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Ernährungsratschläge: Marcumar

Für Patienten unter Behandlung mit gerinnungshemmenden Substanzen

Liebe Patientin, lieber Patient,

Sie werden zur Hemmung der Blutgerinnung mit dem Medikament Marcumar behandelt. Über den Grund dieser Behandlung und die voraussichtliche Dauer hat Sie Ihr Arzt aufgeklärt. Da das natürliche Gegenmittel von Marcumar das Vitamin K ist, hängt auch vom Ernährungsverhalten der tägliche Bedarf an Marcumar ab.

Vitamin K-haltige Speisen

Eine Frage wird uns häufig gestellt: Muß die Einnahme von Vitamin K-haltigen Speisen gemieden werden ?: Nein !

Es ist nicht notwendig, daß die unter Marcumar stehenden Patienten alle Vitamin-K-haltigen Speisen ängstlich meiden. Zweckmäßig ist eine normale Mischkost in nicht zu großen Mengen und ohne extreme Bevorzugung oder Vernachlässigung bestimmter Speisen. Wir raten davon ab, ohne ärztliches Anraten eigenmächtig sogenannte Obsttage o.ä. einzulegen. Wir empfehlen Vitamin-K-haltigen Nahrungsmittel nicht im Übermaß zugenießen. Gleiches gilt für alkoholische Getränke, zusätzlich warnen wir vor allzu fettreichen Mahlzeiten.

Medikamente

Auch zahlreiche Medikamente ändern die Blutgerinnung und damit die regelmäßig zu bestimmenden Quickwerte: Daher warnen wir davor, zusätzliche Arzneimittel zu Marcumar ohne ausdrückliche Billigung des behandelnden Arztes einzunehmen; dies gilt auch für Schmerzmittel, Schlafmittel, Abführmittel, "Grippemittel" u. ä. Wichtig sind für die unter Marcumar stehenden Patienten eine möglichst gleichmäßige Lebensführung und die Vermeidung körperlicher und Seelischer Streß-Situationen.

Grundsätze

Beachten Sie bitte folgende Grundsätze:

  1. Gewissenhafte Einnahme der verordneten täglichen Dosis
  2. Einhalten einer Diät: Keine Kohlsorten (Rotkohl, Grünkohl, WeiBkohl, Wirsing, Sauerkraut) , keine grünen Gemüse (Spinat, grüner Paprika) und keine zu fetthaltigen Speisen im Ubermaß. Vorsicht bei Alkohol!!
  3. Keine Medikamente, auch wenn sie nicht rezeptpflichtig sind (z.B. Togal, Aspirin, Kopfschmerztabletten, Schmerz mittel) .
  4. Bei längeren fieberhaften Erkrankungen muß der Arzt benachrichtigt werden, der den Quick-Wert kontrolliert, ebenso bei längerer Bettruhe.
  5. Jedem Arzt und Zahnarzt zu Beginn der Behandlung den Gerinnungsausweis vorlegen.