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Sind Impulskontrollfähigkeit und Belohnungssensitivität Prädiktoren für eine langfristige erfolgreiche Gewichtskontrolle im Rahmen eines Gewichtsreduktionsprogramm? (OPTIFAST)



Projektleitung: HC. Friederich

Arbeitsgruppe: M. Skunde, M. Wu

Kooperationspartner: R. Rudofsky (Endokrinologie,Heidelberg)

Zusammenfassung: Im Rahmen von behavioralen Gewichtsreduktionsprogrammen gelingt es der Mehrzahl der Übergewichtigen kurzfristig ihr Gewicht zu reduzieren. Die längerfristige Stabilisierung einer erfolgreichen Gewichtsabnahme stellt jedoch ein zentrales Problem in der konservativen Adipositasbehandlung dar.

Fähigkeiten der Selbststeuerung beeinflussen sowohl den Erfolg beim Abnehmen als vor allem auch die langfristige Gewichtskontrolle. Es wird vermutet, dass ähnlich wie bei Suchterkrankungen Veränderungen in der Reaktion des Belohnungssystem auf Nahrung und/ oder Einschränkungen in der allgemeinen Kontrolle von Handlungsimpulsen eine Rolle spielen.

Selbststeuerung ist ein weit gefasstes neuropsychologisches Konstrukt, wobei es in der Forschung Übereinstimmung gibt hinsichtlich zweier entscheidender unabhängiger Faktoren: Belohnungssensitivität und Impulskontrolle. Eine erhöhte Belohnungssensitivität impliziert die Unfähigkeit, den verzögerten Eintritt einer Belohnung abzuwarten, während die fehlende Impulskontrolle (Impulsivität) rasche Reaktionen ohne adäquate Prüfung der Situation und der Konsequenzen beinhaltet.

Vor diesem Hintergrund ist das Ziel der dargestellten Studie zu prüfen, ob bei adipösen Erwachsenen der Erfolg des Gewichtsreduktionsprogramms OPTIFAST® 52 mit den individuellen Selbststeuerungskapazitäten korreliert. Hierzu werden spezifische neuropsychologische Aufgaben zur Erfassung der Impulskontrolle und Belohnungssensitivität eingesetzt.

Laufzeit: 7/2011 – 6/2014     

Gefördert von: Deutsche Diabetes Stiftung (DDS)