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Eine SMS-unterstützte achtsamkeitsbasierte Intervention zur Rückfallprävention bei Depressionen (MIND-S)

Ansprechpartner: Dr. Stephanie Bauer (stephanie.bauer@med.uni-heidelberg.de)

Projektzeitraum: 2014-2015

Projektbeschreibung

Depressionen gehen mit einem hohen Rückfallrisiko für die Betroffenen einher. Die Entwicklung und Erprobung nachhaltiger Strategien zur Rückfallprophylaxe rücken daher zunehmend in den Fokus der Forschung und Behandlung. Studien zufolge haben sich achtsamkeitsbasierte Interventionen als vielversprechende Maßnahmen zur Rückfallprävention depressiver Erkrankungen gezeigt. Bei der Umsetzung dieser Maßnahmen im Alltag können Kommunikationsmedien eine wichtige Unterstützungsfunktion übernehmen.

Im Rahmen eines Kooperationsprojekts mit der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie II der Universität Ulm wurde eine Minimalintervention entwickelt, um Patientinnen und Patienten mit depressiver Symptomatik im Anschluss an ihre psychiatrische Behandlung mittels SMS bei der Umsetzung achtsamkeitsbasierter Übungen zu unterstützen. Während ihres stationären Aufenthalts erhalten die Teilnehmer im Rahmen eines regelmäßigen Gruppenangebots eine Einführung in drei kurze achtsamkeitsbasierte Übungen. Vor der Entlassung aus der Klinik werden die Teilnehmer zufällig einer von zwei Interventionsgruppen (SMS-Gruppe, Treatment-as-usual Kontrollgruppe) zugewiesen. Alle Teilnehmer erhalten die Empfehlung, die Übungen auch nach Ende stationär psychotherapeutisch-psychiatrischen Behandlung regelmäßig weiterzuführen und in ihren Alltag zu integrieren. Teilnehmer der SMS-Gruppe erhalten zusätzlich über einen Zeitraum von vier Monaten bei der Durchführung der zuvor gelernten Achtsamkeitsübungen positiv verstärkende SMS-Botschaften.

Das Hauptziel der durchgeführten Pilotstudie ist es, die Durchführbarkeit und Akzeptanz der SMS-basierten Minimalintervention zu evaluieren. Die Pilotstudie wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden Württemberg im Rahmen des „Kompetenzzentrums Prävention psychischer und psychosomatischer Störungen in der Arbeits- und Ausbildungswelt“ gefördert.

Kooperationspartner

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie II, Universität Ulm
Prof. Dr. Thomas Becker, PD Dr. Bernd Puschner (Projektleitung), Dipl.-Psych. Susanne Kraft
Homepage

Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim
Prof. Dr. Hans Joachim Salize

Weitergehende Informationen

Kompetenzzentrum Prävention