Kliniken & Institute ... Kliniken Zentrum für Innere... Klinik für Allgemeine... Forschung Forschungsschwerpunkte ...

Köhler Projekt

Psychodynamische Charakteristika von Patienten mit erhöhtem körperlichem Beschwerdedruck (Köhler-Projekt)

Projektleitung:
Dr. med. Jonas Tesarz, Prof. Dr. med. Rainer Schäfert, M.Sc.-Psych. Sabrina Berens

Arbeitsgruppe:
Prof. Dr. med. Wolfgang Eich 

Kooperationspartner:
Dr. med. Annika Gauss, PD Dr. med. Christoph Nikendei, Prof. Dr. med. Henning Schauenburg, Dr. phil. Dipl.-Psych. Johannes Ehrenthal

Zusammenfassung: 
Funktionelle/ somatoforme Körperbeschwerden (FSK) sind mit einem hohen körperlichen Beschwerdedruck verbunden und ätiologisch unklar. Sie betreffen eine große Zahl von Patienten und führen zu einer deutlichen Beeinträchtigung von Alltagsfunktion und Lebensqualität. Die Studie hat im Rahmen einer querschnittlichen Fragebogenuntersuchung zum Ziel, das Verständnis von FSK zu verbessern. Hierzu werden Patienten mit FSK (z.B. Reizdarmpatienten) mit somatisch bedingten Körperbeschwerden (chronisch entzündliche Darmerkrankungen), Angst und depressiven Beschwerden, sowie gesunde Probanden verglichen. Betrachtungsgegenstand sind die somatischen und psychischen Symptommuster in ihrer Wechselwirkung mit den psychodynamischen Krankheitsfaktoren Bindung, Struktur, Mentalisierung sowie aversive Kindheitserfahrungen.

Die Rekrutierung erfolgt in den ambulanten Praxen für Allgemeinmedizin von Dr. Ahrends sowie in enger Zusammenarbeit mit unseren gastroenterologischen Kooperationspartnern in der Praxis für Gastroenterologie von Prof. Dr. Ehehalt (http://hd-gastro.de) und gemeinsam mit Dr. med. Kilian Friedrich in der Gastroenterologischen Schwerpunktpraxis Heidelberg: Gastropraxis Friedrich (http://www.gastropraxis-friedrich.de) sowie in den Spezialambulanzen der Universitätsklinik Heidelberg (Psychosomatische Ambulanz, Reizdarm-Ambulanz, Ambulanz für Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen).

Hierbei erfolgt ein Screening eines großen Probandenpools hinsichtlich des körperlichen Beschwerdedrucks (SSS-8) und des neuen diagnostischen Konzeptes der Somatic Symptom Disorder (SSD). Weiterhin werden die Patienten in den Untersuchungsgruppen anhand der psychodynamischen Konstrukte charakterisiert und verglichen. Im Rahmen einer explorativen Analyse sollen zudem mechanismen-basierte Subgruppen und Wirkmodelle von Patienten mit FSK abgeleitet werden.

Gefördert von: Köhler-Stiftung (2016-2017)