Brustrekonstruktion

Frauenheilkunde und Geburtshilfe Brustzentrum Sektion Senologie

Erklärung

Integratives Konzept zur Wiederherstellung der Brust

Ein immer bedeutender werdendes Thema ist die wiederherstellende Brustchirurgie, die ein sehr differenziertes und unbedingt interdisziplinär zu adressierendes Themenfeld darstellt. Eine Kooperation von Brustoperateuren aus der Gynäkologie und der plastischen Chirurgie ist hier im Sinne der Patientinnen unabdingbar und notwendig.  Alle entsprechenden Patientinnen werden in einer gemeinsamen Sprechstunde betreut und gemeinsam am Universitäts-Brustzentrum in Heidelberg operiert und weiter betreut.

Primäres Ziel unseres Konzeptes ist die qualitativ hochwertige, interdisziplinäre, individuelle Versorgung von Brustkrebspatientinnen mit allen etablierten Rekonstruktionsmöglichkeiten „aus einer Hand“.

Dabei werden von unserem Zentrum folgende prinzipiellen Empfehlungen zur Indikationsstellung (unter Beachtung individueller Patientinnenwünsche und Risikoprofile) formuliert:

  1. Mastektomie ohne Bestrahlung: Fremdmaterial, vorzüglich Expander / Implantatsequenz, je nach Situation auch Sofortrekonstruktion
  2. Mastektomie mit Bestrahlung: Freier Lappen, vorzüglich DIEP, zweizeitiges Vorgehen
  3. Kombinierte Verfahren (Eigen- und Fremdgewebe) sind im Einzelfall zu diskutieren, aber nicht Methode der ersten Wahl zur Brustrekonstruktion
  4. Gestielte Lappen (TRAM, LADO) haben ihren individuellen Einsatz im Rahmen der Defektdeckung, aber nicht Methode der ersten Wahl zur Brustrekonstruktion
  5. Bei beidseitiger Mastektomie ist ein beidseits gleiches rekonstruktives Verfahren anzustreben, sofern dies technisch möglich erscheint und keine erheblichen Gegenargumente vorliegen
Weiterführende Informationen

Brustrekonstruktion bei / nach Brustentfernung (PDF)

Erkrankungen

Spezialisten

Prof. Dr. med. Jörg Heil

DEGUM III