Neurologische Ultraschalldiagnostik

Neurologie und Poliklinik

bildgebend, akustisch

Erklärung

Bei der neurologischen Ultraschalldiagnostik werden vor allem die Gefäße an Hals und Kopf untersucht, die das Gehirn mit Blut versorgen. Dazu gehören die beiden vorderen Halsschlagadern (A. carotis), die Nackenschlagadern (A. vertebralis) und die verschiedenen Hirnschlagadern (Aa. cerebri und A. basilaris). Außerdem kann nach bestimmter Herzfehlbildung (offenes Foramen ovale) gesucht werden.

Art des Verfahrens

Es gibt sowohl akustische Methoden (mit Geräuschen) als auch optische (mit Bildern) und Kombinationen hiervon. Nach dem Erstbeschreiber der physikalischen Grundlagen - einem österreichischen Astrophysiker - werden sie auch als Doppler-Untersuchung bezeichnet. Bei der extrakraniellen Dopplersonografie (ECD) werden die Halsgefäße mit einer stiftähnlichen Sonde untersucht und die Flussgeschwindigkeit des Blutes akustisch und grafisch wiedergegeben. In Ergänzung hierzu werden bei der transkraniellen Dopplersonografie (TCD) die Gefäße des Gehirns untersucht. Auch hier wird die Blutflussgeschwindigkeit als Geräusch dargestellt. Im Unterschied hierzu werden bei der Duplex-Sonografie die Gefäße und der darin enthaltene Blutfluss als farbiges Bild dargestellt. Auch diese Untersuchung kann sowohl an den Hals- als auch an den Kopf-Gefäßen durchgeführt werden.

Zur Suche nach einem offenen Foramen ovale wird während einer transkraniellen Dopplersonografie über einen venösen Zugang („Braunüle“) am Arm ein nicht-lungen-gängiges Kontrastmittel injiziert.

Komplikationen / Risiken

Keine.