Universitätsklinikum Heidelberg

Gelenke: Embolisation

Allgemeine Informationen

Erklärung

Chronische Gelenkschmerzen können den Alltag und damit die Lebensqualität von Betroffenen stark beeinträchtigen, insbesondere wenn konservative Therapieversuche an ihre Grenzen stoßen oder Schmerzen nach einer Operation anhalten. In solchen Fällen kann die Transarterielle Periartikuläre Embolisation (TAPE) eine vielversprechende Option sein. Von Schmerzen durch Gelenkverschleiß (Arthrose) über Gelenksteife wie bei der “Frozen Shoulder” bis zur Sehnenansatzentzündung (Insertionstendinitis), z.B. beim “Tennis- oder Golferellenbogen” kann sie bei einer Vielzahl von Schmerzursachen an nahezu allen Gelenken eingesetzt werden. Ebenso ist die TAPE eine Therapieoption bei weiterhin bestehenden Schmerzen nach einer Operation, beispielsweise nach einem Gelenkersatz.


Bei der Transarteriellen periartikulären Embolisation (TAPE) wird ein dünner Schlauch (Katheter) in die Blutgefäße eingeführt, welche das betroffene Gelenk mit Blut versorgen. Hierdurch kann eine Flüssigkeit mit sehr kleinen Partikeln (Embolisationsmaterial) eingespritzt werden um kleine Arterien zu blockieren. Durch die verminderte Durchblutung verringert sich auch die Anzahl schmerzvermittelnder Nerven und Rezeptoren. Auf diese Weise konnten Erfolgsraten von über 80% erreicht werden.