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Psychosomatische Interventions- und Prozessforschung

Der Schwerpunkt der Sektion „Psychosomatische Interventions- und Prozessforschung“ ist die wissenschaftliche Forschung zur Wirksamkeit von Interventionen und zur Analyse von Therapieprozessen in der Psychosomatischen Medizin.

Interventionsstudien in der Psychosomatischen Medizin weisen in Planung, Durchführung und Auswertung einige Besonderheiten auf. Therapiemanuale müssen vor Beginn einer Studien verschriftlicht werden und Diagnostik und Therapie weitestgehend standardisiert. Auch wenn die Forderung einer Standardisierung der zu prüfenden Therapie im Rahmen des möglichen erfüllt wird, unterscheiden sich doch Psychotherapiestudien weiterhin stark von Arzneimittelstudien. Die Sektion arbeitet eng mit Psychotherapieforschern anderer Kliniken, Biometrikern und Koordinierungszentren für Klinische Studien zusammen, um geplante und geförderte Interventionsstudien der Abteilung angemessen umzusetzen. 

Zusätzlich zu den klinischen Studien, die in prä-post-Designs die Wirkung bestimmter Therapieformen überprüfen, gibt die Prozessforschung in der Psychosomatischen Medizin Evidenz über Therapiemechanismen und Wechselwirkungen. Durch Messwiederholungen über längere Zeit können Therapieverläufe dargestellt und auf ihre Abhängigkeiten mit anderen Variablen untersucht werden. Erst durch das Verständnis solcher Prozesse wird es möglich, die Wirkmechanismen von Interventionen zu verstehen und Therapiemöglichkeiten für Patientengruppen zu optimieren.

Sektionsleiterin

apl. Prof. Dr. sc. hum. Beate Wild
Im Neuenheimer Feld 410
69120 Heidelberg
Gebäude 6410

06221 56-8663

Kontakt
Im Neuenheimer Feld 410
69120 Heidelberg
Anfahrt

06221 56-8663

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Forschungsprojekte

GEMEINSAM PRIORISIEREN – METHODE/INTERVIEW ZUR EINBEZIEHUNG VON BEDÜRFNISSEN, WERTEN UND BESCHWERDEN IN DIE THERAPIEPLANUNG BEI ÄLTEREN MENSCHEN MIT MULTIPLEN ERKRANKUNGEN

PRIORITIZATION BY PARTICIPATION – A METHOD TO INTEGRATE NEEDS, VALUES, AND COMPLAINTS OF OLDER PATIENTS WITH MULTIPLE MORBIDITIES INTO TREATMENT PLANNING- PACT

Behandlungsziele ändern sich häufig mit fortgeschrittenem Alter; sie können auch von Begleitkrankheiten stark beeinflusst werden. Zentral für eine personalisierte Intervention erscheint das Gespräch mit dem Patienten, um seine individuellen Ziele, Einstellungen, Bedarfe und Beschwerden zu ermitteln, zu priorisieren und anschließend in geeignete pharmakologische und nicht-pharmakologische Maßnahmen zu übersetzen. Das Ziel dieser methodischen Arbeit ist die Entwicklung eines Interviewleitfadens und die – zunächst exemplarische – Strukturierung der erhobenen Bedarfe und Beschwerden mit einer anschließenden Übersetzung in geeignete Maßnahmen. Hierfür werden in einem iterativen Prozess strukturierte Interviews mit Patienten in unterschiedlichen Settings (ambulant, stationär, Geriatrie) durchgeführt und ausgewertet.
Als Ergebnis wird ein Leitfaden zur Verfügung gestellt, der es ermöglicht, die Sichtweise der multimorbiden Patienten in ihren Behandlungsplan einzubeziehen.

Gefördert von: BMBF (2017-2019)

BIOPSYCHOSOZIALER VERSORGUNGSBEDARF UND KOSTEN BEI ÄLTEREN MENSCHEN: EINE VERGLEICHSSTUDIE ZWISCHEN DEUTSCHLAND UND DEN NIEDERLANDEN

Für die internationale Vergleichsstudie werden zwei große epidemiologische Stichproben von älteren Menschen aus Deutschland und den Niederlanden im Rahmen eines personen-zentrierten Ansatzes durch eine Segmentierungsanalyse in homogenere Subgruppen (Profile) zerlegt. Nach der Bestimmung der Segmente wird die Verteilung der älteren Menschen auf diese Profile zwischen Deutschland und den Niederlanden verglichen. Unterschiede zwischen den einzelnen Profilen in Deutschland und den Niederlanden in Bezug auf Inanspruchnahme und Kosten werden evaluiert.

Gefördert von der DFG (2017-2018) 

VERSORGUNGSPROBLEM EINSAMKEIT: EINE ANALYSE ZUM ZUSAMMENHANG ZWISCHEN VERSORGUNGSBEDARF UND GESUNDHEITSKOSTEN IN DER MEDIZINISCHEN VERSORGUNG  EINSAMER ÄLTERER PATIENTEN

In dieser Studie werden einerseits epidemiologische Daten älterer Menschen zwischen 55 und 85 Jahren aus der ESTHER- Studie bzgl. Einsamkeit und Versorgungsrealität. Andererseits sollen über qualitative Interviews in Hausarztpraxen die subjektiven Krankheitsmodelle bzgl. Einsamkeit  sowie  die Versorgungswünsche und –Versorgungspläne von einsamen älteren Menschen und deren Ärzten erfasst werden.

Gefördert von der Nachwuchsakadamie Versorgungsforschung Baden-Württemberg (2016 -2017)

ZUSAMMENHANG VON GHRELIN-SUBTYPEN MIT KRANKHEITSSCHWERE UND VERLAUF BEI PATIENTEN MIT ANOREXIA NERVOSA

Diese Studie untersucht den Zusammenhang von Ghrelin-Konzentrationen mit Krankheitsschwere und Verlauf der Anorexie im Therapieprozess bei stationären Patientinnen. Dabei sollen insbesondere die Ghrelin-Subtypen und das Vorkommen von Ghrelin- reaktiven Immunglobulinen (IgG) differenziert und evaluiert werden. 

Gefördert von der Medizinischen Fakultät Heidelberg (2016-2017)

DER KOMPLEXE PATIENT: ENTWICKLUNG UND VALIDIERUNG EINES SELBSTBEURTEILUNGS- FRAGEBOGENS (IM-SA) ZUR ERFASSUNG UND BEHANDLUNGSSTEUERUNG

Der IM-SA-Fragebogen wurde anhand des INTERMED Interviews (IM-CAG) entwickelt, um bio-psycho-sozialen Versorgungsbedarf von Patienten in der Selbstbeurteilung zu erheben. Ziel der vorliegenden Studie ist es, die Validität des IM-SA- Fragebogens im Vergleich  mit dem IM-CAG- Interview und weiteren Instrumenten nachzuweisen, um diesen so für den klinischen Alltag zu etablieren. Über eine ROC-Analyse soll außerdem der „optimale“ cut-off des IM-SA- Scores bestimmt werden für die Identifizierung von komplexen Patienten mit integriertem Versorgungsbedarf.

Gefördert von der Medizinischen Fakultät Heidelberg (2014 – 2015) 

BIOMETRIE BEI DER 5-JAHRES-KATAMNESE DER MULTIZENTRISCHEN RANDOMISIERT-KONTROLLIERTEN STUDIE ANTOP

zur Überprüfung der Wirksamkeit von ambulanter Psychodynamischer Fokaltherapie und Kognitiver Verhaltenstherapie bei erwachsenen Anorexiepatientinnen (Interventionsstudie und Katamnese

Gefördert vom BMBF (2012-2014)

INTERVENTIONSSTUDIE ZUR WIRKSAMKEIT EINER INTERVENTION BEI ÄLTEREN MENSCHEN MIT KOMPLEXEM BIO-PSYCHO-SOZIALEM VERSORGUNGSBEDARF  (ASSIST)

In diese RCT-Studie werden Patienten mit komplexem Versorgungsbedarf (nach dem INTERMED Interview) eingeschlossen. Die Interventionsgruppe erhält eine kurze Intervention zuhause mit dem Ziel, die Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Teilprojekt des Verbundes ESTHER-Net

Gefördert vom BMBF im Rahmen  des Förderschwerpunkts „Gesundheit im Alter“ (2011-2014) 

LÄNGSSCHNITTLICHER ZUSAMMENHANG VON HPA-ACHSENAKTIVIERUNG UND INFLAMMATORISCHEN MARKERN MIT THERAPIE- UND UMWELTBEZOGENEN PROZESSEN BEI PATIENTEN MIT REIZDARMSYNDROM (IBS)

In diesem Projekt füllen IBS Patienten, die an einer ambulanten Gruppentherapie teilnehmen, täglich elektronische Tagebücher zu ihrem Befinden aus. Die Zusammenhänge zwischen körperlichen und psychischen Variablen werden über Zeitreihenanalysen ausgewertet.

Gefördert von der Medizinischen Fakultät, Heidelberg (2014-2016)