Psychotherapieprozessforschung im Rahmen des Deutschen Zentrums für Psychische Gesundheit (MeMoPsy-Studie)
Zusammenfassung
Für Jugendliche und junge Erwachsene mit einer Vorgeschichte früher Traumata bleibt die Wirksamkeit evidenzbasierter Psychotherapien oft eingeschränkt. Ein möglicher Grund dafür könnte im begrenzten Verständnis und der unzureichenden Berücksichtigung von psychobiologischen Mechanismen zwischen traumatischen Kindheitserfahrungen und psychischen Symptomen liegen. Eine auf diesen Mechanismen basierende Modulare Psychotherapie (MeMoPsy) könnte durch einen individualisierten, transdiagnostischen und adaptiven Ansatz die Wirksamkeit erhöhen. In einer aktuellen randomisiert-kontrollierten Studie mit insgesamt 250 Patient:innen im Alter von 15 bis 25 Jahren wird die Wirksamkeit der modularen Psychotherapie mit einer Kognitiven Verhaltenstherapie verglichen. Ergänzend dazu untersucht die Klinik für Allgemeine Innere Medizin, Psychosomatik und Psychotherapie im Rahmen der Psychotherapeutischen Prozessforschung die psychologischen Wirkmechanismen und psychotherapeutischen Prozesse innerhalb der Modularen Therapie. Der Therapieverlauf wird engmaschig begleitet und über ein testpsychologisches Feedback an den/die behandelnde:n Therapeut:in rückgemeldet, auch um die Behandlung individuell anzupassen. Zudem kommen KI-gestützte Forschungsmethoden zur Auswertung der therapeutischen Interaktionen zum Einsatz. Ein umfassenderes Verständnis der Wirkprozesse innerhalb der modularen Psychotherapie trägt perspektivisch zur Weiterentwicklung und Implementierung Mechanismus-basierter modularer Behandlungsansätze in die ambulante psychotherapeutische Regelversorgung bei.
Projektleitung

Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Facharzt für Innere Medizin

Standort Bergheim
Facharzt für Innere Medizin
Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Psychologischer Psychotherapeut
Schwerpunkt
Systemische Therapie und Familienmedizin
Psychotherapeutische Prozessforschung
Integrierte Versorgungsmodelle für psychische Störungen
Depressive Störungen
Arbeitsgruppe: Niklas Schouler, Wasif Jafri, Deborah Park, Leander Lippert
Kooperationspartner-/Verbundpartner: PPF UK Heidelberg (Prof. Dr. Sabine C. Herpertz, Prof. Hans-Christoph Friederich, PD Dr. Stephanie Bauer); ZI Mannheim (Prof. Christian Schmahl); Deutsches Zentrum für Psychische Gesundheit (DZPG; Standorte Heidelberg/Mannheim, Berlin und Ulm)
Laufzeit: Januar 2026 - Juni 2029
Gefördert von:
