Kliniken & Institute ... Kliniken Zentrum für... Klinik für Kinder- und... Forschung Laufende...

Vagusnerv-Stimulation

Sektion Translationale Psychobiologie

Studientitel

Vagusnerv-Stimulation bei Jugendlichen mit Depressionen

Projektbeschreibung

Depressionen sind eine der häufigsten Ursachen für gesundheitliche Beeinträchtigung. Circa 5% der Jugendlichen zwischen 13 und 17 Jahren erfüllen die klinischen Kriterien für eine Depression. Die Behandlung gestaltet sich in vielen Fällen schwierig. Nur etwa 60% der Jugendlichen sprechen auf die verfügbaren psychotherapeutischen oder pharmakologischen Behandlungsoptionen an. Eine Therapiealternative, die bei Erwachsenen mit Depressionen bereits gut evaluiert wurde, ist die invasive, elektrische Stimulation des zehnten Hirnnervs, des Nervus Vagus (Vagusnervstimulation; VNS). Studien konnten zeigen, dass die Aktivität des Vagus-Nervs bei Erwachsenen, aber auch Jugendliche mit Depressionen erniedrigt ist. Neuere technologische Entwicklungen erlauben die nicht-invasive transkutane VNS (tVNS) im Bereich der Ohrmuschel. Ziel des Projekts ist die erstmalige Untersuchung möglicher Wirkfaktoren der tVNS bei Jugendlichen mit Depressionen. Im Rahmen einer experimentellen Studie soll der Einfluss akuter tVNS auf charakteristische, neuropsychologische Funktionen bei depressiven Jugendlichen untersucht werden. Die Hypothese der vorliegenden Untersuchung ist, dass akute tVNS im Vergleich zu einer nicht wirksamen Stimulation (sham tVNS) zu einer Verbesserung der Emotionserkennung und Emotionsregulation bei Jugendlichen mit Depressionen führen kann. Die Ergebnisse lassen erste Hinweise hinsichtlich der klinischen Anwendung von tVNS bei Depressionen im Jugendalter erwarten.

Projektleitung

Projektkoordination

Dr. sc. hum. Julian Koenig


Mitarbeiter

Förderung

Daimler und Benz Stiftung, Thrasher Research Fund

Projektlaufzeit

2016 – 2017