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Pressemitteilung 70/2018 vom 19.06.2018

Bessere Hilfe für Kinder mit erblichen Bluterkrankungen

Die Entwicklung neuer diagnostischer und therapeutischer Methoden ist eine wichtige Säule des neuen Thalassämie- und Sichelzellanämiezentrum.
Die Entwicklung neuer diagnostischer und therapeutischer Methoden ist eine wichtige Säule des neuen Thalassämie- und Sichelzellanämiezentrum.

Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

Universitätsklinika Heidelberg und Mannheim gründen "Thalassämie- und Sichelzellanämiezentrum Rhein Neckar" / Bessere Diagnose- und Therapiemöglichkeiten für Kinder und Jugendliche mit erblichen Hämoglobinerkrankungen


Um Kindern und Jugendlichen mit erblichen Bluterkrankungen besser helfen zu können, haben das Universitätsklinikum Heidelberg und das Universitätsklinikum Mannheim das "Thalassämie- und Sichelzellanämiezentrum Rhein Neckar" gegründet. "Trotz aller medizinischer Fortschritte fehlt gerade in Deutschland bislang ein umfassendes Versorgungskonzept für diese Patienten", sagt Prof. Dr. Dr. Andreas Kulozik, Leiter der Klinik für Onkologie und Hämatologie am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Heidelberg und Direktor des klinischen Programmes am KiTZ (Hopp-Kindertumorzentrum am NCT Heidelberg). "Dem wollen wir mit dem 'Thalassämie- und Sichelzellanämiezentrum Rhein Neckar'  begegnen."

 

Neben der Entwicklung neuer diagnostischer und therapeutischer Methoden sind die umfassende Beratung der Patienten und ihrer Familien sowie die Weiterbildung von niedergelassenen Ärzten wichtige Säulen des Zentrums. Besonderes Augenmerk gilt auch den "Transitionspatienten", also denjenigen, die das Erwachsenenalter erreichen. "Gerade am Übergang von der Kinderheilkunde zur Erwachsenenmedizin ist die Versorgung noch nicht gut genug", so PD Dr. Matthias Dürken, Leitender Oberarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Kinderzentrum der Universitätsmedizin Mannheim. "Durch den Zusammenschluss können wir unsere Expertise auf dem Gebiet erblicher Erkrankungen des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin bündeln und Patienten im Rhein-Neckar-Raum viel besser helfen."

 

"Hämoglobinerkrankungen wie  beispielsweise die Sichelzellanämie oder die Thalassämie gehören zu den häufigsten erblichen Krankheiten der Welt. Ursprünglich waren sie vor allem in Afrika, im Nahen Osten und dem Mittelmeerraum verbreitet, doch auch in Deutschland haben sie in den letzten Jahren stark zugenommen", sagt Dr. Joachim Kunz, Oberarzt an der Klinik für Onkologie und Hämatologie am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Heidelberg. "Patienten mit schweren Hämoglobinkrankheiten haben im Durchschnitt eine geringere Lebenserwartung und sind auf eine lebenslange Behandlung angewiesen. Doch können moderne Therapien die Lebensqualität der Betroffenen heute deutlich verbessern und bei vielen Patienten sogar zu einer Heilung führen."

 

An den Universitätskliniken Mannheim und Heidelberg kümmert sich jeweils ein Team aus Ärzten, Krankenschwestern und Krankenpflegern, Psychologen und Sozialarbeitern um Patienten mit Hämoglobinopathien. Unterstützt werden die Teams von anderen Fachbereichen, wie beispielsweise der Radiologie, der Blutbank und spezialisierten Labors.

 

Das Zentrum ist  über folgende Adressen erreichbar:

 

Standort Heidelberg:

Hämatologische und onkologische Ambulanz
Zentrum für Kindere und Jugendmedizin
Klinik für Onkologie, Hämatologie und Immunologie
Universitätsklinikum Heidelberg
Tel.: 06221 56-8381
Fax: 06221 56-1970

 

Standort Mannheim:

Ambulanz für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Universitätsklinikum Mannheim
Tel.: 0621 383-1330 oder -6765
Fax: 0621 383-3829
E-Mail: onkologische.ambulanz.kinder@umm.de

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