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Handystudie

Sektion Translationale Psychobiologie

Studientitel

Emotionale und Interpersonelle Instabilität bei Jugendlichen mit Nicht-Suizidaler Selbstverletzung und Borderline-Persönlichkeitsstörungen

Projektbeschreibung

Nicht-suizidales selbstverletzendes Verhalten (NSSV) ist ein häufig beobachtetes Phänomen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. NSSV dient häufig der Regulation von emotionalen Spannungszuständen, die insbesondere im Kontext interpersoneller Schwierigkeiten auftreten können. Patienten mit NSSV berichten häufig von einer Instabilität ihrer emotionalen Befindlichkeit und in der Wahrnehmung von Nähe und Distanz in zwischenmenschlicher Beziehung. Gängige psychometrische Verfahren können diese dynamischen Prozesse, die über den Tagesverlauf binnen kürzester Zeit variieren können, nur ungenügend erfassen und abbilden. Im Rahmen der vorliegenden Studie wird die emotionale und interpersonelle Instabilität von Jugendlichen (12 bis 17 Jahre) mit NSSV im Vergleich zu gesunden Kontrollen und einer klinischen Kontrollgruppe depressiv erkrankter Patienten mit Hilfe des sogenannten Ecologically Momentary Assessment (EMA) untersucht. Bei diesem Verfahren erhält jeder Teilnehmer/ jede Teilnehmerin ein Smartphone um an zwei aufeinanderfolgenden Wochenende, jeweils Samstags und Sonntags über den kompletten Tagesverlauf von 10Uhr morgens bis 22Uhr Abends, zu jeder Stunde, kurze Angabe zur seiner/ihrer emotionalen Befindlichkeit sowie zur erlebten Nähe gegenüber zentralen Bezugspersonen zu machen. Die Studie untersucht neben Gruppenunterschieden auch den Einfluss von Dialektisch-Behaviorale Therapie bei Patienten mit NSSV im Hinblick auf eine Verbesserung der emotionalen Instabilität vor und nach der Behandlung. Zukünftig sollen die Erhebungen durch physiologische Messungen (z. B. Langzeit-EKG und Bewegungsaktivität) ergänzt und erweitert werden. Erste Ergebnisse zeigen klare Unterschiede im Vergleich zwischen Patienten mit NSSV und gesunden Kontrollen.

Kooperationspartnerinnen

Dipl.-Psych. Philip Santangelo & Prof. Dr. Ulrich Ebner-Priemer, Abteilung für Angewandte Psychologie, Institut für Sport und Sportwissenschaft (IfSS) , Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Förderung

keine

Projektlaufzeit

2015 – 2017