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VRE


6.3.1 Was ist VRE?

VRE steht als Abkürzung für Vancomycinresistente Enterokokken.

Neben dem Begriff vancomycinresistente Enterokokken wird auch der Begriff glykopeptidresistente Enterokokken verwendet. Enterokokken sind ein normaler Bestandteil der Darmflora. Die in den letzten Jahren steigende Häufigkeit von Resistenzen der Enterokokken  E. faecium und E. faecalis, gegen Glykopeptidantibiotika (Vancomycin, Teicoplanin) ist von großer therapeutischer und epidemiologischer Bedeutung. Die Glykopeptidantibiotika Vancomycin und Teicoplanin sind wichtige Substanzen zur Behandlung von Infektionen mit grampositiven Erregern wie z.B. Enterokokken.

Bei der Glykopeptidresistenz von Enterokokken unterscheidet man unterschiedlich Resistenztypen, von denen Van A und Van B klinisch die größte Relevanz besitzen.
VanA : Resistenz gegen Vancomycin und Teicoplanin
VanB: Resistenz gegen Vancomycin (Teicoplanin empfindlich).

Untersuchungen haben gezeigt, dass VRE im Vergleich zu MRSA (Methicillin-resistente Staph. aureus) wesentlich schneller und einfacher übertragen wird. Zusätzlich gilt es, die Verbreitung der Vancomycinresistenz auf andere grampositive Erreger wie S. aureus  zu vermeiden. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, neben der kritischen Anwendung von Antibiotika, Hygienemaßnahmen durchzuführen.

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