Universitätsklinikum Heidelberg

Burch-Kolposuspension

Allgemeine Informationen Erkrankungen

Erklärung

Eine weitere Therapieoption nach Versagen konservativer Behandlungsmöglichkeiten bei Harninkontinenz mit oder ohne Beckenbodensenkung ist die Kolposuspension nach Burch. Auch wenn sie aufgrund vorhandener minimal-invasiverer Operationen im Vergleich zu früheren Jahren weniger häufig durchgeführt wird, hat die Burch-Kolposuspension weiterhin eine Daseinsberechtigung in der modernen Behandlung der weiblichen Belastungsinkontinenz.

Sie kommt insbesondere dann zum Einsatz, wenn die  Belastungsinkontinenz wiederholt auftritt, aber auch als primärer Eingriff beim gleichzeitigen Vorliegen einer  sogenannten Blasen-/Gebärmuttersenkung (Zystozele, Prolaps). Dabei wird der Blasenhals durch Haltenähte, die von der Scheide bis zu den Schambeinästen reichen, angehoben und fixiert. Dadurch werden Harnröhre und Blasenhals in eine Position gebracht, bei der eine optimale Druckübertragung für den Harnröhrenverschluss erzielt wird. In der Literatur liegen die Erfolgsraten zwischen 66 und 100 Prozent.

In unserer Klinik erfolgt der Eingriff minimal-invasiv in Schlüssellochtechnik (Laparoskopie, Bauchspiegelung), mit dem Operationsroboter (DaVinci®-System) oder über einen kleinen Unterbauchschnitt. Der Eingriff dauert ca. 45 bis 60 Minuten und wird in Teilnarkose (Rückenmarknarkose) oder Vollnarkose durchgeführt. Die Patientin ist meist direkt nach der Operation trocken (kontinent). In der Regel können wir die Patientin nach einer stationären Überwachung von 2-3 Tage kontinent nach Hause entlassen.

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