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Neuronale Korrelate Neurologischer Soft Signs bei Patienten mit Schizophrenie und HIV-associated neurocognitive disorder

Mitarbeiter

Arbeitsgruppenleiter/-innen

  • Dr. med. Dipl.-Psych. Christina Herold

  • Prof. Dr. Johannes Schröder

Koordinatorin

  • Dr. med. Dipl.-Psych. Christina Herold

Projektbeschreibung: Neurologische Soft Signs (NSS), d.h. diskrete motorische und sensorische Störungen treten regelmäßig bei schweren psychiatrischen Erkrankungen, insbesondere Demenzen und Schizophrenien auf. Aus klinischer Sicht haben NSS bei schizophrenen Psychosen eine verlaufsprädiktive Bedeutung und können, da mit einer Vielzahl kognitiver Leistungen korreliert, die Früherkennung kognitiver Defizite erheblich vereinfachen.


Ausgehend von eigenen Vorstudien bei Patienten mit schizophrenen Psychosen (Heuser et al., 2011, Thomann et al., 2009, Hirjak et al., 2013) und mit HIV- associated neurocognitive disorder (HAND, Toro et al., 2018) sollen nun Zusammenhänge zwischen NSS assoziierten (sub)kortikalen Strukturen bei Patienten mit Schizophrenie sowie Patienten mit HAND mittels struktureller Netzwerkanalysen herausgestellt werden. Dabei wird erwartet, dass NSS unabhängig von der zugrundeliegenden Erkrankung, auf Veränderungen in ähnlichen zerebralen Strukturen, v.a. Zerebellum, Basalganglien, Thalamus, sensomotorischer Kortex, supplementary motor area und frontale Strukturen, zurückgehen. Es sollen neben Patienten mit HAND und Patienten mit chronischer Schizophrenie auch schizophrene Ersterkrankte untersucht werden um entsprechende Analysen auch unbeeinflusst von Krankheitsdauer und Medikation durchzuführen. Zusätzlich ist in Kooperation mit Frau Dr. Kong/Shanghai Normal University auch die Erprobung einer chinesischen Übersetzung der Heidelberger NSS-Skala vorgesehen, die gegenwärtig von der Arbeitsgruppe um Dr. Kong vorbereitet wird. Abschließend sollen die seit den 1990er Jahren laufenden Arbeiten zu NSS in eine Monographie münden. 


Förderung: Universität Heidelberg/Mobilitätsstipendium 


Kooperationspartner: 

Prof. Dr. Pablo Toro, Universidad Catholica, Santiago de Chile, Chile (Arbeitsaustausch Ende 2018)

Dr. sc. hum. Li Kong, Shanghai Normal University, Shanghai, China (Arbeitsaustausch 2019)


Projektlaufzeit: 2018 bis 2021