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Klinische Aktivitäten

Zur Verbesserung von Diagnostik und Therapie des CUP-Syndroms haben wir gemeinsam mit dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) an der Universitätsklinik Heidelberg vor 15 Jahren eine Spezialsprechstunde für Patienten mit CUP-Syndrom gegründet. Hier sehen wir mittlerweile pro Jahr ca. 100 neue Patienten mit dieser Erkrankung. Alle schwierigen Fälle werden im Rahmen einer inter-disziplinären Tumorkonferenz mit den Kollegen der Chirurgie, Strahlentherapie, Radiologie und Pathologie besprochen. Zusammen mit dem Institut für Pathologie der Universität Heidelberg bieten wir allen unseren Patienten einer molekulare Aufarbeitung des Tumorgewebes einschließlich Mutationsanalyse sowie immunhistochemischer Spezialuntersuchungen mit Analyse von Immunrezeptoren und Mikrosatelliteninstabilität an. Aus den Ergebnissen dieser Untersuchungen ergibt sich für manche Patienten die Möglichkeit einer zielgerichteten Behandlung auf der Basis von Studienergebnissen zu anderen Tumorerkrankungen.

Unter unserer Leitung wird derzeit eine große, internationale Therapiestudie (CUPISCO) durchgeführt, mit der untersucht wird ob molekular zielgerichtete Therapien bei Patienten mit neu diagnostiziertem CUP-Syndrom einer Standard-Chemotherapie überlegen sind. An dieser Studie nehmen mehr als 100 Studienzentren in 25 Ländern teil. Insgesamt werden ca. 800 Patienten im Rahmen dieser Studie behandelt werden.

In einer weiteren Therapiestudie, die ebenfalls unter unserer Leitung an acht Zentren in Deutschland durchgeführt wird, erhalten Patienten mit CUP-Syndrom, die nicht oder nicht mehr auf eine platin-basierte Chemotherapie ansprechen, eine Immuntherapie mit den beiden Immun-Checkpoint-Hemmern Nivolumab und Ipilimumab (CheCUP).