Laparoskopie
Über die Vorteile der Endoskopie
Laparoskopie bei:
Endometriose und Kinderwunsch | Myomerkrankungen | Unterbauchschmerzen | Eileiterschwangerschaft | Laparoskopische Hysterektomie (Gebärmutterentfernung) | Krebs des Gebärmutterhalses und der Gebärmutter
Wir stellen uns vor
PD Dr. med. M. Eichbaum
Geschäftsführender Oberarzt
Spezielle operative Gynäkologie
Dr. med. J. Rom
Operativer Oberarzt
Dr. med. M. Wallwiener
Operativer Assistenzarzt
Dr. med. M. Elsässer
Oberarzt Ultraschalldiagnostik
Bereich operative Gynäkologie
Gynäkologische Endoskopie – die sanfte Methode des Operierens
Die endoskopischen Verfahren sind heutzutage aus keinem operativen Fach mehr wegzudenken. Die Universitäts-Frauenklinik hat ein Team gebildet, welches sich hauptsächlich mit den endoskopischen Eingriffen bei verschiedenen Erkrankungen bzw. Diagnosen beschäftigt. Hierdurch besteht in unserer Klinik eine hohe Expertise auf diesem Gebiet. Mit der Endoskopie haben wir die Möglichkeit, verschiedene Erkrankungen zu behandeln und Operationen mit einer minimal-invasiven Technik durchzuführen. Somit wird den Patientinnen eine schnelle Mobilisation und Wundheilung ermöglicht.
Grundlegend sollten bei der gynäkologischen Endoskopie zwei Bereiche unterschieden werden:
- Endoskopie durch natürliche Körperöffnungen
- Laparoskopie
Bei der Endoskopie durch natürliche Körperöffnungen können Hautschnitte vermieden werden. Hierdurch ist es möglich die Gebärmutter, die Blase und den Enddarm einsehen zu können.
Mit der Spiegelung der Gebärmutter können gut- und bösartige sowie angeborene Veränderungen erkannt werden. Je nach Befund können die Veränderungen über denselben Zugang operiert und somit größere Eingriffe umgangen werden. Auch bei Patientinnen mit Kinderwunsch ist es problemlos möglich, Veränderungen, die zur Kinderlosigkeit führen, zu erkennen und zu beheben. Solche Eingriffe werden in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung für gynäkologische Endokrinologie und Fertilitätsstörungen durchgeführt.
Um einen ersten Hinweis zu bekommen, ob ein weiterer Eingriff notwendig und möglich ist besteht die Möglichkeit einer ambulanten Spiegelung der Gebärmutter ohne Narkose. Hierbei sind allerdings operative Eingriffe nicht möglich.
Die Spiegelung der Blase und des Darms ist bei bösartigen Veränderungen wichtig, da hierbei die Ausdehnung eines Tumors erkannt werden kann und somit eine weitere Planung des interdisziplinären Vorgehens vereinfacht wird.
Die Laparoskopie ermöglicht es, verschiedene Erkrankungen zu operieren, ohne größere Schnitte vornehmen zu müssen.
Die Universitäts-Frauenklinik Heidelberg hat sich, dem steigenden Interesse an diesen OP-Verfahren folgend, in diesem Bereich neu strukturiert: Wir haben hierzu eine Arbeitsgruppe aus Endoskopikern, Tumorchirurgen und Urogynäkologen gebildet, die die notwendige endoskopische Kernexpertise um die benachbarten Operationsverfahren erweitert. Die kollegiale Zusammenarbeit in Diagnostik und operativer Therapie im Team garantiert hierbei eine kontinuierliche Betreuung von Patientinnen auf höchstem Niveau – dank jahrelanger Erfahrung und der modernsten technischen Ausstattung der Operationssäale.
Ziele und Leitbild
Durch die leistungsorientierte Arbeit soll die Wartezeit minimiert und die direkte Kommunikation mit den betreuenden Ärzten optimiert werden.
Unser Ziel ist hierbei nicht nur, die Endoskopie in der Patientinnenversorgung fachlich kompetent zu vertreten, sondern auch die gynäkologische Endoskopie durch klinische Forschung fortzuentwickeln. Als Gesamtkonzept wird das Aufgabengebiet unserer Arbeitsgruppe durch ein Angebot an regelmäßigen Fortbildungen und praktischen Kursen abgerundet.
Die Vorteile der Laparoskopie
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Team Operative Endoskopie
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Anmeldung von Patientinnen: | Termine für die Endoskopie-Sprechstunde oder eine diagnostische Hysteroskopie können freitags von 8.00 Uhr bis 13.30 Uhr vereinbart werden unter Tel: 06221 56-7934 |
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NOTES und Roboter-assistierte Endoskopie - Innovative Verfahren in der Endoskopie
Durch die gebündelten Ressourcen in unserem Bereich Endoskopie tragen wir zu der Entwicklungsarbeit aktueller Konzepte wie zum Beispiel „Natural Orifice Transluminal Endoscopic Surgery“, kurz NOTES bei. Ziel dieses bislang experimentellen Verfahrens ist es, natürliche Öffnungen für den Zugang in den Körper zu nutzen, um Hautschnitte überflüssig zu machen.
Ebenfalls zu nennen ist die Roboter-assitierte minimal-invasive Chirugie (DaVinci).
Mit den Roboter-assisitierten Verfahren steht eine neue Technik zur Verfügung, die es uns ermöglicht die klassische Laparoskopie noch zu verbessern. Durch die qualitativ hochwertige Kameraauflösung ist die Unterscheidung und Präparation des Gewebes deutlich verfeinert worden. Zusätzlich ermöglicht die Roboter-assisitierte Operationstechnik einen größeren Bewegungsspielraum, da eine weitere Bewegungsrichtung der Instrumente, im Vergleich zur klassischen Laparoskopie, möglich ist. Bei den Roboter-assistierten Verfahren ist der Operateur ständig anwesend und operiert, der Roboter ist praktisch nur eine Verlängerung des „ärztlichen Armes“. Der Roboter selbst führt keine eigenständigen Bewegungen oder Abläufe aus! Mit dieser Technik kann der Blutverlust und der stationäre Aufenthalt auf ein Minimum auch bei schwierigen Eingriffen reduziert werden.
Ausbildung – Training und Fortbildung
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Ausbildung von Ärzten in diesen operativen Verfahren. Die Universitäts-Frauenklinik hat daher im Rahmen des Studentenunterrichts einen Kurs etabliert, in dem Studenten schon frühzeitig in die Methoden eingeführt werden. Hierbei werden die Hand-Auge-Koordination sowie der Umgang mit den Instrumenten an Modellen geübt. Diese Kurse werden in etwas ausführlicher Form mit den Assistenten durchgeführt und werden auch für operativ-tätige Kollegen angeboten. Ziel ist es alle Kollegen optimal für den ersten direkten operativen Patientenkontakt vorzubereiten.
DAGG Workshop
Über die Vorteile der Endoskopie
Vorgehen:
Um den Bauchraum einsehen zu können, wird ein Spezialendoskop mit Videokamera über einen kleinen Hautschnitt durch spezielle Führungshülsen in die Bauchdecke eingebracht. Ein Laparoskop besteht aus einem optischen System, das mittels Videokamera mit einem Monitor verbunden ist und ein optimales Bild für den Operateur und alle an der Operation Beteiligten ermöglicht.
Bei der Spiegelung der Gebärmutter wird dasselbe Instrument über den Gebärmutterhals in den Uterus eingebracht. Hier sind keine zusätzlichen Schnitte notwendig.
Der große Vorteil der Endoskopie ist, dass auf dem Weg zum eigentlichen Operationsort weniger Gewebe geschädigt wird. Dadurch haben die Patientinnen nach dem Eingriff weniger Beschwerden und können sich schneller wieder belasten. Komplikationen wie Wundheilungsstörungen oder Infektionen treten seltener auf als im Vergleich zu der Laparotomie (Bauchschnitt). Bei der Diagnosesicherung von Endometriose, Entzündungen im Bauchraum, oder bei unklaren Unterbauchschmerzen spielt die Laparoskopie eine wesentliche Rolle. Nach Feststellung der Diagnose kann die operative Behandlung bei der gleichen Operation direkt erfolgen.
Vorteile der minimal-invasiven Operationstechnik:
• Durch den minimal-invasiven Zugang sind Wundflächen im Bauch bedeutend kleiner ausgedehnt als beim offen, abdominalen Verfahren.
• Durch die Vergrößerung mittels Videokamera wird eine sorgfältige Präparation ermöglicht
• Schnelleres Erreichen der vollen Leistungsfähigkeit und kürzerer Krankenhausaufenthalt
• Verringerte Komplikationsrate und weniger innere Verwachsungen
• Die etablierte Methode hat mittlerweile einen breiten Anwendungsbereich
• Besseres kosmetisches Ergebnis
Die diagnostische Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) dient der Inspektion der Gebärmutter und der Gebärmutterhalses. Um eine optimale Sicht zu erhalten wird die Gebärmutter kontinuierlich mit einer Spüllösung gespült. Ein Verschluss von Wunden ist nicht notwendig.
Wann wird eine Hysteroskopie (Gebärmutterspiegelung) durchgeführt?
• Unerfüllter Kinderwunsch
• Myome
• Verwachsungen in der Gebärmutter
• Angeborene Veränderungen der Gebärmutter
• Abklärung von Gebärmutterfehlbildungen
• Zur Diagnostik von Gebärmutterkörperkrebs
Die diagnostische Bauchspiegelung (Laparoskopie) dient der Inspektion des Bauchraumes, hierbei lassen sich die Unterbauchorgane, Gebärmutter, Eileiter und Eierstöcke beurteilen. Zur optimalen Darstellung des Bauchraumes wird Kohlendioxid (CO2) in die Bauchhöhle insuffliert. Anschließend wird der Hautschnitt mittels Naht verschlossen.
Bei der Notwendigkeit eines operativen Eingriffes werden die weiteren Arbeitsinstrumente über zusätzliche kleine Hautschnitte eingebracht.
Wann wird eine Laparoskopie (Bauchspiegelung) durchgeführt?
• Unklare Unterbauchschmerzen
• Unerfüllter Kinderwunsch
• Prüfung der Eileiterdurchgängigkeit
• Myome
• Endometriose
• Eileiterschwangerschaften
• Eileiterzysten und Verdacht auf Eileiterentzündung
• Gebärmutterentfernung, bzw. Gebärmutterteilentfernung
• Abklärung von Gebärmutterfehlbildungen
• Anfangsstadien von Gebärmutterhals-/körperkrebs
Ausbildung
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Ausbildung von Ärzten in diesen operativen Verfahren. Die Universitäts-Frauenklinik hat daher im Rahmen des Studentenunterrichts einen Kurs etabliert, in dem Studenten schon frühzeitig in die Methoden eingeführt werden. Hierbei werden die Hand-Auge-Koordination sowie der Umgang mit den Instrumenten an Modellen geübt. Diese Kurse werden in etwas ausführlicher Form mit den Assistenten druchgeführt und sollen auch für operativ-tätige Kollegen angeboten werden. Ziel ist es alle Kollegen optimal für den ersten direkten operativen Patientenkontakt vorzubereiten.
Anmeldung
Um die verschiedenen Therapieoptionen individuell besprechen zu können gibt es die Möglichkeit in der Endoskopie-Sprechstunde einen Termin zu vereinbaren.
Erstvorstellung und Therapieplanung
Durch die Leistungsorientierte Arbeit soll die Wartezeit der Patientin minimiert und die direkte Kommunikation mit den niedergelassenen Kollegen optimiert werden.
Anmeldung von Patientinnen: | Termine für die Endoskopie-Sprechstunde oder eine diagnostische Hysteroskopie können freitags von 8.00 Uhr bis 13.30 Uhr vereinbart werden unter Tel: 06221 56-7934 |
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Endometriose
Was ist Endometriose?
Die Endometriose wird von Experten als das Chamäleon der Frauenheilkunde bezeichnet, weil sie vielfältigste Beschwerden hervorruft und häufig nicht einfach zu erkennen ist. Ursache der Beschwerden sind Anteile von Gebärmutterschleimhaut, die sich aus noch nicht bekanntem Grund außerhalb der Gebärmutter befinden. Diese Schleimhautinseln verursachen im Zyklus der Periodenblutung typische Schmerzen. Die im Bauchraum verstreuten Zellen aus der Gebärmutterschleimhaut, welche oft erhebliche Beschwerden bereiten, lassen sich gut minimal-invasiv entfernen. Fortgeschrittene Endometriose-Fälle, wie zum Beispiel die rektovaginale Endometriose sind spezialisierte Eingriffe und sollten unbedingt in einem Expertenzentrum von erfahrenen Operateuren durchgeführt werden.
Endometriose und Kinderwunsch
Frauen mit Endometriose leiden häufig unter ungewollter Kinderlosigkeit. Die nahtlose und enge Zusammenarbeit der Kinderwunschsprechstunde und dem Bereich der operativen Endoskopie garantiert eine ganzheitliche Betreuung und Nachsorge der Patientinen.
Diagnose und Therapie der Endometriose:
Die Endometriose kann endgültig nur durch die Laparoskopie nachgewiesen und durch eine Gewebeuntersuchung gesichert werden. Bei dieser Operation wird gleichzeitig eine Behandlung zur Linderung der Beschwerden, indem Zysten, Verwachsungen und Endometrioseherde entfernt werden. In den meisten Fällen ist bei Patientinnen mit Endometriose und Kinderwunsch eine Testung der Eileiterdurchgängigkeit sinnvoll.
Ziel der Endometriosetherapie ist die maximale Entfernung aller erreichbaren Endometrioseherde aus dem Bauchraum mit modernsten Methoden der minimal-invasiven Endoskopie und innovativer technischer Ausstattung. Hierbei gilt es die schmerzhaften Endometrioseknoten zu entfernen. Bei schwersten Beschwerden kann nach abgeschlossener Familienplanung die endoskopische Entfernung der Gebärmutter, der Eileiter und Eierstöcke diskutiert werden.
Die Operation der Ausgedehnten rektovaginalen Endometriose
Bei den meisten Frauen mit einer Endometriose im Douglasraum zeigen die uterosakralen Bänder, die vordere Rektumwand und der hintere Scheiden-/ Gebärmutterhals eine knotige/ zarte Struktur während der rektovaginalen Untersuchung. Ziel der Operation sollte es sein, alle Endometrioseknoten soweit wie möglich zu entfernen, damit Scheide und das Rektum frei sind.
Bei einer tiefen nodulären Endometriose, kann es erforderlich sein, die Infiltrate in den uterosakralen Bändern, der hinteren Scheidendrittel sowie dem hinteren Gebärmutterhals und dem vorderen Rektum zu resizieren. Befindet sich der Harnleiter in der Nähe der Endometriose-Läsionen befindet, gilt es, den Verlauf beginnend am Beckenrand prophylaktisch darzustellen, Harnleiterverletzungen vorzubeugen.
Endometrioseherde am Rektum können oberflächlich oder in der gesamten Muskulatur verlaufen. Frauen mit einer vermuteten ausgedehnten Endometriose werden vor der Operation über die Möglichkeiten der Behandlung mit einer Darmresektion aufgeklärt und die Therapieoptionen diskutiert.
Myomerkrankungen
Myome sind gutartige Wucherungen der Gebärmuttermuskulatur, die sich aus glatten Muskel- und Uteruszellen entwickeln. Häufig fallen Myome durch Schmerzen im kleinen Becken, unerfülltem Kinderwunsch - und Blutungsstörungen auf. Die Beschwerden sind dabei sehr unterschiedlich in Charakteristik und Intensität. Ungefähr die Hälfte der betroffenen Frauen klagt über Blutungsstörungen, und ein Drittel der Patienten auch über schmerzhafte Zyklusblutungen. Das Spektrum geht dabei von einer verstärkten und verlängerten Blutung mit Schmerzen bis zu schwersten krampfartigen Unterleibsschmerzen. Bei der Therapie von Myomen sind verschiedene Ansätze möglich. Je nach Ausprägung, Anzahl, Lage der Myome und Patientin (z.B. noch bestehender Kinderwunsch) sollte hier eine individuelle Therapieplanung erfolgen. So muss zusammen mit der Patientin entschieden werden, ob nur eine Entfernung der Myome, ein teilweise Entfernung der Gebärmutter (LASH) oder die Entfernung der gesamten Gebärmutter notwendig bzw. sinnvoll ist. Grundsätzlich sollte nur so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich entfernt werden. Eine sehr gute nicht-operative Alternative ist die Embolisation der Myome, bei der die Blutversorgung zu den Myomen unterbunden wird. Hierbei kann die Gebärmutter komplett erhalten werden. Die Embolisation ist allerdings nicht immer möglich oder sinnvoll (z.B. noch bestehender Kinderwunsch) und muss daher zuvor in einem Gespräch zwischen Patientin und Gynäkologen erörtert werden. Weiter zur Radiologie >
Verwachsungen
Nach operativen Eingriffen im Bauchraum oder Entzündungen entstehen häufig Verwachsungen. Diese führen immer wieder zu Schmerzen, welche den normalen Alltag stark beeinflussen können. Je nach Lage der Verwachsungen können auch natürliche Körperfunktionen beeinträchtigt werden (z.B. Fruchtbarkeit, Darmtätigkeit). Wichtig ist, dass Patientinnen mit persistierenden Schmerzen nach operativen Eingriffen sich mitteilen. Hierdurch kann eine erfolgversprechende Behandlung ermöglicht werden. Auch in diesen Fällen ist es möglich die Verwachsungen laparoskopisch zur betrachten und ggf. im selben Eingriff zu lösen. Heutzutage stehen eine Reihe von Hilfsmitteln zu Verfügung, die nach operativen Eingriffen angewandt werden können um das ausbilden von Verwachsungen zu verhindern.
Unterbauchschmerzen
Viele Frauen klagen über Unterbauchschmerzen. In den meisten Fällen sind diese Schmerzen periodenabhängig, gelegentlich aber auch konstant. Um dem Grund der Schmerzen herauszufinden ist eine ausführliche Erhebung der Vorgeschichte, eine Tastuntersuchung, bildgebende Verfahren (z.B. Ultraschall, CT, MRT) und eine Bestimmung der Laborparameter notwendig. Sollte hierbei keine Erklärung für die Schmerzen gefunden werden ist die Laparokopie eine sehr gute Methode sich die inneren Organe genau anzuschauen und eventuelle Veränderungen operativ zu beheben.
Eileiterschwangerschaft
Jede Schwangerschaft, die außerhalb der Gebärmutter vorkommt wird als ektope Schwangerschaft bezeichnet und befindet sich in den meisten Fällen in den Eileitern. Häufig ist in diesen Fällen ein laparoskopischer Eingriff notwendig, bei dem nach Möglichkeit die Eileiter erhalten werden sollten. Hierdurch können ausgedehnte chirurgische Eingriffe vermieden werden. Trotzdem ist das Risiko für ein erneutes Auftreten einer Eileiterschwangerschaft nach einem solchen Eingriff erhöht. Im Anschluss an eine solche Operation besteht also weiterhin die Möglichkeit auf natürliche Art und Weise schwanger zu werden.
In Fällen, in denen die Eileiterschwangerschaft diagnostiziert ohne Beschwerden zu verursachen besteht auch die Möglichkeit auf einen operativen Eingriff zu verzichten. Dafür wird eine medikamentöse Therapie mit Methotrexat durchgeführt. Allerdings verlangt diese Therapie eine engmaschige Kontrolle und ausführliche Aufklärung der Patientin.
Operative Hysterektomie (Gebärmutterentfernung)
Eine Entfernung der Gebärmutter ist zu diskutieren, bei Myomen, Endometriose, Schmerzen, Gebärmuttervorfall, Blutungsstörungen oder Krebs. Folgende Verfahren sind etabliert: Als laparoskopische Hysterektomie des Gebärmutterkörpers, oder totale laparoskopische Hysterektomie, als vaginale Hysterektomie, als abdominale Hysterektomie oder als Kombination aus laparoskopischer und vaginaler Hysterektomie. Da die meisten Erkrankungen, die eine Gebärmutterentfernung erfordern, nur deren Körper und nicht den Gebärmutterhals betreffen, kann dieser erhalten werden. Dieses Vorgehen schont den Beckenboden und verkürzt die OP Dauer des Eingriffes deutlich was sich positiv auf die Erholungsphase nach der Operation auswirkt. Dieser Eingriff setzt allerdings voraus, dass keine auffälligen Abstriche des Gebärmutterhalses vorliegen. Die Krebsvorsorge muss trotzdem weiter durchgeführt werden. Bei der Entfernung der Gebärmutter können die Eierstöcke erhalten werden, wodurch sich der Hormonhaushalt der Patientinnen nicht verändert. Welche Methode die beste und sicherste ist muss individuell mit der Patientin entschieden werden.
Endometriumsablation
Bei einer beachtlichen Anzahl von Frauen kann es zu einer übermäßig starken Periodenblutung kommen, die nicht durch irgendwelche Veränderungen (z.B. Polypen oder Myome) erklärt werden kann. Häufig wird den Frauen zu einer Entfernung der Gebärmutter geraten. In vielen Fällen ist ein solch radikaler Eingriff nicht notwendig, da mit einer Abtragung der Gebärmutterschleimhaut die Blutung langfristig gestoppt werden kann. Mit diesem organerhaltenden Verfahren bleibt der Beckenboden unangetastet und es sind keine Schnitte notwendig, da dieser Eingriff über eine Gebärmutterspsiegelung durchgeführt wird. Bei vielen Frauen bleibt nach diesem Eingriff die Periodenblutung langfristig aus, häufig kommt es auch zu einer deutlichen Abschwächung der Blutungsstärke. Die Endometriumsablation ist allerdings nicht als Verhütungsmethode geeignet.
Mit der Endometriumsablation können also größere Eingriffe effektiv vermieden und den betroffenen Patientinnen Beschwerden genommen werden.
Zysten des Eierstocks
Es gibt eine Vielzahl von Zystenarten, die am Eierstock auftreten können. Bei den meisten Zysten, die im Ultraschall festgestellt werden handelt es sich um funktionelle Zysten, die sich von alleine wieder zurückbilden. In einigen Fällen jedoch besteht eine Indikation zur operativen Therapie von Zysten:
• länger bestehenden Zysten, die sich nicht von selbst zurückbilden
• sehr grossen Zysten
• Beschwerden
• Komplikationen (Stieldrehung, Platzen der Zyste)
• neu aufgetretenen Ovarialzysten nach den Wechseljahren
Mit der Laparoskopie besteht die Möglichkeit eine zystische Veränderung über einen minimal-invasiven Eingriff zu beurteilen. In den meisten Fällen können diese Zysten laparoskopisch aus dem Eierstock und aus dem Bauchraum entfernt werden. Hierbei ist es möglich das nicht verändert Gewebe des Eierstocks und somit seine wichtige Funktion zu erhalten. In Fällen bei denen ein dringender Verdacht auf eine bösartige Veränderung des Eierstocks besteht ist einem Bauchschnitt der Vorrang zu geben.
Mit der Laparoskopie können also in vielen Fällen Zysten beurteilt und operiert werden ohne größere Schnitte im Bereich des Bauches anlegen zu müssen.
Sterilisation
Die laparoskopische Sterilisation ist eine sehr sichere Verhütungsmethode. Bei dieser Methode werden in einem kurzen operativen Eingriff in Vollnarkose die Eileiter unterbunden, verödet und/oder durchtrennt. Dieser Eingriff ist ambulant möglich und kann nach abgeschlossener Familienplanung durchgeführt werden. Eine weitere Hormoneinnahme zur Verhütung ist im Anschluss nicht weiter notwendig, der hormonelle Status der Patientinnen wird hierdurch nicht beeinflusst. Außerdem gibt es keine Folgeschäden für die Patientinnen, allerdings muss davon ausgegangen werden, dass eine Sterilisation nicht wieder rückgängig zu machen ist.
Eine sinnvolle Alternative ist die Sterilisation des Mannes, da hier der Eingriff in lokaler Betäubung möglich und die Komplikationsrate niedriger ist.
Krebs des Gebärmutterhalses und der Gebärmutter
Auch bei bösartigen Veränderungen der Gebärmutter besteht die Möglichkeit laparoskopisch zu operieren. Bei Veränderungen des Gebärmutterhalses (Zervixkarzinom) oder der Gebärmutter (Endometriumkarzinom) können die Gebärmutter und, falls notwendig die Lymphknoten, über kleine Einstiche und die Scheide entfernt werden. Diese Technik erfordert eine ausgesprochen Erfahrung mit endoskopischen Eingriffen. Im Rahmen unseres Organzentrums können solche Operationen interdisziplinär geplant und durchgeführt werden, außerdem kann noch während dem stationären Aufenthalt die weitere Therapie festgelegt und besprochen werden.
Aktualisiert November 2010. Dr. med. Markus Wallwiener











