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Pressemitteilung 2017/96 vom 14.09.2017

Durchblutungsstörungen in den Beinen: Woran erkennen – wie behandeln?

Professor Dr. Dittmar Böckler, Ärztlicher Direktor der Klinik für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Chirurgie, und Team laden ein zum Gefäßtag 2017.
Professor Dr. Dittmar Böckler, Ärztlicher Direktor der Klinik für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Chirurgie, und Team laden ein zum Gefäßtag 2017.

Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

Am 23. September 2017 lädt die Universitätsklinik für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Chirurgie Heidelberg zum Tag der offenen Tür ein: Vorstellung modernster Therapien, Tipps zur Vorbeugung, individuelle Beratung


 

Wie hält man seine Gefäße gesund? Was tun bei Durchblutungsstörungen der Beine? Welche Versorgung ist bei chronischen Wunden angezeigt? Am Samstag, 23. September 2017, lädt die Klinik für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Chirurgie zusammen mit ihren Partnern im Interdisziplinären Gefäßzentrum des Universitätsklinikums Heidelberg zum alljährlichen "Gefäßtag" ein: Von 12 bis 16 Uhr erwarten die Besucher im 3. Stock der Chirurgischen Universitätsklinik, Im Neuenheimer Feld 110 in Heidelberg, u.a. Kurzvorträge zu Diagnostik, Behandlung und Folgeschäden der Schaufenster­krankheit, Informationen zu weiteren häufigen Gefäßerkrankungen und ihrer Therapie sowie individuelle Beratungsgespräche zu Vorbeugung und Selbsthilfe. Es gibt Vorführungen von Operationen am Modell und zur fachmännischen Wundversorgung, Filme aus dem modernen Heidelberger Hybrid-Operationssaal gewähren einen Einblick in die Arbeit der Gefäßchirurgen. Die Veranstaltung findet im Rahmen des 13. bundesweiten Gefäßtages der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

 

Gefäßerkrankungen beginnen schleichend, nicht erst im hohen Alter: In Deutschland leidet schätzungs­weise bereits jeder Dritte über 40 - meist unbemerkt - an "verkalkten", durch Ablagerungen verengten und entzündeten Gefäßen (Atherosklerose). Häufige Folge sind schmerzhafte Durchblutungs­störungen in den Beinen, im fortgeschrittenen Stadium schlecht heilenden Wunden an den Füßen, aber auch Herzinfarkt oder Schlaganfall. "Viele sind sich der Gefahren, die von Gefäßerkrankungen ausgehen, nicht bewusst", erklärt Professor Böckler, Leiter des Interdisziplinären Gefäß­- und Aorten­zentrums, in dem Patienten fachübergreifend von Gefäß­chirurgen, Radiologen und Angiologen gemeinsam mit Herzchirurgen, Neurologen, Nephrologen, Diabetologen und Ernährungs­medizinern behandelt werden. "Es ist daher wichtig, sich frühzeitig über die Gesundheit seiner Gefäße Gedanken zu machen und Schäden entgegenzusteuern." So hat beispielsweise der Lebensstil maßgeblich Einfluss darauf, wie früh sich die gefährlichen Ablagerungen bilden: Steuerbare Risiko­faktoren sind z.B. Rauchen, unbehandelter Bluthochdruck, falsche Ernährung und zu wenig Bewegung.

 

Schaufensterkrankheit: Ohne Behandlung werden Beschwerden immer schlimmer

 

Die durch Atherosklerose verursachten Durchblutungsstörungen in den Beinen werden auch als Schaufensterkrankheit bezeichnet - der medizinische Fachausdruck ist periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK). Anfangs schmerzen die Beine beim Gehen, so dass die Betroffenen häufig - beispielsweise vor Schaufenstern - stehen bleiben und ausruhen. Ohne Behandlung wird die schmerzfreie Gehstrecke immer kürzer und schließlich treten die Beschwerden auch in Ruhe auf. "Betroffene sollten möglichst schon bei den ersten Symptomen einen Arzt aufsuchen", rät Professor Böckler. Denn dann können Medikamente, Gehtraining und gegebenenfalls eine Ernährungs­umstellung das weitere Fortschreiten der Erkrankung verhindern bzw. verlangsamen. Im weiter fortgeschrittenen Stadium sind Katheter-Eingriff oder Operation nötig. Aktuelle Behandlungsverfahren werden beim Gefäßtag im Rahmen von Vorträgen vorgestellt.

 

Ein weiteres Schwerpunktthema ist die Versorgung chronischer Wunden. Sie entstehen, wenn aufgrund der Mangeldurchblutung Gewebe an den Füßen abstirbt oder zunächst harmlose Wunden nur sehr langsam verheilen. Dann ist ein spezielles Wundmanagement erforderlich. Die Heidelberger Experten erklären, was zu beachten ist und welche Bedeutung dabei der plastischen Chirurgie zukommt.

 

 

Weitere Infos und Programm:

www.klinikum.uni-heidelberg.de/fileadmin/Chirurgie/Gefaesschirurgie/Veranstaltung/Flyer/2017/Gefaesstag2017.pdf

 

Universitätsklinik für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Chirurgie Heidelberg:

www.klinikum.uni-heidelberg.de/Willkommen.104613.0.html

 

Interdisziplinäres Gefäß- und Aortenzentrum:

www.klinikum.uni-heidelberg.de/Gefaesszentrum.104608.0.html

 

Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin / Gefäßtag 2017:

www.gefaesschirurgie.de/gefaesstag-23092017.html

 

 

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Prof. Dr. Dittmar Böckler, Ärztlicher Direktor der Klinik für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Chirurgie
Zertrifiziertes Gefäßzentrum
Universitätsklinikum Heidelberg
Telefon: 06221 / 56 6249 (Sekr.)

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