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Treponema pallidum


Indikation

Treponema pallidum, der Erreger der Syphilis (Lues), ist auf konventionellen Nährböden nicht anzüchtbar. Daher haben serologische Methoden bei der Diagnosestellung einer Lues einen hohen Stellenwert. Die Diagnostik erfolgt als Stufendiagnostik und umfasst untenstehende Testverfahren.

Bei V.a. Neurolues wird zunächst Serum untersucht. Liegen hier Hinweise auf eine aktive Erkrankung vor, erfolgt eine parallele Untersuchung von Serum und Liquor mit Berechnung eines Serum-Liquor-Index.

Material

Serum

Serum und Liquor bei V.a. Neurosyphilis

Testverfahren

Stufe 1: ELISA (enzyme-linked immunosorbent assay) polyvalenter Antikörpersuchtest

Stufe 2: FTA-abs-Test (polyvalenter Fluoreszenz-Treponema-Antikörper-Absorptionstest) und quantitativer TPPA (polyvalenter Treponema pallidum Partikelagglutinationstest) als Bestätigungsteste und VDRL (Cardiolipin-Mikroflockungstest) als Aktivitätstest

Stufe 3: Westernblot IgM als zusätzlicher Aktivitätstest bei V.a. aktive Lues

Hinweise zur Bewertung

Bei positivem Suchtest und positiven Bestätigungstesten kann anhand der Höhe des TPPA-Titers und anhand der Ergebnisse der Aktivitätsteste eine spontan ausgeheilte  bzw. sanierend behandelte Lues von einer aktiven Erkrankung (entweder bislang unbehandelt oder nach Behandlung reaktiviert) unterschieden werden.

Zu beachten ist, dass der VDRL-Test eine hohe Rate unspezifisch positiver Reaktionen bei allen Erkrankungen zeigt, bei denen aus betroffenen Zellen lipoidhaltige Mitochondrien (insbesondere aus lymphatischen Zellen) freigesetzt werden: Z.B. bei Infektiöser Mononukleose, Tuberkulose, Lepra, Malaria, Kollagenosen, Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, Lebererkrankungen, Karzinomen und Gravidität.