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Pressemitteilung 2017/27 vom 03.03.2017

Hanse-Pflegepreis für Heidelbergerin Alexandra Mende

Alexandra Mende, Fachkrankenpflegerin in der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg, wurde mit dem Hanse-Pflegepreis ausgezeichnet.
Alexandra Mende, Fachkrankenpflegerin in der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg, wurde mit dem Hanse-Pflegepreis ausgezeichnet.

Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

Fachkrankenpflegerin der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg wird für ihre Abschlussarbeit über das Tabuthema "Gewalt in der Intensivpflege" auf dem Symposium für Intensivpflege und Intensivmedizin in Bremen ausgezeichnet


Warum wird jemand, der einen Beruf ergreift, um anderen zu helfen, plötzlich gewalttätig gegenüber seinen Patienten? Alexandra Mende, Fachkrankenpflegerin in der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg, hat dem Tabuthema "Gewalt in der Intensivpflege" die Abschlussarbeit ihrer Fachweiterbildung Anästhesie und Intensivpflege gewidmet. Für die ausführliche Auseinandersetzung mit Ursachen und Prävention wurde sie jetzt auf dem 27. Symposium für Intensivpflege und Intensivmedizin mit dem Hanse-Pflegepreis ausgezeichnet. Der Preis wird jährlich von der B. Braun Melsungen AG gestiftet und ist mit 2.000 Euro dotiert.

 

"Wir haben eine große Verantwortung für unsere intensivpflichtigen Patienten. Umso wichtiger ist es, auch vor unangenehmen Themen wie Gewalt nicht die Augen zu verschließen. Wir gratulieren Alexandra Mende herzlich zu ihrer ausgezeichneten wissenschaftlichen Arbeit", erklärt Edgar Reisch, Pflegedirektor am Universitätsklinikum Heidelberg.

 

Frustration und Stress hat Alexandra Mende als wichtige Einflussfaktoren für die Entstehung von Gewalt identifiziert: So können negative Entwicklungen im Team, Personalmangel und Stress Aggression hervorrufen. Hinzu kommt ein Machtgefälle zwischen Pflegekraft und Patient. "Ein komatöser Patient in intensivmedizinischer Behandlung befindet sich unweigerlich in einer hilflosen Situation", sagt Mende. "Solche Situationen erleichtern es, aktiv oder passiv Gewalt auszuüben." Ob Menschen unter solchen Umständen aggressiv werden, hängt auch von persönlichen Faktoren ab, z.B. ob jemand selbst bereits Opfer von Gewalt war. "Aufmerksamkeit für all diese verschiedenen Aspekte sind wichtig", sagt Mende. Sie spricht sich dafür aus, Pflegende zu sensibilisieren und das Thema bereits in die Ausbildungsmodule zu integrieren, wie es an der Akademie für Gesundheitsberufe Heidelberg bereits umgesetzt wird. Auch der Umgang mit Stress sowie die Kommunikation im Team seien entscheidend. Hier könnten z.B. Fortbildungen auf Station helfen. "Gewalt in der Pflege sollte nicht länger als Tabuthema gelten, das verschwiegen wird."

 

Alexandra Mende hat bereits ihre Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin an der Akademie für Gesundheitsberufe Heidelberg und dem Universitätsklinikum Heidelberg absolviert. Seit 2011 arbeitet sie auf der Kardiologischen Intensivstation in der Medizinischen Klinik und hat kürzlich die Fachweiterbildung Anästhesie und Intensivpflege abgeschlossen. Auf das Thema für ihre Abschlussarbeit ist sie durch die Mordserie eines Krankenpflegers  in Oldenburg und Delmenhorst gekommen, über die die Medien in den Jahren 2015 und 2016 intensiv berichtet haben. Die prämierte Arbeit basiert auf einer ausführlichen Literatur- und Internetrecherche sowie verschiedenen Theorien zu Gewaltentstehung und -prävention.

 

Weitere Informationen im Internet:

Akademie für Gesundheitsberufe Heidelberg: Fachweiterbildung Anästhesie und Intensivpflege

Hanse-Pflegepreis

Symposium für Intensivmedizin und Intensivpflege in Bremen

Interesse am Universitätsklinikum Heidelberg im Pflegedienst zu arbeiten? www.du-wirst-wachsen.de

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