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Lateinamerika

Für einen Aufenthalt in Lateinamerika empfehlen wir dringend eine persönliche Beratung möglichst 6-8 Wochen vor der Reise.

Im Folgenden einige allgemeine Hinweise:

Allgemeine Impfempfehlungen

Auch in Deutschland gelten Empfehlungen für Routine-Impfungen durch die Ständige Impfkommission (STIKO). Diese beinhalten z.B. Impfungen gegen Tetanus, Diphterie, Polio, Pertussis oder Masern. Auch für Reisen sollten diese Impfungen aktuell sein, um für einen optimalen Schutz zu sorgen. Falls gewünscht können auch diese Routineimpfungen bei uns im Rahmen der Reisevorbereitung erfolgen.
 

Gelbfieber

Gelbfieber ist eine über Mosquitos übertragene und bedrohliche Virus-Erkrankung, die in Teilen von Mittel- und Südamerika (aber auch in Teilen Afrikas) verbreitet ist. Eine Gelbfieberimpfung schützt zuverlässig vor einer Erkrankung und wir empfehlen sie daher bei Reisen in Länder bzw. Gegenden, in denen Gelbfieber vorhanden ist. Eine Reise in Gelbfiebergebiete ohne Impfung wird nicht empfohlen.
Da es sich um eine Lebendimpfung handelt, muss die Möglichkeit einer Impfung individuell geprüft werden. Bei Personen mit einer Schwäche des Immunsystems (z.B. bei Einnahme von manchen Rheumamedikamenten) oder bei Personen über 60 Jahren kann es sein, dass wir keine Gelbfieberimpfung durchführen.
Die Impfung sollte spätestens 2 Wochen vor Abreise erfolgen.
 

Mosquito-übertragene Erkrankungen, z.B. Malaria

Die Gefahr einer Malariainfektion oder diverser Viruserkrankungen (z.B. Dengue-Fieber, Zika oder Chikungunya) besteht ganzjährig im tropischen Südamerika, in Mittelamerika sowie auf Haiti und Teilen der Dominikanischen Republik. Das Risiko ist vom jeweiligen Reiseziel abhängig. Bzgl. der Entscheidung zur medikamentösen Malaria-Prophylaxe oder zum Mitführen eines Malaria-Medikaments für eine notfallmäßige Selbstbehandlung („Standby-Prophylaxe“) möchten wir Sie individuell beraten.
 

Hepatitis A und B

Ein Impfschutz gegen Hepatitis A und B ist für die meisten Reisen generell empfohlen.


Cholera

Eine Infektion mit Cholera stellt für die allermeisten Reisenden kein relevantes Risiko dar. Die Cholera-Impfung wird daher von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nur noch für Menschen mit besonderem Expositionsrisiko (z.B. Katastrophenhelfer) empfohlen.
 

Weitere Impfungen

Abhängig von Reiseland, Reisezeit und den Reisebedingungen können auch Impfungen gegen Typhus oder Tollwut notwendig sein. In speziellen Situationen können zusätzliche Impfungen erwogen werden (z.B. Influenza, Meningokokken, u.a.). Eine persönliche Beratung ist daher notwendig.