFU), die sich unter anderem für Tumorforschung, die Weiterbildung von Ärzten aus Schwellenländern und Ländern der Dritten Welt - beispielsweise durch die Übernahme der Teilnahmegebühr für die Semi-Live-Symposien inklusive der Reisekosten - und damit einer Verbesserung der Patientenversorgung vor Ort engagiert. "Innovationen, insbesondere in puncto OP-Technik wie dem Operieren mit virtueller Realität oder durch die Entwicklung neuer diagnostischer Möglichkeiten, sind an der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg gewissermaßen gute Tradition. Das Konzept von Semi-Live kann sich dem nahtlos anschließen", so Professor Dr. Markus W. Büchler, Geschäftsführender Direktor der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg, der ebenfalls auf dem Symposium sprechen wird. "Ich freue mich, dass die Chirurgie Heidelberg auch hinsichtlich der Weitervermittlung von Wissen Maßstäbe gesetzt hat."

 

Weltelite in Heidelberg

 

Gemeinsam repräsentieren sie mehr als 200 Jahre Erfahrung und herausragender Expertise in urologischer Chirurgie - von der ersten Nerven-erhaltenden radikalen Prostataentfernung in der Krebstherapie über den ersten minimal-invasiven Eingriff in der Urologie bis hin zur Leitung der weltweit größten Studie zum Krebsmarker PSA. Namhafte Wegbereiter der modernen Urologie wie die Professoren Ralph Clayman, Mohamed, A. Ghoneim, Richard Hautmann, Fritz H. Schröder, Anthony Mundy und Patrick C. Walsh sind bei "Semi-Live 2017"  zu Gast, sprechen in der "Heritage Session" über die Meilensteine ihrer jahrzehntelangen Tätigkeit und gewähren Einblicke in ihr wissenschaftliches, klinisches, aber auch humanitäres Engagement.

 

Mit Robotern immer besser?

 

Ein weiteres Highlight ist der Programmpunkt "Offene versus robotergestützte Harnblasenentfernung" am Samstag, 18. Februar, ab 9 Uhr. "Mit OP-Robotern wie dem "DaVinci-System, das wir auch in Heidelberg nutzen, können wir heute sehr präzise und schonend operieren. Jedoch gilt es, für jeden Eingriff das passende Instrument zu wählen", so Hohenfellner. "Derzeit gibt es hitzige Debatten darüber, welches Verfahren für verschiedene Eingriffe jeweils das bessere ist. Diese Debatte haben wir mit namhaften Vertretern der beiden Positionen zu uns auf den Kongress geholt, und ich freue mich auf die zu erwartenden, spannenden Diskussionen." Beide Techniken werden ebenfalls mit Hilfe von Filmen aus dem OP näher erläutert, die jeweiligen Schwierigkeiten und Vorteile vorgestellt.

 

Einladung an Journalisten

Journalisten sind herzlich eingeladen, die neue Form des chirurgischen Austausches, Semi-Live, näher kennen zu lernen. Insbesondere möchten wir gerne auf zwei Highlights aufmerksam machen: am Freitag, 17. Februar 2017, ist ab 14.30 Uhr die Teilnahme an der "Heritage Session" möglich. Am Samstag, 18. Februar, wird der Programmpunkt "Offene versus robotergestützte Harnblasenentfernung" Akzente setzen.

 

Die Referenten stehen, ebenso wie der Organisator Professor Dr. Markus Hohenfellner, im Anschluss gerne für Interviews und Filmaufnahmen zur Verfügung.

 

Bitte melden Sie sich an unter: presse@med.uni-heidelberg.de

 

Programm und weitere Informationen:

www.semi-live.org

 

Referenten der "Heritage Session":

     

  • Professor Dr. Ralph Clayman, Direktor der Abteilung für Urologie an der University of California, Irvine, USA, führte 1990 die weltweit erste minimal-invasive Nierenentfernung durch und gilt als einer der führenden Experten im Bereich der minimal-invasiven Chirurgie.
  • Professor em. Dr. Mohamed A. Ghoneim ist Mitbegründer und langjähriger Direktor des Urology and Nephrology Center der Mansoura Universität, Ägypten. Er gilt als einer der weltweit führenden Experten für Nierentransplantationen und engagierte sich im Nildelta für die zahlreichen Patienten, die an den urologischen Folgeerkrankungen der dort endemischen Bilharziose leiden.
  • Professor em. Dr. Dr. h.c. Richard Hautmann, ehemaliger Direktor der Universitätsklinik für Urologie und Kinderurologie Ulm, war maßgeblich an der Entwicklung eines OP-Verfahrens beteiligt, bei dem die Harnblase entfernt und durch eine funktionsfähige "Neoblase" aus Dünndarmschleimhaut ersetzt wird. Dieses Verfahren ist heute weltweit Standard. Da während der Operation die Nervenbahnen im Unterbauch geschont werden, kann bei vielen Patienten Kontinenz und Erektionsfähigkeit erhalten werden.
  • Professor em. Dr. Fritz H. Schröder, ehemaliger Direktor der Urologischen Klinik an der Erasmus-Universität Rotterdam, ist international führender Experte auf dem Gebiet der urologischen Krebserkrankungen. Er koordinierte von 1991 bis 2012 die bislang größte und erfolgreichste europäische Studie zum Prostatakrebs-Screening (ERSPC-Studie), deren Ergebnisse 2015 veröffentlicht wurden, und belegte damit die Bedeutung des PSA-Markers für die Früherkennung von Prostatakrebs.
  • Professor Tony Mundy ist past President der British Urological Association of Surgeons und Mitglied des Royal College of Surgeons. Er hatte und hat mehrere urologische Leitungsfunktionen im akademischen System der englischen Landeshauptstadt inne und war Honorary Civilian Consultant Urologist der Royal Navy. Er ist weltweit als insbesondere als herausragender rekonstruktiver Chirurg bekannt und hat sich in Afrika außerordentlich für Frauen mit schweren Geburt-assoziierten Traumata engagiert.
  • Die von Professor em. Dr. Patrick C. Walsh, ehemaliger Direktor des James Buchanan Brady Institute of Urology an der John Hopkins University in Baltimore, USA, entwickelte Operationstechnik zur radikalen Prostata-Entfernung ist heute Grundlage der modernen Prostatakrebs-Chirurgie. Je nach Stadium der Krebserkrankung können auch hier Nervenbahnen und damit Kontinenz und Erektionsfähigkeit erhalten werden. Gleichzeitig ist Professor Walsh Herausgeber des wichtigsten Lehrbuches der Urologie (Campbell Walsh - Urology).
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