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Angststörungen im Postpartalzeitraum als Prädiktor für kindliches Temperament, Verhaltensauffälligkeiten und kognitive Entwicklung im Vorschulalter


 

Eine Nachfolgeuntersuchung der Studie „Angststörungen im Postpartalzeitraum: Kognitive Entwicklung, Interaktionsverhalten und kindliche Neurophysiologie"

Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) (2011-2014)

 

Studienleitung:

Prof. Dr. phil. Dipl.-Psych. Corinna Reck, Ludwigs-Maximilians-Universität München, Universitätsklinikum Heidelberg

 

Kooperation:

  • Prof. Dr. phil. Sabina Pauen, Psychologisches Institut der Universität Heidelberg
  • Prof. Dr. med. Eva Möhler, Universitätsklinikum Heidelberg, Kinder-und-Jugendpsychiatrie
  • Prof. Dr. med. Dr. phil. Thomas Fuchs, Universitätsklinikum Heidelberg

 

Ansprechpartnerin:

Dipl.-Psych. Alexandra Tietz
Telefon: 06221/ 56 4420

 

Inhalt und Ziele:

Bislang wurde der Einfluss mütterlicher postpartaler Angst und kindlichen Lernerfahrungen in der Mutter-Kind-Interaktion auf spätere kindliche Verhaltensauffälligkeiten und Temperamentsmerkmale kaum untersucht. Im Rahmen dieser prospektiven Studie soll die prädiktive Bedeutung von mütterlichen Angststörungen im Postpartalzeitraum für das kindliche Verhalten im Vorschulalter untersucht werden. Dabei ist es erstmals möglich zentrale Moderatorvariablen wie die Mutter-Kind-Interaktion zu berücksichtigen. Die bereits im Postpartalzeitraum voruntersuchte Stichprobe setzt sich zum einen aus Kindern von Müttern mit Angststörungen und zum anderen aus Kindern einer gesunden Kontrollgruppe zusammen. In der Nachfolgeuntersuchung wird im Kindesalter von fünf Jahren das kindliche Temperament ("Behaviorale Inhibition"), Verhaltensauffälligkeiten, exekutive Fähigkeiten und der kognitive Entwicklungsstand des Kindes erfasst. Darüber hinaus soll der Einfluss der postpartalen Angstsymptomatik auf die kindliche Stressreaktivität anhand des Cortisolspiegels im Speichel vor und nach der experimentellen Erhebung der behavioralen Inhibition bestimmt werden. Sollte sich die Qualität der Mutter-Kind-Interaktion als Moderator für den Einfluss der mütterlichen Psychopathologie auf die kindliche affektive, soziale und kognitive Entwicklung erweisen, ergäbe sich hieraus ein hervorragender Ansatz für die Frühprävention von Entwicklungsauffälligkeiten.