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Identifikation von Prognosefaktoren beim Osteosarkom

mittels Laser-Mikrodissektion und quantitativer Genexpressionsanalyse

Das Osteosarkom ist der häufigste primär maligne Knochentumor. Er tritt bevorzugt an den langen Röhrenknochen bei Kindern und Jugendlichen auf. Obwohl mit der Einführung der systemischen Chemotherapie die Prognose des Osteosarkoms drastisch verbessert wurde, sprechen nach wie vor etwa 30 bis 40 % der Patienten nur schlecht auf die Chemotherapie an. Bei diesen Patienten kommt es häufig zu Tumorrezidiven und zur Entstehung lebensbedrohlicher Metastasen. Die Identifizierung von Prognosefaktoren, die bereits zum Zeitpunkt der Diagnose eine zuverlässige Vorhersage der Ansprechrate auf die Chemotherapie erlauben, ist deshalb für eine Verbesserung der Osteosarkomtherapie dringend notwendig. Mit Hilfe solcher Prognosefaktoren könnte eine Einteilung der Osteosarkompatienten in Niedrig- und Hochrisikopatienten erfolgen und eine entsprechend angepasste, risikoadaptierte Therapie durchgeführt werden.

METHODEN

  • Subtraktive Hybridisierung
  • Klonierung von cDNAs
  • Sequenzierung
  • Northern-Blot und Western-Blot
  • Laser-Mikrodissektion
  • RT-PCR
  • Immunhistochemie
  • Quantitative "real-time" PCR

ERGEBNISSE

Der Vergleich des Genexpressionsprofils zytostatikabehandelter Osteosarkomzellen mit unbehandelten Zellen ergab bei 8 Genen eine > 2-fache Regulation der Genexpression durch Zytostatika. Aufgrund dieser mittel- bzw. unmittelbaren Beteiligung an der Zytostatikawirkung sollten diese Gene aussichtsreiche Kandidaten für einen Prognosefaktor darstellen. Die Expression dieser Kandidatengene wurde deshalb im weiteren Verlauf des Projektes an Gewebepräparaten von Osteosarkombiopsien untersucht. Um das Problem der zellulären Heterogenität in Tumorgeweben zu umgehen, wurden die Tumorzellen mittels Laser-Mikrodissektion aus den Gewebeschnitten isoliert. Der Vergleich der Expression der Kandidatengene mit den klinischen Daten ergab signifikante Korrelationen verschiedener Gene mit der Ansprechrate des Tumors auf die Chemotherapie, aber auch mit der Gesamt- und metastasenfreien Überlebenszeit der Patienten. Die identifizierten Gene stellen somit aussichtsreiche Prognosefaktoren, aber auch Angriffsziele für die Entwicklung neuer Therapiestrategien für das Osteosarkom dar.

Dieses Projekt wird von der Deutschen Krebshilfe e.V. und dem EuroBoNet gefördert.