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Flächendesinfektion


9.4 Reinigung und Desinfektion in unterschiedlichen Risikobereichen

Das Ausmaß der durchzuführenden Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen wird bestimmt durch:

  • die Wahrscheinlichkeit des direkten Kontaktes,
  • die mögliche Kontamination mit Krankheitserregern sowie
  • durch den Grad der klinisch relevanten Immunsuppression der Patienten.

Für die Festlegung von Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen ist daher eine Unterscheidung von Risikobereichen sinnvoll:

Bereiche ohne Infektionsrisiko a) Bereiche mit möglichem Infektionsrisiko Bereiche mit besonderem Infektionsrisiko Bereiche mit Patienten, die Erreger in oder an sich tragen, so dass im Einzelfall die Gefahr einer Weiterverbreitung besteht Bereiche, in denen v. a. für das Personal ein Infektionsrisiko besteht b)
Treppenhäuser, Flure, Verwaltung, Büros, Speiseräume, Hörsäle, Unterrichtsräume, technische Bereiche Allgemeinstationen, Ambulanzbereiche, Radiologie, Physikalische Therapie, Sanitärräume, Dialyse, Entbindung, Psychiatrie OP-Abteilungen, Eingriffsräume, Einheiten für: Intensivtherapie, IMC, Transplantationen, Hämatologie, Onkologie, Frühgeborene Isolierbereiche,
-pflege, Funktionsbereiche, in denen die o. g. Patienten behandelt werden
Mikrobiologie, Laboratorien, Pathologie, Entsorgung, unreine Bereiche von: Wäscherei, ZSVA

a) In Bezug auf das allgemeine Risiko in der Bevölkerung.
b) Nähere Angaben zur Risikobewertung enthalten die Technischen Regeln Biologische Arbeitsstoffe (z. B. TRBA 250 „Biologische Arbeitsstoffe im  Gesundheitsdienst und in der Wohlfahrtspflege")

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