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Muskuloskelettale Bildgebung

Heidelberg Trauma Research Group (HTRG)

In der Orthopädie und Unfallchirurgie erfolgt die Diagnostik und Therapieentscheidung hauptsächlich über die muskuloskelettale Bildgebung. Ihr kommt im Hinblick auf individuell angepasste Behandlungsstrategien eine immer wichtigere Bedeutung zu.

Der kontrastverstärkte Ultraschall (CEUS = Contrast-enhanced Ultrasound) quantifiziert die Mikroperfusion des Knochen- und Muskelgewebes und dient daher der Vitalitätsbeurteilung des Gewebes. Der CEUS stellt somit die Evolution der rein morphologisch deskriptiven Bildgebung zur funktionellen Gewebeanalyse dar. Mittels CEUS können zusätzliche Informationen zu den konventionellen diagnostischen Instrumenten Röntgen, CT und MRT gewonnen werden. Dabei ist die Untersuchung ohne Strahlenbelastung und zeigt kaum Nebenwirkungen (0,0086%). Kosten, Aufwand und Belastung für den Patienten sind gering.

Während einer CEUS-Untersuchung werden über einen peripher-venösen Zugang Mikrobläschen injiziert und anschließend die Kontrastmittelgewichtung des Ultraschallgeräts eingestellt. So können beispielsweise die prä- und postoperative Durchblutungskinetik im Muskelgewebe dargestellt und die Relevanz dieser Parameter für das funktionelle Ergebnis des Patienten ermittelt werden. 

In Zusammenschau mit Daten aus klinischer Untersuchung sowie konventionellen und dynamischen Bildgebungsverfahren wie etwa dem dynamischen Kontrastmittel-MRT (DCE-MRT) untersucht unsere Arbeitsgruppe derzeit im Speziellen den Stellenwert einer perioperativen CEUS-Untersuchung zu folgenden Schwerpunkten:

  • Infektdiagnostik vor Pseudarthrosen-Operation und Vergleich zu Sonikation sowie Zytokinexpressionsanalyse
  • Vaskularitätsmessung nach Anwendung der Masquelet-Technik bei Pseudarthrosen
  • Mikroperfusion der Deltamuskulatur als Prädiktor des funktionellen Ergebnis nach Schulterendoprothesen
  • Prognostische Bedeutung der Kallusperfusion nach Frakturen
  • Zusammenhang der Perfusion der Rotatorenmanschettenmuskeln mit fettiger Atrophie und dem funktionellen Ergebnis nach Rekonstruktion
  • Mikroperfusion als Indikator der Knochenregeneration nach Umstellungsosteotomien
  • Vitalitätsbeurteilung rekonstruierter Sehnen

Weitere Informationen

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Homepage des Deutschen Registers für klinische Studien (DRKS):