Kliniken & Institute … Institute Zentrum für… Krankenhaus- /… Leistung Hygiene-Plan Hygiene-Plan 1 Händehygiene Hände135

Händehygiene


1.3.5 Händehygiene in speziellen Situationen


Händedesinfektion bei viralen Erkrankungen

Bei bestimmten Erkrankungen die durch Viren mit hoher Desinfektionsmittelresistenz  (unbehüllte Viren, z.B. Rota-, Noro-, Adenoviren) verursacht werden, muss die Händedesinfektion mit einem speziell für Viren zugelassenen Händesdesinfektionsmittel erfolgen.

Im Uniklinikum Heidelberg wird dafür Softa-Man acute (früher Sterillium Virugard) eingesetzt. Die Einwirkzeit beträgt hierbei 2x30 Sekunden. Es ist über die Klinikapotheke zu beziehen.

Zu beachten ist, dass nach Abklingen der Symptome bis 72 Stunden  danach noch mit Softa-Man acute die Hände zu desinfizieren sind (auch alle anderen speziellen Anforderungen an die Hygienemaßnahmen bleiben bis zum Ende dieser Zeitspanne bestehen).

Nach einem Ausbruch (> 2 Betroffene) wird  Softa-Man acute bis 14 Tage nach Abklingen der Symptome des letzten Betroffenen weiterverwendet.

Händehygiene bei Diarrhoe durch Clostridium difficile

Bei Erkrankungen mit sporenbildenden Erregern, zum Beispiel bei pseudomembranöser Colitis, ausgelöst durch Clostridium difficile, müssen zusätzlich zur Händedesinfektion die Hände gewaschen werden.

(Händedesinfektionsmittel sind nicht gegen Sporen wirksam, wegen anderen enteralen Erregern müssen die Hände trotzdem vorher desinfiziert werden).

Nach direktem Patientenkontakt und nach Kontakt mit Stuhl, nach Ausziehen der Handschuhe, vor Verlassen des Patientenzimmers Hände zuerst desinfizieren, dann waschen.

Kapitelübersicht          nächstes Kapitel