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Lehre und Unterricht in der Endokrinologie

Leitsymptomvorlesung

Die interdisziplinäre Vorlesung Di bis Fr von 8:30 bis 10 Uhr ist an 10 Leitsymptomen orientiert. In einer Woche referieren Dozenten verschiedener Fakultäten jeweils ein Leitsymptom. Neben der Interdisziplinarität wird auch die Häufigkeit der Krankheitsbilder berücksichtigt.

Die Vorlesung ist praxisnah nach den Leitsymptomen der Krankheitsbilder gegliedert und wird von den erfahrenen Oberärzten der Abteilung gehalten.

Inhalte der Vorlesung sind:

  • Propädeutikwoche:
    Überblick über die Endokrinologie
     
  • Leitsymptom Bauchschmerz:
    Endokrine Tumoren mit abdomineller Symptomatik
     
  • Leitsymptom Fieber:
    Fieber bei endokrinologischen Erkrankungen
     
  • Leitsymptom Lufnot:
    Schilddrüsenerkrankungen und Luftnot
     
  • Leitsymptom Wassereinlagerungen:
    Wasser und Elektrolytstörungen bei endokrinologischen Erkrankungen
     
  • Leitsymptom Schwindel, Synkope:
    Differentialdiagnostik und Erstversorgung komatöser Patienten
     
  • Einstellung des Diabetikers:
    Patientenschulung, Selbstmanagement, Ernährungsberatung
    Endokrinologische Störungen, die zur Synkope führen können
     
  • Leitsymptom Gewichtsverlust:
    Zu dick oder zu dünn – endokrinologische Ursachen
     
  • Leitsymptom Schmerzen:
    Schmerzen der Wirbelsäule und differentialdiagnostische Abklärung

Modulunterricht

Der Modulunterricht wird in Gruppen von 25 bis 30 Studenten abgehalten. Im Modul Endokrinologie hat sich dabei eine Mischung aus verschiedenen Lehrmethoden bewährt.Im Skills-Lab erhalten die Studenten Gelegenheit, wichtige Techniken der Endokrinologie im geschützten Rahmen an Modellen zu erlernen, bevor das Erlernte beim Besuch auf den endokrinologischen Stationen am Patienten Realität wird.Gastvortragende aus dem Bereich Pharmakologie und Pathologie bieten einen interdisziplinären Überblick.

POL-Tutorien

Hierbei handelt es sich um eine problemorientierte Lerngruppe, die unter Supervision eines Tutors (Dozent) intensiv mit der Bearbeitung eines klinischen Falls in Form eines Papercase oder in digitalisierter Form beschäftigt ist. Die Auswahl der Patientenfälle richtet sich nach dem jeweiligen Leitsymptom der Woche. Die StudentenInnen sollen lernen, wie im Team komplexe Fälle bearbeitet werden können und die verschiedenen Aspekte von Erkrankungen berücksichtigt werden können. Hierbei sollen StudentenInnen aus unterschiedlichen Modulen gemeinsam an einem Tutorium teilnehmen. Auf diese Weise wird unterschiedliches "Expertenwissen" bei der Arbeit an einem Fall eingebracht und der didaktische und gruppendynamische Prozess beeinflußt. Die Teilnehmerzahl beschränkt sich auf 12 StudentenInnen pro Lerngruppe.

Stationsunterricht

Die Stationsarbeit findet kontinuierlich über 5 Wochen in der medizinischen Klinik und 5 Wochen an einem akademischen Lehrkrankenhaus statt. Dadurch erhalten die StudentenInnen im Gegensatz zu der bisherigen Ausbildung die Möglichkeit, schon während des Studiums eigene Patienten mitzubetreuen und vor allem Krankheitsverläufe zu beobachten.

Jeder StudentIn soll zusammen mit einem KommilitonenIn während eines Stationseinsatzes eine reflektierte Kasuistik von einem Patienten pro Station unter Supervision eines Dozenten erstellen. D.h. er/sie erarbeitet eine Art erweiterten Arztbrief und reflektiert, inwieweit der Behandlungsauftrag des Patienten und die Maßnahmen des medizinischen Systems aufeinander abgestimmt waren. Neben dem Lernen von medizinischen Inhalten soll der StudentIn in die organisatorischen Prozesse miteinbezogen werden. Dabei werden jeweils 2 StudentenInnen pro Station und 8 StudentenInnen pro Supervisionsgruppe eingeteilt.

Die Studenten haben die Möglichkeit, auf mehreren Stationen Patienten mitzubetreuen und ihre Fälle im Kreis der Stationsärzte vorzustellen und diskutieren.

Die Stationen werden zugeteilt, aber darüber hinaus sind Sie herzlich eingeladen, die verschiedenen endokrinologischen Stationen (Morawitz und Naunyn) zu besuchen. (Bitte in Rückspache mit dem Stationspersonal).