
Teilchenbestrahlung gegen Prostatakrebs
HIT: Tumortherapie mit Protonen und Schwerionen
Das Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum (HIT) ist weltweit eines der modernsten seiner Art und europaweit einzigartig. Mit enormem finanziellem Aufwand wurden völlig neue – gleichzeitig effektive und schonende – Behandlungsmöglichkeiten für Krebspatienten verwirklicht. Dazu gehören auch Männer mit Prostatakarzinom. In enger Zusammenarbeit zwischen Radioonkologie und Urologie werden die Voraussetzungen für eine Protonentherapie während der ambulanten Vorstellung in einem persönlichen Gespräch geprüft. Mehr lesen ...

Individualisierte Tumortherapie
Molekulare und Translationale Uroonkologie
Ziel der translationalen und klinischen Uroonkologie ist es, grundlagenwissenschaftliche Erkenntnisse zur Entstehung und Progression urologischer Tumoren zu erarbeiten, und diese in innovative Ansätze zur Verbesserung der Prävention, Früherkennung, Prognoseabschätzung und Therapie uroonkologischer Erkrankungen umzusetzen.
Dazu wird ein interdisziplinäres Team von molekularbiologisch und klinisch orientierten Wissenschaftlern unter der Leitung von Prof. Dr. med. Stefan Duensing zusammenarbeiten.
Prof. Dr. med. Stefan Duensing leitet seit dem 1. Februar 2011 die Sektion Molekulare Uroonkologie der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg. Mehr lesen ...

Eine kompetente Anlaufstelle
Prostatazentrum
Erkrankungen der Prostata sind einer der häufigsten Gründe für den Arztbesuch eines Mannes. Dies schließt insbesondere auch die Vorsorgeuntersuchung ein.
Um eine kompetente Anlaufstelle, sowohl für Patienten, Angehörige und Ärzte zu schaffen, ist das Prostatazentrum an der Universität Heidelberg gegründet worden. In Zeiten immer größer werdender Informationsmengen, die dem Patienten aus Presse und Internet z.T. auch ungefiltert und unkommentiert zur Verfügung stehen, ist hier nach amerikanischem Vorbild des sog. "Comprehensive Cancer Center" ein Kompetenz- und Vertrauenszentrum zur Vorsorge, Diagnostik und Therapie des Prostatakrebs eingerichtet worden, in dem fachübergreifende Beratung, Hilfe und Therapie angeboten werden. Mehr lesen ...
Prostatakarzinom
Wie kann man das Risiko vermindern?
Bemühen Sie sich um eine ausgewogene Ernährung: Ein hoher Anteil von frischem Obst und Gemüse ist erstrebenswert, auf tierische Fette sowie rotes Fleisch sollten Sie eher verzichten. Achten Sie insbesondere darauf, frische Tomaten und Tomatenprodukte wie Saucen oder auch Ketchup in Ihre tägliche Ernährung mit aufzunehmen, da hier ein nachweislicher Effekt in der Vorbeugung des Prostatakarzinoms besteht. Mehr lesen ...

Vorsorge
Prävention und Früherkennung
Zu den Aufgaben der modernen Medizin gehört nicht nur die Behandlung (kurative Medizin) von Krankheiten. Vielmehr versucht sie dazu beizutragen Krankheiten in ihrer Entstehung zu verhindern (Prävention) oder sie zumindest bereits kurz nach ihrer Entstehung und damit in gut behandelbaren Stadien zu erkennen (Früherkennung). Untersuchungen zur Früherkennung – häufig auch einfach "Vorsorge" genannt sollten also regelmäßig auch dann durchgeführt werden, wenn man sich selbst völlig gesund fühlt ("subjektiv beschwerdefrei"). Leider glauben viele Menschen, dass sie gesund sind, wenn sie keine Beschwerden haben. So nehmen nur 34 Prozent der Frauen und 15 Prozent der Männer Angebote zur Vorsorge wahr. Mehr lesen ...

Prostatakrebs / Prostatakarzinom
Diagnostik
Bei der Vorsorgeuntersuchung kann der Prostatakrebs durch die körperliche Untersuchung, spezifische Laboruntersuchungen (PSA, PCA-3) und Ultraschall bereits in frühen und damit heilbaren Stadien erkannt werden. Darüber hinaus gehende Empfehlungen wie z.B. die labortechnische Bestimmung von "Tumorzellen / Stammzellen" im Blut oder der primäre Einsatz der MR-Spektroskopie entbehren derzeit einer wissenschaftlichen Grundlage. Es handelt sich hierbei um teure Untersuchungen, die zu keinem definitiven Ergebnis führen und daher die betroffenen Patienten stark verunsichern. Mehr lesen ...
Prostatavorsorge
Der PSA Test: aktuelle Erkenntnisse
Mit über 58000 Neuerkrankungen pro Jahr ist der Prostatakrebs der häufigste bösartige Tumor beim Mann in Deutschland. Jedes Jahr sterben in Deutschland über 15000 Patienten an diesem Tumor. Seit der Einführung des PSA Tests (Prostata spezifisches Antigen) hat sich die Diagnostik des Prostatakarzinoms grundlegend geändert. Im Rahmen der Vorsorge werden heute sehr viel mehr Prostatakarzinome in einem frühen und nicht metastasierten Stadien gefunden. Da das Prostatakarzinom oft ein sehr langsam wachsender Tumor ist, war lange umstritten, ob die Bestimmung des PSA Werts und die ggf. weiterführende Diagnostik wirklich zu einer Senkung der Sterblichkeit am Prostatakrebs führt. Mehr lesen ...

Diagnostik
Ultraschall der Prostata
Dank einer großzügigen Spende der Dietmar Hopp Stiftung verfügt die Urologische Universitätsklinik Heidelberg seit Mai 2008 über ein neues Hightech – Ultraschallgerät der Firma Siemens, das Sonoline S2000. Dieses Gerät wird weltweit erstmals in Heidelberg urologisch eingesetzt und ermöglicht bildgebende Diagnostik auf höchstem Niveau. Mehr lesen ...

Punktgenaue Prostatadiagnostik
BiopSee® MRT-navigierte stereotaktische Prostatastanzbiopsie
Der Verdacht auf Prostatakrebs ergibt sich meist durch einen erhöhten PSA-Wert, einen auffälligen Ultraschallbefund und/oder eine Verhärtung beim Abtasten. Gewissheit ist aber erst durch eine Gewebeprobe (Prostatabiopsie) zu erreichen. Die Gewebeprobe bestätigt hierbei nicht nur die Verdachtsdiagnose Prostatakrebs. Sie ist auch Grundlage für die weitere Planung der Behandlung, die z.B. aus aktiver Überwachung (Active Surveillance), externer Bestrahlung, Brachytherapie, HIFU oder einer Operation bestehen kann. Entscheidend ist, dass durch die Prostatastanzbiopsie eine optimale Information über den Zustand der Prostata gewonnen wird. Als eine der ersten Kliniken weltweit führt die Urologische Universitätsklinik Heidelberg ultrapräzise, sogenannte MRT-navigierte stereotaktische Prostatabiopsien durch. Zur Risikominimierung (postoperatives Fieber, Nachblutung) und für verbesserte Behandlungsbedingungen im Falle eines Tumornachweises werden diese Biopsien nicht wie meist üblich durch den Enddarm, sondern in einem kurzen Schlaf durch die Haut des Damms (perineal) entnommen. Mehr lesen ...

Prostatakrebs / Prostatakarzinom
Allgemeine Information
Der Prostatakrebs, medizinisch Prostatakarzinom genannt, ist der häufigste bösartige Tumor des Mannes. Die Zahl der Neuerkrankungen erhöht sich in Deutschland jedes Jahr um etwa 44.000, so dass insgesamt etwa jeder achte Mann im Laufe seines Lebens am Prostatakrebs erkrankt – das Risiko hierfür steigt insbesondere ab dem 50. Lebensjahr steil an. Da Beschwerden erst in fortgeschrittenen Stadien auftreten, werden zum Zeitpunkt der Diagnose bereits bei 20% aller Patienten Tochtergeschwülste in anderen Organen (Metastasen) gefunden. Etwa 14.500 Männer sterben in Deutschland jedes Jahr am Prostatakrebs. Einzig zuverlässiger Schutz ist daher die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung. Mehr lesen ...

Prostatakrebs
Active Surveillance – Active Protection
Durch zunehmend verfeinerte Untersuchungsmethoden wird bei immer mehr Männern ein Prostatakrebs diagnostiziert. Gleichzeitig wächst die Unsicherheit, ob tatsächlich alle diese Tumore, von denen die meisten keinerlei Beschwerden verursachen einer invasiven Therapie wie u.a. Operation, externe Bestrahlung, Brachytherapie oder HIFU bedürfen.
Alternativ können bestimmte Patienten mit einem gesicherten Prostatakarzinom engmaschig überwacht werden (Active Surveillance) um erst bei einem erkennbaren Fortschreiten des Tumors (Progression) invasiv behandelt zu werden. Active Surveillance bedeutet wahrscheinlich für viele Männer nicht nur den Aufschub einer invasiven Behandlung, sondern macht diese gänzlich überflüssig.
Das Prostatazentrum an der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg führt daher eine Spezialsprechstunde durch, die im Rahmen der Active Surveillance gezielt mit modernsten Methoden untersucht und entsprechend berät. Zusätzlich werden hierbei auch die Möglichkeiten der Progressionshemmung durch Lebensführung, Ernährung und ggf. unterstützende medikamentöse Maßnahmen erläutert (Active Protection). Mehr lesen ...

Prostatakarzinom
Behandlungsverfahren
Das Prostatakarzinom ist die häufigste Tumorerkrankung beim Mann. Da es erst im Stadium der fortgeschrittenen Erkrankung zu Beschwerden kommt, kann der Krebs nur durch eine regelmässige Früherkennungsuntersuchung (Tastbefund und PSA-Wert im Blut) im Frühstadium diagnostiziert werden. Zur Sicherung der Verdachtsdiagnose wird mittels Feinnadelbiopsie eine Gewebsprobe aus der Prostata entnommen. Für die Therapie stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, die sich nach der Art und dem Stadium des Tumors sowie nach den individuellen Bedürfnissen des Patienten richten. Mehr lesen ...

Chirurgie der neuen Generation
Da Vinci Operationstechnik
"DaVinci" steht für die modernste Entwicklung auf dem Gebiet der minimal-invasiven Chirurgie. Damit können schonende Bauchspiegelungsoperationen (Laparoskopie) mit hochauflösender 3-dimensionaler Präzision vorgenommen werden. Die Urologische Universitätsklinik Heidelberg hat die DaVinci Operationstechnik bereits im Jahr 2004 erfolgreich eingeführt und verfügt damit auf diesem Gebiet über die längste Erfahrung in Deutschland. Seither ist die radikale Entfernung der Prostata mittels DaVinci als Standardtherapie in der täglichen klinischen Anwendung etabliert. Weitere Krankheitsbilder, die mittlerweile an unserer Klinik minimal-invasiv mit dem Da Vinci System behandelt werden, sind bösartige Blasen- und Nierentumore, die Blasensenkung der Frau sowie die Nierenbeckenabgangsenge. Entsprechend ihrem medizinischen Versorgungsauftrag sind an der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg auch bei Anwendung des Da Vinci Systems alle Behandlungskosten sowohl durch die gesetzlichen als auch die privaten Krankenkassen vollständig gedeckt; eine weitere Zuzahlung durch die Patienten selbst ist damit nicht notwendig. Mehr lesen ...

- Gebündelter Ultraschall trifft auf Tumor
Schonende Therapie des Prostatakarzinoms
HIFU – mit Ultraschall gegen Prostatakrebs
HIFU steht für hochintensiv fokussierten Ultraschall. Dieses innovative und schonende Verfahren wird an der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg unter bestimmten Voraussetzungen zur Behandlung von Prostatakrebs eingesetzt. Prinzipiell kann es sich dabei um einen bisher noch unbehandelten Tumor (Primärtherapie) oder um einen wiederaufgetretenen Tumor (Rezidiv) nach Operation, Bestrahlung oder Hormontherapie handeln (sog. Salvage Therapie). Ob im individuellen Fall eine HIFU Therapie in Frage kommt, wird in einem persönlichen Gespräch gemeinsam mit dem Patienten geklärt. Mehr lesen ...

- Brachytherapie
Brachytherapie/Seed-Implantation der Prostata bei Prostatakarzinom
Universitätsklinik Heidelberg
Das Prostatakarzinom stellt mittlerweile den häufigsten soliden Tumor in der männlichen Bevölkerung Deutschlands dar. Vielfältige Therapiealternativen stehen derzeit zur Verfügung. Da nicht alle Patienten für eine Operation oder eine externe Strahlentherapie in Frage kommen, stellt die Brachytherapie/Seed-Implantation ein alternatives Behandlungsverfahren des Prostatakarzinoms mit einer kurativen (heilenden) Intention dar. Mehr lesen ...

PCa3
Ein neuer Marker des Prostatakarzinoms 1
Die Diagnostik und der Krankheitsverlauf des Prostatakarzinoms wurden durch die Entdeckung des PSA grundlegend verändert. Früher wurden Karzinome meist erst dann entdeckt, wenn Sie symptomatisch und damit fortgeschritten waren. Asymptomatische, lokal begrenzte Karzinome entzogen sich der Diagnosestellung. Mehr lesen ...
Prostatakrebs
Operation nach Bestrahlung (Salvage radikale Prostatektomie)
Patienten, bei denen ein Prostatakrebs (Prostatakarzinom) durch eine Bestrahlung nicht vollständig geheilt ist, befinden sich unter Umständen in einer schwierigen Situation. Hierbei ist ihnen und u.U. den behandelnden Ärzten nicht bekannt, dass auch nach einer nicht erfolgreichen Strahlentherapie die Prostata noch radikal entfernt werden kann. Diese komplexen Operationen können an Zentren, die - wie die Urologische Universitätsklinik Heidelberg - auf Prostatachirurgie spezialisiert sind, erfolgreich durchgeführt werden. mehr...
Benigne Prostatahyperplasie = BPH
Die gutartige Prostatavergrößerung
Die benige Prostatahyperplasie (BPH) bzw. die gutartige Prostatavergrößerung stellt die häufigste gutartige Erkrankung des Mannes dar. Prävalenz- und Autopsie-Studien zeigen, daß mit dem 30. Lebensjahr ein altersabhängiger, exponentieller Anstieg der Häufigkeit etwa auf 50% in der 5. Lebensdekade einsetzt. Im 8. Lebensjahrzehnt läßt sich schließlich bei nahezu allen Männern eine BPH nachweisen. Die Entwicklung der Beschwerden (Symptomatologie) geht jedoch mit den histomorphologischen Veränderungen der Prostata nicht parallel, so daß nur ca. 10%-20% aller Männer im Verlauf ihres Lebens wegen einer BPH behandelt werden müssen, womit von einem Verhältnis von 4:1 zwischen asymptomatischer ("Adenomträger") und therapiebedürftiger BPH ("Adenomkranker") auszugehen ist. Mehr lesen ...

Gutartige Prostata-Vergrößerung I
Greenlight-Laser
Seit Januar 2005 steht verfügt die Urologische Universitätsklinik Heidelberg über einen sog. Greenlight Laser zur Behandlung der gutartigen Prostata-Vergrößerung. Der Klinikaufenthalt kann damit auf einen Tag verkürzt werden, eine Zuzahlung durch die Patienten ist nicht notwendig. Mehr lesen ...
Gutartige Prostata-Vergrößerung II
CoCut/DryCut Hochfrequenzgenerator
Unter bestimmten Voraussetzungen kommt auch heute noch die hochfrequente elektrische "Hobelung" der gutartigen Prostata-Vergrößerung (transurethrale Resektion der Prostata, TUR-P) zum Einsatz. Hierfür steht an der Urologischen Uniklinik Heidelberg ein speziell für die Urologie entwickelter Hochfrequenzgenerator zur Verfügung. Durch eine angepasste Lichtbogenregelung kann gleichzeitig während dem Schnitt die Blutstillung durchgeführt werden. Ergebnis ist eine verkürzte Operationszeit und minimaler Blutverlust. Mehr lesen...
Prostatakrebs
Erhalt des inneren Schließmuskels bei radikaler Prostatektomie
Die radikale Prostatektomie (totale Prostataentfernung) ist eine der wichtigsten Behandlungsmöglichkeiten des lokal begrenzten Prostatakarzinoms. An entsprechenden Zentren ist diese Operation weitgehend standardisiert und wird mit niedrigen Komplikationsraten und guten Erfolgen durchgeführt. Immer noch in der wissenschaftlichen Diskussion ist das Thema Frühkontinenz (zeitlicher Abstand zur Operation) und die bleibende Harninkontinenz bei Risikopatienten, z.B. mit schwerem Diabetes mellitus. Mehr lesen ...












