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AKTUELLE PRESSE UND VERANSTALTUNGEN DER KLINIK

Postdoc Start-up Grant des DZHK - Exzellenzprogramms

Vorhofflimmern ist die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung und betrifft ca. 2 % der europäischen Bevölkerung.

In ihrem aktuellen Forschungsprojekt möchten unser Assistenzarzt Dr. Felix Wiedmann (Arbeitsgruppe PD Dr. C. Schmidt) und seine Kollegen die molekularen Prozesse, die zur Entstehung von Vorhofflimmern führen, besser verstehen und herausfinden, weshalb die Herzmuskelzellen der Vorkammern plötzlich veränderte elektrische Eigenschaften aufweisen und wie strukturelle Umbauprozesse im Vorhofgewebe zu Entstehung und Aufrechterhaltung von Vorhofflimmern beitragen.

Das bessere Verständnis dieser molekularen Mechanismen soll dabei helfen, Zielstrukturen für die Entwicklung neuer Therapieansätze zu identifizieren.

Zur Fortführung seiner Forschungsarbeiten auf diesem spannenden Themengebiet wird Herr Dr. Wiedmann nun durch den Postdoc Start-up Grant des DZHK Exzellenzprogramms unterstützt.

Wir gratulieren Dr. Wiedmann nochmals herzlichst und wünschen den Kollegen für Ihre weitere Forschung viel Erfolg!

Veröffentlicht am 13.08.2019


Winterstein-Preis für den Heidelberger Herzforscher Dr. Timon Seeger

Molekulare Mechanismen bei Patienten mit genetisch bedingter Herzmuskelerkrankung nachgewiesen / Stressantwort der Zelle könnte Ansatz für neue Behandlungswege sein

Der Kardiologe Dr. Timon Seeger von der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Pneumologie am Universitätsklinikum Heidelberg hat Mechanismen einer Genmutation identifiziert, die zu Fehlregulationen in Herzmuskelzellen und damit zu der genetisch bedingten Hypertrophen Kardiomyopathie (HCM) führen kann. Die Erkenntnisse des Heidelberger Forschers wurden nun mit dem renommierten, mit 5.000 Euro dotierten Wilhelm P. Winterstein-Preis der Deutschen Herzstiftung ausgezeichnet.

Aus Blut- oder Hautzellen der Patienten verwandeln sich im Labor Herzmuskelzellen

Dr. Timon Seeger und Mitarbeitende machen sich bei ihrer Grundlagenforschung ein Verfahren zunutze, das es ermöglicht, aus den Körperzellen eines erwachsenen Menschen – wie beispielsweise Blut- oder Hautzellen – sogenannte induzierte pluripotente Stammzellen (iPSCs) zu erzeugen. Diese lassen sich im Labor in alle Zellarten differenzieren, also auch in Herzmuskelzellen. „Auf diese Weise kann man auf die für den Patienten belastende Entnahme von Herzmuskelzellen verzichten“, so Dr. Timon Seeger. Die so erzeugten Zellmodelle mit Genmutation werden mit Herzmuskelzellen ohne die Mutation verglichen, um beispielsweise Zellgröße und -struktur, Kontraktionsstärke, elektrophysiologische Eigenschaften und ihre Reaktion auf Stressoren untersuchen.

Was ist das Ziel der Heidelberger Forscher?

Ziel der Forschungsarbeit von Timon Seeger ist es, die zugrundeliegenden molekularen Mechanismen des Krankheitsverlaufs der HCM zu untersuchen. Dafür haben die Forscher ein zweites innovatives Verfahren eingesetzt: die Technik des Genom-Editierens auf Basis der sogenannten „Genschere“ CRISPR/Cas9. Mit Hilfe von CRISPR/Cas9, einem ursprünglich aus Bakterien stammenden System zur Abwehr von Virus-Infektionen, ist es möglich, Gene an jeder beliebigen Stelle des Erbguts zu schneiden. „Wir haben uns diesen Mechanismus zunutze gemacht und im Labor die Mutation in den pluripotenten Stammzellen von Patienten gezielt korrigiert. Nachfolgend wurden diese Zellen in Herzmuskelzellen differenziert“, sagt Dr. Timon Seeger. „So können Zellen mit und ohne Mutation im MYBPC3-Gen miteinander verglichen werden, um spezifisch für den einzelnen Patienten herauszufinden, inwiefern die Erbgutveränderung die Ausbildung der Erkrankung beeinflusst.“

„Derartige personalisierte patientenspezifische Therapieansätze zur gezielten Bekämpfung der lebensbedrohlichen HCM sind dringend notwendig. Die Erkenntnisse der prämierten Studie sind eine vielversprechende Basis für die Entwicklung von Behandlungsstrategien bei HCM“, erklärt der Herzspezialist Prof. Dr. med. Dietrich Andresen, und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung.

Zellen unter Stress

Die Kombination aus Stammzelltherapie und „Gen-Schere“ brachte für die Forscher überraschende Ergebnisse: So führt die Mutation nicht etwa dazu, dass am Anfang der Erkrankung von einem für den Muskelaufbau lebenswichtigen Eiweiß zu wenig vorliegt, was aufgrund bisheriger Daten bislang die gängige Auffassung war. „Der Proteingehalt war in den mutierten Zellen genauso hoch wie in den gesunden“, sagt Dr. Timon Seeger. „Da jedes Gen im Zellkern in zweifacher Kopie vorliegt, wird die gesunde Kopie anscheinend vermehrt abgelesen, während die defekte, verkürzte Variante abgebaut wird.“ Die Folge ist eine molekulare Stressantwort der Herzmuskelzellen, die über noch nicht bekannte Reaktionsschritte zu den typischen Symptomen einer Hypertrophen Kardiomyopathie führt. „Wir freuen uns über die Würdigung dieses innovativen Forschungsansatzes, der einen Blick an den Beginn der Krankheit ermöglicht. Auf diese Weise können wir neue Therapiekonzepte entwickeln, die beispielsweise in die Stressantwort der Zelle eingreifen“, sagt Prof. Dr. Hugo Katus, Ärztlicher Direktor der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Pneumologie.

Was ist eine Hypertrophe Kardiomyopathie?

Kardiomyopathien sind die Hauptursache von schwerwiegenden Herzerkrankungen und erhöhen das Risiko für Herzinsuffizienz (Herzschwäche) und bösartige Herzrhythmusstörungen bis hin zum plötzlichen Herztod. Die Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) ist die häufigste genetisch bedingte Herzerkrankung mit circa 160.000 HCM-Patienten in Deutschland. Bei der HCM verdickt sich der Herzmuskel, was aufgrund von Umbau- und Wachstumsprozessen im Muskelgewebe Herzrhythmusstörungen begünstigt und die Herzfunktion beeinträchtigt.

Über den Wilhelm P. Winterstein-Preis

Der Wilhelm P. Winterstein-Preis wird alljährlich für eine wissenschaftlich herausragende Arbeit auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bevorzugt aus einem patientennahen Forschungsbereich, vergeben. 2019 hat die Stifterin Ursula Winterstein den Preis ihres 2018 verstorbenen Ehemannes für zwei ausgezeichnete Forschungsprojekte vergeben. Neben Dr. Timon Seeger wurden Dr. Marc D. Lemoine und Maksymilian Prondzynski vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) mit diesem Wissenschaftspreis ausgezeichnet.

Die Deutsche Herzstiftung

Die Deutsche Herzstiftung e. V., 1979 gegründet, ist mit über 100.000 Mitgliedern die größte Patientenorganisation im Bereich der Herz- und Kreislauferkrankungen im deutschsprachigen Raum. Zu ihren Hauptaufgaben gehört es, Patienten in unabhängiger Weise über Möglichkeiten der Diagnose, Behandlung und Prävention sowie aktuelle Entwicklungen der Herz-Kreislauf-Medizin aufzuklären. Ebenso ist die Förderung der patientennahen Herz-Kreislauf-Forschung in Verbindung mit der von der Herzstiftung 1988 gegründeten Deutschen Stiftung für Herzforschung eine der Kernaufgaben der Patientenorganisation. www.herzstiftung.de

Literatur

* Seeger T. et al., Circulation. 2019; 139: 799-811. A premature termination Codon mutation in MYBPC3 Causes Hypertrophic Cardiomyopathy via Chronic Activation of Nonsense-Mediated Decay.

Veröffentlicht am 05.08.2019 (am 01.08.2019 im Newsroom UKHD)


Verstärkter „funny“ Strom führt zu Herzmuskelschwäche und Arrhythmien

Der depolarisierende „funny“ Strom, der wichtig für die Taktgeberfunktion im Herzen ist, wird in schwachen (insuffizienten) und durch einen Infarkt geschädigten Herzen verstärkt produziert (überexprimiert). Bislang war jedoch unklar ob und wie sich diese Überexpression auf den Herzmuskel auswirkt. In der am Dienstag veröffentlichten Publikation unserer Kollegen um PD Dr. Patrick Schweizer konnte mit Hilfe eines transgenen Mausmodells erstmals gezeigt werden, dass überhöhte „funny“ Ströme, wie sie im Rahmen der Herzmuskelschwäche vorkommen, das zelluläre Calcium Gleichgewicht empfindlich stören. Dies führt zum Zelltod von Herzmuskelzellen und zu strukturellen Veränderungen der Herzen, was eine Verschlechterung der Pumpleistung nach sich zieht. Außerdem werden durch die gestörten Ionenströme Herzrhythmusstörungen begünstigt. Diese negativen Auswirkungen des überhöhten „funny“ Stroms können durch eine medikamentöse Blockierung der verantwortlichen Ionenkanäle vermieden werden.

Die neuen Erkenntnisse stellen eine erfolgreiche zukünftige Behandlung über den beschriebenen Mechanismus in Aussicht.

Unter dem folgenden Link finden Sie die vollständige Publikation: https://www.nature.com/articles/s41467-019-11261-2

Autoren: Pessah Yampolsky, Michael Koenen, Matias Mosqueira, Pascal Geschwill, Sebastian Nauck, Monika Witzenberger, Claudia Seyler, Thomas Fink, Mathieu Kruska, Claus Bruehl, Alexander P. Schwoerer, Heimo Ehmke, Rainer H. A. Fink, Andreas Draguhn, Dierk Thomas, Hugo A. Katus, Patrick A. Schweizer

Veröffentlicht am 25.07.2019


Dem Obesity Paradoxon auf der Spur - Rotationsförderung des DZHK

In diesem Jahr erhält unser Assistenzarzt, Dr. med. Markus Heckmann, eine der begehrten Rotationsförderungen des Deutschen Zentrums für Herzkreislauferkrankungen (DZHK) für die Forschung hinsichtlich dem sogenannten Obesity Paradoxon.

Fettleibigkeit konnte in großen epidemiologischen Studien mit einem erhöhten Risiko an Tumorerkrankungen in Verbindung gebracht werden. Gleichzeitig haben Patienten mit Übergewicht, die an Krebserkrankungen leiden, eine bessere Überlebenschance.

Mit Hilfe von Fördergeldern des Deutsches Zentrums für Herz- und Herzkreislauferkrankungen (DZHK) möchte Dr. Markus Heckmann aus der Arbeitsgruppe Kardioonkologie (Leitung: Dr. Lorenz Lehmann) diesem sogenannten Fettleibigkeitsparadoxon (engl. obesity paradox) nachgehen und die Wechselwirkung zwischen dem Stoffwechsel im Herzen und Krebserkrankungen untersuchen.
 
Herzlichen Glückwunsch nochmals an dieser Stelle und viel Erfolg bei der weiteren Forschung!

Veröffentlicht am 25.07.2019


Echo Compact 2019

Am 2. November 2019 in der Medizinischen Klinik Heidelberg - Die Echokardiographie in der einrichtungsübergreifenden elektronischen Patientenakte (ePA)

Die Echokardiographie stellt nach wie vor einen elementaren Grundpfeiler der kardiologischen Diagnostik dar und ist die am häufigsten eingesetzte Methode zur nichtinvasiven kardialen Bildgebung. Seit über 10 Jahren bieten unsere Funktionsoberarzt Dr. Derliz Mereles und sein Team intensive Weiterbildungen in diesem elementaren Bereich an.

Im theoretischen Teil unseres Echokardiographie-Kurses wird auf die Grundlagen der Methode eingegangen. Im darauffolgenden praktischen Teil können die theoretischen Kenntnisse direkt an den neuesten Echo-Geräten in der Praxis angewandt werden. Auch die Einzelheiten, die zu einem qualitativ hochwertigen Befund beitragen werden im Nachgang ausführlich erläutert.

Auch werden wir bei unserem Echo-Workshop 2019 darauf eingehen, wie aus einer qualitativen Echo-Untersuchung (die zum Teil bis zu 100 Bilder und Videosequenzen umfassen kann) jene Bilder und Sequenzen ausgewählt werden, die für die Diagnose informativ sind und die im Anschluss in die elektronische Patientenakte übertragen werden sollen.

Wir würden uns sehr freuen, Sie zu unserer Veranstaltung in Heidelberg begrüßen zu dürfen.

Das ausführliche Programm sowie die Anmeldung zur Veranstaltung finden sie hier:

Programm

Anmeldeformular

Veröffentlicht am 04.07.2019


Palm-Preis der Deutschen Herzstiftung

Dr. Moritz Biener erhält Auszeichnung für seine herausragende wissenschaftliche Arbeit aus dem Gebiet der Prävention und Rehabilitation von Herz- und Kreislauferkrankungen

Das Foto zeigt die Preisträger sowie Laudatoren von links nach rechts Dr. med. Manju Guha (DGPR), Dr. Sportwiss. Thomas Schmidt, M.Sc. Seryan Atasoy, PD Dr. med. Jelena Kornej, Dr. med. Moritz Biener, Prof. Dr. med. Dietrich Andresen (Deutsche Herzstiftung). Foto: Peter Ritter (DGPR)

Am 14. Juni wurde anlässlich der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen zusammen mit der Deutschen Herzstiftung in Berlin der Wissenschaftspreis der Kurt und Erika Palm-Stiftung vergeben. Ausgezeichnet werden hier herausragende wissenschaftliche Arbeiten aus dem Gebiet der Prävention und Rehabilitation von Herz- und Kreislauferkrankungen.

Unser Assistenzarzt Dr. Moritz Biener konnte mit seiner Arbeit „Risk prediction in stable cardiovascular disease using a high-sensitivity cardiac troponin T single biomarker strategy compared to the ESC-SCORE“ überzeugen und sicherte sich den dritten Platz.

In dieser Studie untersuchte Dr. Biener zusammen mit Wissenschaftlern aus Heidelberg und Bad Krozingen die prognostische Aussagekraft von hochsensitivem Troponin T bei Patienten mit stabilen Herz-Kreislauferkrankungen. Hierbei konnte die Arbeitsgruppe zeigen, dass hochsensitives Troponin T in der Vorhersage von kardiovaskulären Endpunkten wie Tod, Herzinfarkt und Schlaganfall einem klinischen Risikoscore (ESC-SCORE) überlegen ist. Da hochsensitives Troponin T breit verfügbar und einfach zu bestimmen ist, erleichtert diese Erkenntnis die Risikostratifikation von Patienten mit stabilen kardiovaskulären Erkrankungen im klinischen Alltag.

Wir gratulieren herzlichst und freuen uns darauf, über die weitere Forschung zu berichten.

Link zur Pressemitteilung der Deutschen Herzstiftung: https://www.herzstiftung.de/pressemeldungen

Veröffentlicht am 28.06.2019


Aktuelles aus unserer Echokardiographie

Die Echokardiographie ist die wichtigste nichtinvasive bildgebende Diagnosemethode in der Kardiologie. Unsere Klinik bietet hierfür ein umfassendes Spektrum an, welches TTE, TEE und 3D-Untersuchungen, Stress-Echokardiographien sowie Untersuchungen des myokardialen Strains beinhaltet.

Das routinierte und erfahrene Echo-Team unter der Leitung von Dr. Mereles führte im Jahr 2018 mehr als 26.000 Untersuchungen durch, darunter ca. 1.800 TEE Untersuchungen (inkl. 3D Untersuchungen z.B. der Mitralklappe, ASD oder Tumoren), etwa 2.300 Stress-Echokardiographien sowie etwa 1.100 Untersuchungen des myokardialen Strains.

Diese beachtlichen Zahlen untermauern diese Methode als Grundpfeiler der kardiologischen Diagnostik.

Wir danken dem gesamten Echo-Team für ihren geschätzten Einsatz!

Veröffentlicht am 29.06.2019


W1-Juniorprofessur “Artificial Intelligence in Cardiovascular Medicine“

Vorstellungsvortrag im Rahmen des Berufungsverfahrens am 12.07.2019 um 14.00 Uhr

Herzlichst wollen wir Sie zum wissenschaftlichen Vortrag anlässlich der Besetzung der W1-Juniorprofessur für Künstliche Intelligenz in der kardiovaskulären Medizin in den großen Hörsaal der Kopfklinik (Im Neuenheimer Feld 400, Heidelberg) einladen.

Die Künstliche Intelligenz (KI) ist aus der Medizin von Morgen nicht mehr wegzudenken. Um dieses zukunftsorientierte Gebiet weiter zu stärken, wurde an der Universität Heidelberg die neu geschaffene W1-Professur für Künstliche Intelligenz in der kardiovaskulären Medizin eingerichtet. Ziel ist es, innovative Methoden der KI zu entwickeln und ihre Anwendungsmöglichkeiten zu erforschen.

Der Vorstellungsvortrag am 12.07.2019 wird sich dem Thema „Die Rolle der Künstlichen Intelligenz in der Kardiovaskulären Medizin" widmen.

Wir freuen uns auf Sie!

Veröffentlicht am 24.06.2019


Ausdauersport hilft bei der Regeneration von Herzmuskelzellen

Dr. Carolin Lerchenmüller erhält den Präventionspreis der DGIM

Feierliche Preisübergabe an Dr. med. Carolin Lerchenmüller auf dem 125. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. © DGIM / Sven Bratulic

Sind Säugetierherzen erst einmal ausgewachsen, können sie kaum noch neue Herzmuskelzellen bilden. Schäden am Herzmuskel, bspw. nach einem Herzinfarkt, gelten daher als irreversibel und sind für die Entstehung vieler Herzerkrankungen verantwortlich. 
Dass Sport gut fürs Herz ist, ist allgemein bekannt - die unterliegenden Mechanismen sind allerdings noch unzureichend aufgeklärt. 
Unserer Assistenzärzten  Dr. Carolin Lerchenmüller und ihrem Team ist es in aufwendigen Versuchsreihen erstmals gelungen zu zeigen, dass Ausdauersport dabei hilft, Herzmuskelzellen neu zu bilden. Am Ende einer achtwöchigen Versuchsreihe mit Mäusen hatten die „trainierten“ Tiere mehr als viermal so viele neue Herzmuskelzellen wie die untrainierten Tiere gebildet. Lerchenmüller und ihr Team konnten dieser Befund auch bei Tieren bestätigen, die vor der Trainingsphase einen Herzinfarkt hatten.
Die Forschungsergebnisse machen die große Bedeutung des Sports für die Primär- und Sekundärprävention von Herzerkrankungen deutlich. Nicht nur zur Vorbeugung in gesunden Herzen hilft Sport, auch zur Regeneration des Herzmuskels nach einer Schädigung kann er beitragen.

Frau Dr. Lerchenmüller erhielt auf dem diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) für diese Arbeit den Präventionspreis.
Wir gratulieren nochmals herzlichst und freuen uns darauf, über die weitere Forschung zu berichten.

Linkt zur Pressemitteilung der DGIM: https://bit.ly/2wYZnO5
Link zum Interview des MDR: https://www.mdr.de/mediathek/infothek/audio-1082646.html

Veröffentlicht am 19.06.2019


Förderung der Else Kröner Fresenius Stiftung

Ein Schwerpunkt der Else Kröner-Fresenius-Stiftung ist die Förderung junger forschungsbegeisterter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf ihrem Weg zur wissenschaftlichen Selbstständigkeit.

In diesem Jahr konnte unsere Nachwuchswissenschaftlerin, Dr. med. Carolin Lerchenmüller, eine begehrte Förderung der Else-Kröner-Fresenius-Stiftung für sich entscheiden. Über die nächsten drei Jahre wird Ihr Labor durch die Stiftung bei der Untersuchung der Rolle Sport-induzierter Mechanismen auf die Herzalterung unterstützt.

Wir gratulieren Dr. Lerchenmüller nochmals herzlichst und wünschen viel Erfolg bei der weiteren Forschung!

Veröffentlicht am 22.05.2019


9. Heidelberger Angiologietag am 28. März 2020


Wir freuen uns sehr, Sie im nächstes Jahr zu unserem 9. Heidelberger Angiologietag in die Medizinische Klinik Heidelberg einladen zu dürfen.

 

Neben den Neuerungen in Leitlinien und Empfehlungen unserer Fachgesellschaften wird traditionell auch die interventionelle Therapie arterieller und venöser Erkrankungen im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen.

 

Auch dürfen Sie sich wieder auf Live-Übertragungen aus dem Katheterlabor freuen, die ein fester Bestandteil unserer Veranstaltung sind.

 

Das ausführliche Programm zur Veranstaltung finden Sie hier: https://www.angiologietag.de/

 

Veröffentlicht am 18.04.2019


Young Investigator Award Gewinner 2019

Auf dem diesjährigen Kongress der European Heart Rhythm Association (EHRA) in Lissabon wurde unser Assistenzarzt, Dr. Felix Wiedmann (Arbeitsgruppe PD Dr. Constanze Schmidt), mit dem Young Investigator Award in der Kategorie Basic & Translational Science ausgezeichnet.

In seinem Vortrag mit dem Titel ‘Pharmacological inhibition of atrial TASK-1 channelsfacilitates acute cardioversion of atrial fibrillation in a large animal model’ konnte er zeigen, dass eine medikamentöse Unterdrückung des nur in den Vorkammern des Herzens exprimierten TASK-1 Ionenkanals zur pharmakologischen Kardioversion von Vorhofflimmern genutzt werden kann.

Herzlichen Glückwunsch nochmals an dieser Stelle und viel Erfolg bei der weiteren Forschung!

Veröffentlicht am 02.04.2019


Erfolgreich bei den Deutschen Kardiodiagnostik-Tagen

Foto: v.l.n.r. Prof. Dr. Jeanette Schulz-Menger, Deborah Siry und Prof. Dr. med. Jörg Barkhausen bei der Preisübergabe


Unter dem Fokus „Bildgebung zur Diagnostik, Prognose und Therapieplanung kardiovaskulärer Erkrankungen“ fanden vom 21. – 23. Februar 2019 die 11. Deutschen Kardiodiagnostik-Tage in Leipzig statt. Im Rahmen des wissenschaftlichen Programms wurden hier auch vier Arbeiten unserer Klinik vorgestellt und diskutiert.


Sowohl das Projekt unserer Gastärztin, Noura Atia, zur kardialen Magnetresonanztomographie bei Patienten unter Carfilzomib-Therapie, das von unserer Doktorandin Deborah Siry präsentiert wurde, als auch das Kooperationsprojekt unserer Klinik mit dem Radiologischen Zentrum Heidelberg von Dr. Florian André wurden hier mit einem Preis als „Bestes Abstract“ ausgezeichnet.

Herzlichen Glückwunsch nochmals an dieser Stelle!

Veröffentlicht am 14.03.2019


Ausschusswahlen der Landesärztekammer

Die Vertreterversammlung der Landesärztekammer Baden-Württemberg hat am 23. Februar 2019 die Mitglieder der einzelnen Ausschüsse gewählt.

Wir gratulieren unserem Oberarzt, PD Dr. med. Michael Preusch, der gleich in zwei Ausschüssen die Ärzteschaft Baden-Württembergs vertreten darf.

Sowohl im Ausschuss „Notfallmedizin“ als auch im Ausschuss „Medizinische Ausbildung, Hochschule“ vertritt PD Dr. Michael Preusch auch weiterhin die Belange der ärztlichen Kolleginnen und Kollegen sowie der Studierenden.

 

Wir gratulieren PD Dr. Preusch an dieser Stelle nochmals recht herzlich und danken dem Kollegen für das kontinuierliche außerklinische Engagement!

Veröffentlicht am 05.03.2019


Exzellent in Forschung und Therapie: Heidelberger Kardiologe ausgezeichnet

Wissenschaftler am Universitätsklinikum Heidelberg erforscht die Entstehung von Herzschwäche | Exzellenzstipendium der Else Kröner-Fresenius-Stiftung in Höhe von 260.000 Euro für Professor Benjamin Meder

Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung zeichnet Prof. Dr. Benjamin Meder, stellvertretender Ärztlicher Direktor der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Pneumologie am Universitätsklinikum Heidelberg, mit einem Exzellenzstipendium aus. Das Stipendium ist über zwei Jahre angelegt und fördert Ärzte, die in verantwortlicher Funktion klinisch arbeiten und herausragende Forschungsleistungen vorweisen können.

Als Forscher untersucht Meder den Einfluss von Genen auf die Entstehung von Kardiomyopathien. Bei diesen Erkrankungen ist die Leistungsfähigkeit des Herzens gestört und die Patienten vom plötzlichen Herztod bedroht. In Deutschland leiden etwa 350.000 Menschen an einer solchen Kardiomyopathie. Bei jungen Erwachsenen ist die Diagnose der häufigste Grund für eine Herztransplantation. Dabei sind die Ursachen für das Auftreten der Krankheit nach wie vor wenig verstanden, was eine nachhaltige Behandlung erschwert.

Ein besonderes Augenmerk legt der Wissenschaftler auf Änderungen der Genaktivität, die nicht nur auf Mutationen zurückzuführen sind. Solche Änderungen können durch äußere Umwelteinflüsse wie Chemikalien oder Stress verursacht werden. Man spricht daher auch von epigenetischen Einflüssen. „Wir glauben, dass die Veränderung der Genaktivität durch äußere Einflüsse eine große Rolle spielt“, sagt Meder. „Wenn wir die epigenetischen Abläufe in den Herzzellen besser verstehen, können wir zukünftig zuverlässiger diagnostizieren und besser abschätzen, welche Therapie einem Patienten hilft.“

In seiner Arbeit setzt Meder auf ein breites Methodenspektrum mit dem Ziel, charakteristische molekulare Merkmale der DCM zu finden. „Wir kombinieren systembiologische Ansätze mit Methoden der künstlichen Intelligenz. So können wir auch komplexe Erkrankungen grundlegend erforschen und neue individuelle Behandlungsansätze entwickeln“, sagt Meder.

Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) 

Die gemeinnützige Else Kröner-Fresenius-Stiftung widmet sich der Förderung medizinischer Forschung und unterstützt medizinisch-humanitäre Projekte. Die Stiftung wurde im Jahr 1983 von der Unternehmerin Else Kröner gegründet und zu ihrer Alleinerbin eingesetzt. Die EKFS bezieht nahezu alle ihre Einkünfte aus Dividenden des Gesundheitskonzerns Fresenius, dessen größte Aktionärin sie ist. Bis heute hat sie rund 1660 Projekte gefördert. Mit einem jährlichen Gesamtfördervolumen von aktuell über 50 Millionen Euro ist sie die größte Medizin fördernde Stiftung Deutschlands. www.ekfs.de.


Heidelberger Ambulanz für Kardio-Onkologie betreut ihren 1000sten Patienten

11.10.2018

Moderne Behandlungsverfahren können Tumore in vielen Fällen effektiv bekämpfen. Im Rahmen unerwünschter Nebenwirkungen schädigen sie aber zum Teil die Herzmuskelzellen (Kardiotoxizität). In der Folge können sich kardiovaskuläre Probleme wie Herzinsuffizienz, Thrombosen oder Lungenembolien entwickeln. 

Neuere Daten weisen darauf hin, dass nicht nur die Tumortherapien, sondern auch die Erkrankungen selbst negative Auswirkungen auf die Herzfunktion haben können. 

Seit 2016 kümmert sich in der Kardio-Onkologischen Ambulanz unser engagiertes Team um eine sorgfältige kardiologische Begleitung der Patienten, vor, während oder nach einer Krebsdiagnose und potenziell kardiotoxischen systemischen Therapie. Die Kardio-Onkologie trägt damit zum bestmöglichen Ergebnis bei und hilft individuelle Behandlungskonzepte für unsere Patienten festzulegen. 

Neben der klinischen Betreuung von Patienten besteht ein wesentlicher Fokus in der wissenschaftlichen Untersuchung von Interaktionen zwischen Krebserkrankung und Herzerkrankung sowie den Folgen der Therapie. Dies wird sowohl in klinischen als auch in grundlagenwissenschaftlichen Projekten unserer Klinik untersucht. In der Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) wurde daher durch Dr. Lorenz Lehmann, Oberarzt und Leiter der Heidelberger Kardio-Onkologie, gemeinsam mit anderen Standorten eine Arbeitsgruppe zum Thema gegründet.

Wir freuen uns sehr, dass unsere Kardio-Onkologische Ambulanz für viele Patienten zwischenzeitlich zu einer festen Anlaufstelle geworden ist, einen steten Zuwachs an Nachfragen erfährt und wir im Sommer 2018 den 1000ste Patient in unserer Kardio-Onkologischen Ambulanz behandeln konnten.


Amyloidose-Zentrum am Universitätsklinikum Heidelberg feierte zehnjähriges Bestehen

16.10.2018

Am 5. und 6. Oktober 2018 feierte unser Amyloidose-Zentrum mit einem zweitägigen internationalen Symposium, gefolgt von einem Patiententag am 07. Oktober 2018, das zehnjährige Bestehen.

Ärztinnen und Ärzte aus unterschiedlichen Fachgebieten des Universitätsklinikums Heidelberg haben sich vor zehn Jahren zusammengeschlossen, um gemeinsam die Diagnostik und Behandlung der verschiedenen Amyloidos...e-Formen zu optimieren.

Bei mehr als der Hälfte der Patienten tritt im Rahmen einer Amyloidose eine Herzbeteiligung auf, die die Prognose wesentlich mit beeinflusst. Wir freuen uns sehr, Teil dieser interdisziplinären Zusammenarbeit zu sein und unsere Patienten gemeinsam mit den Kollegen der anderen Fachgebiete individuell zu betreuen.


Heisenberg-Professur für Prof. Dr. Florian Leuschner an der Universität Heidelberg

Prof. Dr. Florian Leuschner aus der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Pneumologie des Universitätsklinikums Heidelberg erhält die renommierte Heisenberg-Professur / Zweite Heisenberg-Position für die Medizinische Fakultät Heidelberg

Besondere Auszeichnung für einen exzellenten Mediziner: Prof. Dr. Florian Leuschner hat die neu eingerichtete "Heisenberg-Professur für Immunkardiologie" (W3) an der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg angetreten. Die Arbeitsgruppe von Prof. Florian Leuschner beschäftigt sich mit der Immunantwort nach einem Herzinfarkt und möchte neue Therapieansätze zur Vermeidung und Behandlung von Herzschwäche entwickeln.

Forschungsschwerpunkt: bessere Heilungsreaktionen nach einem Herzinfarkt

"Unser besonderes Augenmerk liegt hierbei auf den Entzündungszellen, die nach einer Schädigung in das Herz einwandern", sagt Florian Leuschner. Die Aktivierung der Entzündungszellen nach einem Herzinfarkt ist wichtig für eine Heilungsreaktion. Eine übermäßige Einwanderung ins Herz oder verstärkte entzündungsfördernde Aktivierungen der weißen Blutkörperchen wirken sich jedoch negativ aus und können zur Entwicklung einer Herzinsuffizienz (Herzschwäche) führen. "Ein besseres Verständnis der Kommunikation und Dynamik der unterschiedlichen beteiligten Zelltypen kann dabei helfen, neue Therapieverfahren zu entwickeln, die eine optimale Heilungsreaktion ermöglichen und die Pumpfunktion des Herzens stabilisieren", so Leuschner.

Florian Leuschner studierte Humanmedizin in Ulm und absolvierte im Rahmen seiner Dissertation einen Forschungsaufenthalt an der Johns Hopkins Universität in Baltimore, USA. Seine Facharztausbildung für Innere Medizin und Kardiologie begann er 2005 unter Leitung von Prof. Dr. Hugo Katus in der Universitätsklinik Heidelberg. Im Zeitraum von 2009 bis 2012 war er Postdoktorand an der Harvard Medical School in Boston. Seit seiner Rückkehr aus den USA leitet er eine eigene wissenschaftliche Arbeitsgruppe und ist als Oberarzt in der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Pneumologie tätig. Dort leitet er den Bereich der kathetergestützen Aortenklappenimplantationen (TAVI) sowie das Karditis-Team, das Patienten mit Entzündungen am Herzen betreut.

Über das Heisenberg-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Prof. Florian Leuschner erhält die derzeit einzige Heisenberg-Professur an der Medizinischen Fakultät Heidelberg und die zweite Heisenberg-Position, die für die Medizinische Fakultät in Heidelberg bewilligt wurde.

Die Heisenberg-Professur der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gehört zu den höchstdotierten Instrumenten der Drittmittelförderung für promovierte Wissenschaftler in Deutschland. Das Programm richtet sich an herausragende junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, die auf Leitungspositionen vorbereitet werden sollen. Für die Hochschulen bedeutet eine Heisenberg-Professur neue Möglichkeiten der wissenschaftlichen Profilbildung, da die Inhaber der Professur an ihrer Hochschule dauerhaft ein neues Forschungsgebiet etablieren können.

Veröffentlicht am 11.10.2018