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Pressemitteilung 2017/39 vom 11.04.2017

Bronzeschatz am neuen Platz

Bei der feierlichen Übergabe des Bronzeporträts des Heidelberger Mediziners Ludolf von Krehl (1861 - 1937) (v.l.): Prof. Hugo Katus, Krehl-Klinik, Herbert Zimmermann, MPI für medizinische Forschung, Prof. Wolfgang U. Eckart, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Prof. Guido Adler, Universitätsklinikum Heidelberg.
Bei der feierlichen Übergabe des Bronzeporträts des Heidelberger Mediziners Ludolf von Krehl (1861 - 1937) (v.l.): Prof. Hugo Katus, Krehl-Klinik, Herbert Zimmermann, MPI für medizinische Forschung, Prof. Wolfgang U. Eckart, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Prof. Guido Adler, Universitätsklinikum Heidelberg.

Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

Das Bronzeporträt des Internisten und Kardiologen Ludolf von Krehl, der 1907 die Leitung der Medizinischen Klinik in Heidelberg übernahm, wurde 1932 von der Bildhauerin Gisela Pütter (1881-1959) gefertigt. Die Tafel des Namensgebers der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg, Krehl-Klinik, ziert nun den Eingangsbereich vor dem großen Hörsaal.
Das Bronzeporträt des Internisten und Kardiologen Ludolf von Krehl, der 1907 die Leitung der Medizinischen Klinik in Heidelberg übernahm, wurde 1932 von der Bildhauerin Gisela Pütter (1881-1959) gefertigt. Die Tafel des Namensgebers der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg, Krehl-Klinik, ziert nun den Eingangsbereich vor dem großen Hörsaal.

Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

Ein wiederentdecktes Bronzeporträt des Heidelberger Mediziners Ludolf von Krehl (1861 - 1937) ziert nun die Wand vor dem großen Hörsaal der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg, der Krehl-Klinik. Die wertvolle Tafel wurde nach über 80 Jahren im Lager des Max-Planck-Instituts für medizinische Forschung entdeckt und der Klinik als Dauerleihgabe überlassen. Ludolf von Krehl: Ein Mediziner, der den ganzen Menschen sehen wollte


Es ist nicht weit vom Heidelberger Max-Planck-Institut für medizinische Forschung bis zur Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg - auch Krehl-Klinik genannt. Dennoch brauchte ein Bronzeporträt des bekannten Mediziners Professor Ludolf von Krehl (1861 - 1937) über 80 Jahre für seinen nun vollzogenen Umzug auf dem Campus Im Neuenheimer Feld. Das Max-Planck-Institut überlässt der Klinik die wertvolle Tafel als Dauerleihgabe, sie ziert nun den Eingangsbereich vor dem großen Hörsaal. 

 

Krehl war ein berühmter Internist und Kardiologe. Er lehrte an den Universitäten in Jena, Marburg, Greifswald, Straßburg und Heidelberg. 1907 übernahm er die Leitung der Medizinischen Klinik in Heidelberg. Durch seine Initiative entstand auch das im Jahr 1930 eröffnete Kaiser-Wilhelm-Institut (KWI) für medizinische Forschung, das die Zusammenarbeit zwischen der medizinischen Grundlagenforschung, den Klinikern, Physiologen, Chemikern und Physikern fördern sollte und aus dem das heutige Max-Planck-Institut in der Jahnstraße hervorging.

 

Wohl zu Ehren des Gründungsdirektors entstand 1931 das Bronzeporträt - das im Laufe der Jahre ins Lager des Instituts gelangte, sorgfältig verpackt in einer Kiste in Dornröschenschlaf fiel und dort zufällig von Mitarbeitern des Max-Planck-Instituts gefunden wurde. Am Eingang zum großen Hörsaal der Medizinischen Klinik kommt es nun zu neuen Ehren und erinnert Besucher und Studenten an das zentrale Anliegen Krehls: "Krehl plädierte für eine Medizin, die den ganzen Menschen, nicht nur seine physikalisch-chemischen Lebensprozesse, sondern auch seine individuelle Persönlichkeit in ihrer Umwelt und in der ihr eigenen Geschichtlichkeit in den Blick nehmen sollte", sagt Prof. Dr. Wolfgang U. Eckart, Direktor des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin, anlässlich der feierlichen Übergabe.

 

Der Heidelberger Kardiologe Prof. Dr. Hugo A. Katus, Ärztlicher Direktor der Universitätsklinik für Kardiologie, Angiologie und Pneumologie und Sprecher des Zentrums für Innere Medizin, der Krehl-Klinik, bedankt sich für die Tafel: "Dieses wunderbare Bronzeporträt von Ludolf von Krehl gehört in die Medizinische Klinik und der Platz vor dem Hörsaal ist gut gewählt. Denn Krehl ist nicht nur der Namenspatron unserer Klinik, sondern sein Name steht bis heute für die in unserem Hause geübte Praxis der Medizin, die trotz enormem medizinischen Fortschritt und methodischem Hightech vor allem auch auf den kranken Menschen und nicht nur die Krankheit fokussiert ist."

 

Ein Kapitel erfolgreicher Medizingeschichte

 

Prof. Dr. Ilme Schlichting, Direktorin des Max-Planck-Instituts (MPI) für medizinische Forschung, auf deren Initiative die Dauerleihgabe zurückging, sagt: "Das Direktorium des Max-Planck-Instituts möchte dadurch die Verbundenheit zwischen der Medizinischen Klinik und dem KWI/MPI für medizinische Forschung dokumentieren und weiter fördern. Die Bronze würdigt eine herausragende Heidelberger Forscherpersönlichkeit und wird die Studenten der Medizin an ein Kapitel außerordentlich erfolgreicher Medizingeschichte erinnern."

 

Die Tafel misst circa 60x40 cm und ist auf das Jahr 1931 datiert. Gefertigt wurde sie von der Bildhauerin Gisela Pütter (1881-1959). Die Künstlerin war nach ihrem Studium in Bonn, Berlin und München in Heidelberg tätig und mit dem Physiologen Prof. Dr. August Pütter verheiratet. Warum sie Ludolf von Krehl porträtierte, weiß man nicht  - doch es ist anzunehmen, dass die beiden Akademiker-Familien miteinander gut bekannt waren. Krehl starb 1937, noch bevor seine eigene Abteilung am Kaiser-Wilhelm-Institut am Neckarufer eingerichtet werden konnte.

 

Verzichten müssen die Max-Planck-Mitarbeiter auf den Anblick des Gründungsdirektors ihres Instituts durch die Leihgabe übrigens nicht: Eine Büste von Ludolf von Krehl steht weiterhin im Haupteingang des Instituts - doch diese stammt nicht von Gisela Pütter, sondern von dem Bildhauer Wilhelm Kollmar, der von 1871 bis 1948 lebte.

 

Weitere Informationen:

Zentrum für Innere Medizin (Krehl-Klinik)

www.klinikum.uni-heidelberg.de/Medizinische-Klinik.medizin.0.html

 

Max-Planck-Instituts für medizinische Forschung Heidelberg

www.mpimf-heidelberg.mpg.de/de

 

Geschichte des Instituts

www.mpimf-heidelberg.mpg.de/institut/geschichte

 

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