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Onkologie

Ein zweiter Schwerpunkt unserer Abteilung ist die Diagnose und Behandlung von Patienten mit bösartigen soliden Tumoren. Dies findet in enger Zusammenarbeit mit dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) statt. Die Betreuung von Patienten mit CUP-Syndrom und mit Tumoren des Bindegewebes (Weichteilsarkome) und des Knochens (Osteosarkom und Ewing-Sarkom) findet überwiegend in unserer Abteilung statt.

In Zusammenarbeit mit dem NCT werden Patienten mit fortgeschrittenem Hodentumore in unserer Abteilung mit intensiver Chemotherapie und Blutstammzelltransplantation behandelt. Patienten mit anderen bösartigen Tumoren werden vorrangig im NCT selbst behandelt.

Sarkome

In der Medizinischen Klinik 5 werden seit über 15 Jahren Patienten mit Knochen- und Weichteilsarkomen in enger Kooperation mit den Kollegen der Chirurgischen Universitätsklinik, der Orthopädischen Universitätsklinik und der Universitätsstrahlenklinik behandelt. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit wurde im Lauf der Jahre um Kooperationen mit dem Institut für Pathologie der Universität Heidelberg, dem Nationalen Zentrum für Tumorerkrankungen (NCT), der Abteilung diagnostische Radiologie des Deutschen Krebsforschungszentrums und der Abteilung für plastische Chirurgie der BG Klinik Ludwigshafen erweitert. Unter Koordination der Medizinischen Klinik 5 (Prof. Dr. G. Egerer) erfolgte im Jahr 2013 die Gründung des Sarkomzentrums Heidelberg.

Als koordinierende Abteilung des Sarkomzentrums befasst sich die Medizinischen Klinik V wissenschaftlich mit der Verbesserung der Diagnostik und der medikamentösen Therapie von Sarkomerkrankungen. Unsere Patienten werden im Rahmen von nationalen und internationalen Studien behandelt, daneben verfolgen wir eigene Studienkonzepte. Klinisch stellen wir den primären Ansprechpartner für die meisten ambulanten Patienten dar, und führen ambulante sowie stationäre Chemotherapien, inclusive Hochdosistherapien und Stammzelltransplantationen durch.

Mit dem Ziel, die in der Patientenbehandlung bereits hervorragend funktionierende multidisziplinäre Zusammenarbeit auch im wissenschaftlichen Kontext zu etablieren, wurde Ende 2016 die Arbeitsgruppe Klinische Sarkomforschung gegründet.

Spenden

Mit Ihrer Spende können Sie die wissenschaftliche Arbeit des Sarkomzentrums Heidelberg unterstützen. Auf Wunsch stellen wir Ihnen selbstverständlich eine Spendenbescheiningung aus.

Bankverbindung

Klinikum der Universität Heidelberg
BW-Bank Stuttgart
IBAN: DE64 6005 0101 7421 5004 29
BIC: SOLADEST600
Verwendungszweck: Consultancy Agreement:  D.100.629.60

(Stichwort: Sarkompatienten)

CUP Syndrom

Als CUP-Syndrom (CUP: Cancer of Unknown Primary) werden diejenigen Tumorerkrankungen zusammengefasst, bei denen nach Abschluss der Diagnostik zwar Metastasen, jedoch kein Primärtumor gefunden wurde. Obwohl der medizinische Fortschritt in den letzten Jahrzehnten neue und verfeinerte Diagnoseverfahren hervorgebracht hat, ist über die Biologie dieser Erkrankungen weiterhin nur wenig bekannt. Dementsprechend lässt sich das CUP-Syndrom vergleichsweise schwierig behandeln und ist mit einer schlechten Prognose vergesellschaftet.

Während bei den meisten Tumorerkrankungen mit bekanntem Primärtumor Therapie-empfehlungen durch zahlreiche große randomisierte Studien abgesichert sind, existieren für das CUP-Syndrom kaum klinische Studien, so dass sich die Therapiestandards für diese Erkrankung an Analogieschlüssen und wenigen kleinen Studien orientieren müssen.