Kooperationspartner der FOST
Department of Psychiatry, University of North Carolina at Chapel Hill, USA
(Prof. Dr. Cynthia Bulik)
Improving Care for Patients with Eating Disorders through Computer Mediated Communication (Eine von der Humboldt-Stiftung im Transcoop-Programm geförderte Kooperation)
Die Forschungsprogramme beider Kooperationspartner zielen auf die Entwicklung innovativer Ansätze zur Verbesserung der psychosozialen Versorgung bei Essstörungen, so dass die Zusammenführung ihrer technischen Entwicklungen, ihrer klinisch-praktischen Erfahrungen und ihrer wissenschaftlichen Ansätze erhebliche Synergievorteile verspricht. Aufbauend auf den eigenen positiven Erfahrungen sehen beide Partner besondere Chancen in der Nutzung der Computer Mediated Communication über Internet und Mobiltelefone bzw. den Short Message Service (SMS). Entsprechend zielt die für drei Jahre geförderte Zusammenarbeit sowohl auf die Umsetzung geeigneter klinischer Konzepte als auch auf der Entwicklung einer robusten und nutzerfreundlichen Technik, die eine sichere und vertrauliche Kommunikation gewährleistet.
Department of Psychiatry, The University of Chicago, USA
(Dr. Roslyn Binford Hopf, Dr. Daniel le Grange)
„ED Parent Support”: Internet-based Chat Support Groups for Parents in Family-based Treatment for Eating Disorders (Ein von der Humboldt-Stiftung gefördertes Kooperationsprojekt)
Um Eltern essgestörter Jugendlicher, welche an einem spezifischen face-to-face Therapieprogramm („Family-based Treatment“) teilnehmen, begleitend zu unterstützen, wurde ein internetbasiertes Programm entwickelt. Das Unterstützungsprogramm besteht im wesentlichen aus wöchentlichen moderierten Chatsitzungen. Ziel des Projektes ist die Evaluation des Unterstützungsprogramms hinsichtlich seiner Akzeptanz und seiner Auswirkung auf die emotionale Belastung der Teilnehmer. Ferner soll mit Hilfe von computergestützten Inhaltsanalysen ein Beitrag zur Prozessforschung im Bereich der Essstörungen geleistet werden.
Kenniscentrum Eetstoornissen in Leidschendam/Niederlande
(Dr. Eric van Furth, Frits Muuse)
Internet-Chat-Nachsorge bei der Behandlung von Essstörungen
Im Rahmen der Kooperation wurde eine Plattform für die poststationäre Betreuung von essgestörten Patientinnen entwickelt. Im Mittelpunkt dieser Plattform stehen wöchentliche, moderierte Internet-Chatgruppen und ein Ergebnismonitoring mittels Web-AKQUASI. Schwerpunkte der wissenschaftlichen Kooperation bilden die Evaluation des Programms sowie die Prozessforschung bei Essstörungen mittels computergestützter Inhaltsanalysen.
Universidade do Minho, Braga, Portugal
(Prof. Dr. Paulo Machado)
Der Einsatz neuer Technologien in der Behandlung von Essstörungen
Ziel der einzelnen Kooperationsprojekte ist die Übersetzung, Adaptation, Implementierung und Erprobung der von der FOST entwickelten E-Health Porgramme. Neben der Nachsorge von Bulimiepatientinnen über SMS und der Betreuung von Essstörungspatientinnen in Internet Chatrooms, ist auch der Einsatz einer essstörungsspezifischen Variante von Web-Akquasi geplant.
Institut für Medizinsche Psychologie und Psychotherapie, Rotterdam, Holland
(Dr. R. Timman)
Cost-effectiveness of monitoring psychotherapeutic treatments: A randomized comparison on the effects of feedback in outpatient psychotherapy
In dieser multizentrischen Studie (Rekrutierungsbeginn 2006) wird die Effektivität von Ergebnismonitoring an 1.200 ambulanten Patienten in einem randomisierten Kontrollgruppendesign. Im Rahmen dieses Projekts wurde eine Pilotstudie in einem ambulanten Therapiezentrum (Institute for Rational Therapy, Nijmegen) mit Hilfe einer niederländischen Adaptation von Web-AKQUASI durchgeführt.
(Cost-)effectiveness of a short-term multidisciplinary cognitive behavioural group therapy combined with maintenance treatment by SMS in overweight and obese children
Vor dem Hintergrund der steigenden Prävalenzraten von Übergewicht im Kindesalter, ist es Ziel des multizentrischen Projektes, die Effektivität und Effizienz eines kognitiv verhaltenstherapeutischen Interventionsprogramms für die Behandlung von Adipositas im Kindes- und Jugendalter zu untersuchen. Um die in einer Pilotstudie bereits nachgewiesenen Effekte des Programms „nachhaltig“ zu machen, ist geplant, das von der FOST entwickelte SMS-Programm zu adaptieren und als erhaltungstherapeutische Maßnahme zu integrieren.
Psychosomatische Fachklinik Bad Pyrmont
(Prof. Dr. Rolf Meermann, Dipl.-Psych. Eberhard Okon)
Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit einer integrativen, stationär-ambulanten Behandlung von Patientinnen mit Bulimia nervosa unter Nutzung des Short Message Service (ein vom BMBF gefördertes Kooperationsprojekt)
Ziel des Kooperationsprojektes ist die Untersuchung der Effektivität und Effizienz eines innovativen integrierten Behandlungskonzeptes für Bulimia nervosa. Dieses besteht aus einem semi-automatisierten psychosozialen Unterstützungsangebot für den Übergang von einer stationären zu einer ambulanten Behandlung bzw. in den Alltag. Als Kommunikationsmedium wird der Short Message Service (SMS) verwendet. Das Programm, welches die Projektparter in einer Pilotstudie bereits auf seine Praktikabilität und Akzeptanz hin untersucht haben, verspricht eine unaufwändige und kostengünstige Optimierung der gegenwärtigen Versorgungssituation, indem die Trennung von stationärer und ambulanter Therapie überwunden werden kann.
Klinikum Berchtesgadener Land, Fachzentrum für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Schön Kliniken /Schönau am Königssee
(Dr. Barbara Maasche, Dr. Oliver Jerke)
„Rückhalt“ – ein spezifisches Nachsorgeprogramm für Adipositas-Patienten
Seit November 2005 bietet die Schön-Fachklinik Berchtesgadener Land in Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle für Psychotherapie Heidelberg ihren Adipositas-Patienten poststationäre psychosoziale Betreuung in einer wöchentlich stattfindenden Internetchatgruppe an. Ziel dieses Projektes ist es, das Medium Internet für die Überbrückung der kritischen Zeit nach der stationären Versorgung im Sinne einer Erhaltungstherapie zu nutzen. Diese Zielsetzung wird durch ein kontinuierliches Ergebnismonitoring mittels Web-AKQUASI unterstützt. Teilnehmen können alle Patienten des Klinikum Berchtesgadener Land, die zum Ende der stationären Therapie einen hinreichend stabilen Gesundheitszustand erreicht haben.
Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie, Zentrum für Psychosoziale Medizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
(Dr. Birgit Watzke & PD Dr. Holger Schulz)
Internetbasierte ambulante psychosoziale Nachsorge nach stationärer onkologischer Rehabilitation (ein vom BMBF im Schwerpunkt "Versorgungsnahe Forschung - Chronische Krankheiten und Patientenorientierung" gefördertes Kooperationsprojekt)
Gemeinsam mit vier Kliniken des Kompetenznetz Onkologie (Klinik Scheidegg; Klink am See Bad Gandersheim; Klinik Am Schillergarten Bad Elster; Harz-Klinik Bad Suderode) wird in einer randomisierten klinischen Studie die Effektivität eines webbasierten Nachsorgeangebots für Patienten mit MammaCa und ProstataCa evaluiert. Die Haupthypothese lautet, dass die Chat-Nachsorge zu einem besserem Behandlungsergebnis als Treatment as usual (kein spezifisches Nachsorgeangebot) führt. Die geplante Studiendauer beträgt 36 Monate.
Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin, Universität Greifswald
(Prof. Dr. Ulrich John, Dr. Severin Haug)
Individuelle Förderung der Tabakabstinenz bei jungen Erwachsenen mit Hilfe des Short-Message-Service (SMS) und Expertensystemen.
Das Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin der Universität Greifswald entwickelte in Kooperation mit der Forschungsstelle für Psychotherapie ein Konzept zur Förderung der Tabakabstinenz bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen via SMS. Dabei werden basierend auf den Angaben einer computergestützten Befragung und dem wöchentlichen Monitoring des Rauchstatus sowie der Intention zur Rauchabstinenz individuelle SMS-Nachrichten zur Förderung der Tabakabstinenz auf das Handy der Teilnehmer geschickt.
Die Akzeptanz und Machbarkeit des Präventionsansatzes wird derzeit innerhalb von zwei Pilotprojekten (1) bei sozial benachteiligten jungen Erwachsenen im Berufsbildungswerk Greifswald und (2) bei Studierenden der Universität Greifswald überprüft.
Niedersächsisches Landeskrankenhaus Tiefenbrunn
(Prof. Dr. F. Leichsenring, Dipl.-Psych. U. Jäger)
Akzeptanz von prozess- und ergebnisorientiertem Feedback in der stationären Psychotherapie
In Zusammenarbeit mit dem NLKH Tiefenbrunn wird ein Forschungsprojekt durchgeführt, das die Untersuchung der Effektivität von therapiebegleitenden Rückmeldungen während stationärer psychiatrischer Behandlung zum Ziel hat. Dabei wird im besonderen der Einfluss unterschiedlicher Feedbackinhalte (symptom- und prozessbezogene Informationen) untersucht.
Abteilung Psychiatrie II der Universität Ulm
(Prof. Dr. T. Becker, Dr. Bernd Puschner)
Ergebnismonitoring und Ergebnismanagement in der psychiatrischen Versorgung
In diesem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekt wird der Einfluss von Ergebnismonitoring und –management auf die Prozess- und Ergebnisqualität sowie auf die Kosteneffektivität stationärer psychiatrischer Behandlung untersucht. Bis September 2005 werden insgesamt etwa 300 Patienten wöchentlich mit einem Ergebnisfragebogen befragt; in der Interventionsgruppe werden Gesundheitszustand und –verlauf zeitnah an Behandler und Patienten zurück gemeldet.
Dabei erfolgt die computergestützte Datenerhebung und Generierung von Feedbacknachrichten durch das von der FOST entwickelte Computerprogramm Web-AKQUASI, das für dieses Projekt entsprechend adaptiert wurde.
Klinik für Allgemeine Psychiatrie, Universität Heidelberg
(Dr. Silke Bachmann, PD Dr. Matthias Weisbrod)
Reducing readmission rate for patients with first episode schizophrenia through continuous support via Short-Message-Service (SMS)
In Zusammenarbeit mit dem Frühbehandlungszentrum ist geplant, das von der FOST entwickelte SMS-Programm für die Nachsorge von Patienten mit der Erstmanifestation einer schizophrenieformen Störung zu adaptieren und die Effektivität des Programms in der Rückfallprophylaxe zu untersuchen. Ziel ist es, die Patienten nach Ende des stationären Aufenthaltes für sechs Monate nachzubetreuen. Durch den wöchentlichen SMS-Kontakt soll zum einen die Compliance der Patienten erhöht werden und zum anderen soll durch das Monitoring der Symptomatik eine frühzeitige Krisenintervention ermöglicht werden.






