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Legionella pneumophila


Indikation

V.a. Legionellen-Pneumonie

Zur Diagnose einer akuten Legionellen-Erkrankung sollte die Einsendung von Morgen-Urin (3x) zum Nachweis von Legionellen-Antigen erfolgen. Zusätzlich wird die Einsendung von Sekreten aus dem tiefen Respirationstrakt für den Antigennachweis mittels direkter Immunfluoreszenz und für den kulturellen Nachweis empfohlen.

Testverfahren

ELISA (emzyme-linked immunosorbent assay) zum Antigennachweis im Urin

Direkter Immunfluoreszenztest (IFT) zum Antigennachweis in respiratorischen Materialien

Dauer der Bearbeitung

Testdurchführung bis 13.00 Uhr am gleichen Tag, ansonsten innerhalb von 24 Std.. Bei Eingang des Materials am Wochenende erfolgt die Bearbeitung am nächsten Werktag.

Hinweise zur Bewertung

Sowohl der Antigentest im Urin als auch der direkte Immunfluoreszenztest erfassen alle L. pneumophila-Serogruppen. Die diagnostische Sensitivität ist bei dem Urin-Antigentest am höchsten. Für Legionella pneumphila Serogruppe 1 (welche über 90% der Legionellosen beim Menschen verursacht) wird eine Sensitivität von 94,6%, bei Einschluss von Proben mit den Serogruppen 2, 3, 4, 6 und 10 eine Sensitivität von 86% angegeben. Die diagnostische Sensitivität des IFT ist deutlich niedriger, Angaben in der Literatur schwanken hier zwischen 25 und 70%.

Die Diagnose einer Legionellen-Infektion kann durch den Nachweis von Legionellen-Antigen im Urin erhärtet werden. Ein positives Ergebnis deutet auf eine bestehende oder abgelaufene Legionelleninfektion hin. Ein negatives Ergebnis schließt eine Legionelleninfektion nicht aus.

Ein positives Ergebnis im IFT deutet stark auf eine Legionellen-Infektion hin. Bei passender Klinik bedeutet dieses Ergebnis eine Therapie-Indikation. Ein negatives Ergebnis schließt eine Legionelleninfektion nicht aus.