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Agency als Veränderungsmechanismus in der Psychotherapie

Zusammenfassung

Gemeinsame Faktoren verschiedener psychotherapeutischer Ansätze haben einen bedeutsamen Anteil an der Wirksamkeit von Psychotherapie. Empirisch gilt es, die eigenständige und kurative Rolle der potentiellen Wirkfaktoren zu klären. Neben der therapeutischen Allianz erscheint die aktive Ausgestaltung der Psychotherapie durch Patienten bedeutsam für das Therapieergebnis. Therapeutische Agency wird definiert als der intentionale Einfluss von Patienten auf den psychotherapeutischen Prozess. In diesem Forschungsprojekt wird Agency als Veränderungsmechanismus untersucht. Hierzu wird ein Selbstberichtsinstrument für Patienten zur Erfassung von Agency im psychotherapeutischen Prozess entwickelt und psychometrisch untersucht. Das subjektive Erleben von Agency wird mit beobachtbaren Merkmalen des therapeutischen Prozesses (der aktiven Mitarbeit von Patienten) und der Interaktion zwischen Patient und Therapeut (der therapeutischen Allianz, dem interpersonellen Verhalten von Patienten und Therapeuten) in Zusammenhang gesetzt. Sodann wird geprüft, ob Veränderungen in Agency eine Symptomverbesserung prädizieren nach Kontrolle von früheren Veränderungen in der Symptomatik und personenbezogenen Unterschieden. Zudem werden die Rolle der therapeutischen Allianz als Veränderungsmechanismus und das Wechselspiel von Agency und Allianz weiter untersucht.

Projektleitung

Dr. rer. nat. M.Sc. Psych. Julia Huber

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Arbeitsgruppe:
H. Schauenburg, C. Nikendei, S. Jennissen, A.-K. Born, C. Claaß

Kooperationspartner:
Verbund „Multimorbidity and frailty in old age” ESTHER-Net" (Verbundkoordination: H. Brenner, DKFZ

Laufzeit: 2015-2019

Gefördert von: Landesgraduiertenförderung Heidelberg (Promotionsstipendium J. Huber)