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Pressemitteilung 2017/135 vom 24.11.2017

Chronische Lungenerkrankung und Parodontose: Studienteilnehmer gesucht

Im Rahmen der Studie werden ein Lungenfunktionstest sowie eine Parondontalbehandlung durchgeführt.
Im Rahmen der Studie werden ein Lungenfunktionstest sowie eine Parondontalbehandlung durchgeführt.

Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

Studie der Thoraxklinik Heidelberg untersucht die Wirksamkeit einer Parodontose-Behandlung bei Patienten mit chronischer Lungenerkrankung COPD / Teilnehmer müssen zwischen 40 und 80 Jahre alt und Nichtraucher sein


In einer aktuellen Studie untersuchen Wissenschaftler der Thoraxklinik am Universitätsklinikum Heidelberg, ob sich eine erfolgreiche zahnärztliche Behandlung einer Parodontose auch günstig auf den Verlauf der chronischen Lungenerkrankung COPD auswirkt. Das Kürzel COPD steht für den englischen Begriff "chronic obstructive pulmonary disease", was wörtlich übersetzt chronisch-obstruktive Lungenerkrankung bedeutet. Die Krankheit geht mit einer Verengung der Atemwege einher, die sich auch nach Gabe entsprechender Medikamente nicht vollständig zurückbildet und lebenslang bestehen bleibt.

 

Im Rahmen der Studie werden ein Lungenfunktionstest sowie eine Parodontalbehandlung durchgeführt. Die Nachbeobachtung findet jeweils nach drei, sechs und zwölf Monaten statt. Dafür werden COPD-Patienten gesucht, die bereit sind, sich zahnärztlich untersuchen und bei Vorhandensein von Parodontose behandeln zu lassen. Die Teilnehmer sollten zwischen 40 und 80 Jahre alt und von den Erkrankungen COPD und Parodontose betroffen sein. Weitere Kriterien sind, dass die Patienten noch mindestens zehn natürliche Zähne besitzen und in den letzten sechs Monaten nicht geraucht haben.

 

Erkrankungen des Zahnhalteapparats (Parodontitis) sind dauerhafte Eingangspforten für pathogene Erreger. Diese führen nicht  nur zu Zahnverlust, sondern können Entzündungsreaktionen im ganzen Organismus hervorrufen. So scheinen Menschen mit überdurchschnittlich frühem Zahnverlust auch eher dazu zu neigen, an COPD zu erkranken. Die Forscher vermuten, dass die Entzündung im Bereich des Zahnhalteapparates, die Parodontitis, auch auf die Lunge übergreift und die vorbestehende Lungenerkrankung akut verschlechtert.  Bereits vorliegende Forschungsergebnisse lassen hoffen, dass solche akute Verschlechterungen bei COPD (sog. Exazerbationen) durch gute Mundpflege und eine Behandlung der Parodontitis signifikant reduziert werden könnten.

 

Thoraxklinik - Universitätsklinikum Heidelberg

 

Die Thoraxklinik am Universitätsklinikum Heidelberg ist eine der ältesten und größten Lungenfachkliniken Europas mit einer über 100 jährigen Geschichte und 310 Planbetten. Als Klinik der Maximalversorgung ist sie seit 2009 als Lungenkrebszentrum der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert.Die Klinik ist Gründungsmitglied des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Heidelberg (NCT) und arbeitet eng mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) zusammen. Die Thoraxklinik-Heidelberg versorgt als eine Klinik des Universitätsklinikums Heidelberg  Erkrankungen der Lunge und des Brustkorbes. Jährlich werden ca. 2.300 Operationen im Bereich des Thorax durchgeführt. Alle modernen Diagnose- und Therapieverfahren werden vor Ort angeboten und kontinuierlich weiterentwickelt. Als Partner im Deutschen Zentrum für Lungenforschung (DZL) ist die Thoraxklinik in die standortübergreifende Zusammenarbeit auf dem Feld der Grundlagenwissenschaften und der klinischen Forschung integriert. Die im Jahr 2015 gegründete Thoraxstiftung Heidelberg fördert gezielt Projekte in Wissenschaft, Forschung und Krankenversorgung und Prävention, insbesondere in Bezug auf Erkrankungen der Thoraxorgane.

 

Weitere Informationen im Internet:


Studie auf der Webseite des Lungeninformationsdienstes

 

Thoraxklinik am Universitätsklinikum Heidelberg

 

Studie auf der Webseite ClinicalTrials.gov (Datenbank klinische Studien)

 

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