Behandlung akuter Venenverschlüsse

Klinik für Kardiologie, Angiologie, Pneumologie

Erklärung

Invasive Darstellung der Beckenvene - Normale Perfusion der Vene im Leistenbereich (schwarzer Pfeil). Reduzierter Fluss im unteren Teil der Beckenvene (grauer Pfeil) und nur noch minimaler Fluss im oberen Teil (weisser Pfeil). Ursache ist eine höchstgradige, subtotale Stenose im Bereich der Vena iliaca com, der Beckenvene.

Durch die Entwicklung innovativer, neuer Techniken sind wir heute in der Lage akute venöse thrombotische Verschlüsse wieder zu eröffnen und ggf. den Thrombus auch wieder aufzulösen.

Ziel dieser Eingriffe ist die akuten Beschwerden zu beheben und die Verhinderung eines Post-thrombotischen Syndroms. Der Eingriff kann innerhalb der ersten 3 bis 4 Wochen nach Entstehung der ersten Symptome durchgeführt werden. Die Patienten werden steril in unseren ganz neuen und hochmodernen Herzkatheterlaboren abgedeckt und die Punktionsstelle lokal betäubt. Nach Einlage einer Schleuse in die Vene wird ein feiner Draht durch den Verschluss geführt, der nun als Leitschiene für die Eingriffe dient. Akute Thrombosen können zum einen abgesaugt werden über sog. Thrombektomie-Systeme.

In Heidelberg stehen verschiedene Methoden zur Auswahl, um für den jeweiligen Patienten das optimale System anbieten zu können. Zum anderen werden die frischen Thromben lokal mit Hilfe von Medikamenten aufgelöst. Hierzu wird ein feiner Katheter mit vielen Seitenlöschern in den Thrombus vorgeschoben und dann lokal das Medikament abgegeben. Dies hat den entscheidenden Vorteil, dass wir nur eine sehr geringe Menge dieses Medikamentes benötigen und somit Nebenwirkungen minimiert werden können. Nach Beseitigung der Thromben sind wir dann auch in der Lage in gleicher Sitzung die Ursache des akuten Verschlusses zu evaluieren und evtl. gleich zu beseitigen, damit eine erneute Thrombose nicht wieder auftreten kann.

Spezialisten

Prof. Dr. med. Christian Erbel