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Forschung

EXPERIMENTELLE PSYCHOPATHOLOGIE UND BILDGEBUNG

Um die Diagnostik und die Therapie psychischer Störungen effektiv zu verbessern, bedarf es umfangreicher Forschungsbemühungen mit einem gezielten Brückenschlag zwischen neurowissenschaftlicher Grundlagenforschung und neurobiologisch orientierter klinisch-psychiatrischer Forschung. In der methodisch orientierten Grundlagenforschung arbeiten die Mitglieder der Sektion Experimentelle Psychopathologie und Bildgebung an der Weiterentwicklung modernster funktionell-hirnbildgebender Methoden wie der neurofunktionellen Konnektivitäts-Magnetresonanztomographie, um die für psychische Erkrankungen relevanten Gehirnfunktionsstörungen gezielt untersuchen und identifizieren zu können (AG Methodenentwicklung und Grundlagenforschung). Aufbauend auf der Entwicklung dieser speziellen hirnfunktionellen Untersuchungsverfahren widmen sich die klinischen Studien der Sektion insbesondere folgenden Fragen:

Wie entstehen psychische Symptome und Erkrankungen, beispielsweise  schizophrene und affektive Störungen?

In diesem Feld untersuchen wir gezielt, wie relevante genetische und Umweltfaktoren (z.B. Lebensereignisse) zu funktionellen Veränderungen im Gehirn und damit einhergehenden psychischen Symptomen führen (AG Pathogeneseforschung).

Welche Funktionsänderungen im Gehirn treten beim einzelnen Patienten parallel   zu seinen Symptomen auf, und wie können diese Veränderungen möglichst effektiv und schonend wieder rückgängig gemacht werden?

Mittels gezielter Untersuchungen bestimmter Hirnregionen und neuronaler Mechanismen charakterisieren wir das Störungsbild des einzelnen Patienten wesentlich genauer als auf der reinen Symptom-Ebene. Auf Basis einer solchen präziseren pathophysiologischen Charakterisierung der Gehirnfunktionsänderungen beim einzelnen Patienten im Sinne einer Biomarker-basierten Diagnostik bereiten wir eine passgenaue individualisierte Behandlungsstrategie vor. Aktuell müssen diese Verfahren noch weiter erforscht und etabliert werden (AG Klinische und Translationale Forschung). Es ist aber bereits absehbar, dass durch diese Verbesserungen in der Gehirn-Diagnostik und den darauf aufbauenden stratifizierten Behandlungsstrategien die Krankheitsverläufe vieler Patienten deutlich verbessert werden können. Patienten, die sich für dieses hochspezialisierte Angebot im Rahmen von Studien interessieren, bitten wir um Kontaktaufnahme in der Spezialambulanz für Personalisierte Psychiatrie (S4P).