Erklärung
Die sich in den vergangenen Jahren rasant entwickelnde Disziplin der fetalen Medizin umfasst ein Spektrum von nicht-invasiven Methoden bis hin zu direkten operativen Interventionen am Feten in der Gebärmutter. Sehr unterschiedliche, teilweise schwerwiegende bis hin zu lebensbedrohliche Erkrankungen des Ungeborenen können inzwischen nicht nur bereits vorgeburtlich diagnostiziert werden, sondern sind intrauterinen therapeutischen Verfahren zugänglich.
Durch die fetale Medizin kann die Betreuung und Behandlung von bereits vorgeburtlich auftretenden fetalen Gesundheitsstörungen wesentlich verbessert werden. Es ist hierbei offensichtlich, dass es sich um ein komplexes Fachgebiet handelt, das nur wenigen, hoch spezialisierten und interdisziplinär agierenden Zentren vorbehalten sein sollte.
An der Frauenklinik ist für die Betreuung von Schwangeren mit angeborenen fetalen Fehlbildungen neben einer hohen diagnostischen Sicherheit insbesondere die ausführliche Beratung von verschiedenen Fachdisziplinen von großer Bedeutung. Hierfür findet die Schwangere eine optimale Ausgangsposition, da neben Pränataldiagnostik und Geburtshilfe auch die benachbarten Fachdisziplinen wie Neonatologie, Kinderchirurgie, Humangenetik, Kinderkardiologie, pädiatrische Neurochirurgie und Anästhesie mit in die Beratung und Betreuung einer Patientin eingebunden werden.
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