Behandlung chronischer Venenverschlüsse

Klinik für Kardiologie, Angiologie, Pneumologie

Erklärung

Dilatation des subtotalen Verschlusses - Nach der Darstellung erfolgte die vorsichtige Drahtpassage über den subtotalen Verschluss hinweg in die untere Hohlvene. Über den Draht wird ein spezieller Hochdruckballon für die Veneneingriffe bis in die filiforme Stenose vorgeschoben. Durch das Aufdehnen des Ballons wird der subtotale Verschluss beseitigt.

In den letzten Jahren wurden neue interventionelle Techniken und Materialien entwickelt, um das zugrundeliegende Problem des PTS, die Stenose oder den Verschluss einer Vene, invasiv zu behandeln und zu beheben.

Die Eingriffe werden in der Abteilung für Kardiologie, Angiologie und Pneumologie seit Jahren erfolgreich durchgeführt. Das Universitätsklinikum Heidelberg ist aktuell das einzige Zentrum in Süddeutschland, das diese Eingriffe durchführen kann. Die Untersuchungen laufen in einem sterilen Bereich bei sehr überschaubaren Risiken und Nebenwirkungen ab. Die Patienten werden lokal betäubt, meist in der Kniekehlen Region. Dann wird die Vene punktiert und eine Schleuse eingelegt. Nach der invasiven Darstellung der Stenose / des Verschlusses passiert man diese Region mit speziellen feinen Drähten. Diese werden dann als Leitschiene verwendet und der Ballon in den zu behandelnden Bereich vorgeschoben. Nach der Aufdehnung folgt die Stentimplantation, um diesen Bereich langfristig offen zu halten. Die Eingriffsdauer hängt von dem Ausmaß der thrombotisch veränderten Gefäßbereiche ab. Ein invasiver Eingriff ist unabhängig vom Alter der Thrombose.

Durch diese Behandlung sind wir in der Lage das PTS und damit die Beschwerden der Patienten effektiv zu verbessern. Die Symptome bessern sich innerhalb von Tagen nach dem Eingriff und nach ca. 2 bis 3 Tage kann der Patient meist wieder nach Hause entlassen werden.

Spezialisten

Prof. Dr. med. Christian Erbel