Transplantations - Immunologie
Immunologie

Transplantations - Immunologie

Ärztlicher Direktor

 

Prof. Dr. G. Opelz

 

Tel.: 06221 56-4013

 

 

 

 

 

  Homepage CTS Studie der Abteilung Transplantationsimmunologie



Forschung und Innovation

Die Abteilung Transplantationsimmunologie beschäftigt sich mit der Erforschung prognostisch relevanter Parameter bei der Organtransplantation. Im Rahmen einer internationalen Studie mit mehr als 400 Transplantationszentren aus 50 Ländern werden Einflussfaktoren wie HLA-Kompatibilität, Präsensibilisierung, Immunsuppression, Organkonservierung, etc. auf das Transplantatüberleben bei Nieren-, Herz-, Leber-, Lungen- und Bauchspeicheldrüsen-Transplantationen analysiert. Die Entstehung von Malignomen nach Transplantationen wird im Hinblick auf genetische Faktoren und die immunsuppressive Behandlung ausgewertet. Die Typisierung von HLA-Merkmalen wurde durch die Entwicklung molekularbiologischer Methoden optimiert. CD30 und HLA Antikörper Serumspiegel konnten als prognostisch relevant identifiziert werden und werden in Kooperation mit internationalen Transplantationszentren weiter untersucht. Eine Zusammenstellung aktueller Forschungsergebnisse und Publikationen finden Sie hier: CTS Publications.

 

 

In den letzten Jahren spezialisierte sich die Abteilung auf die Transplantation von immunologisch Hoch-Risiko-Patienten. Basierend auf Daten der CTS Studie und lokalen Forschungsergebnissen konnte gemeinsam mit den Abteilungen Nephrologie und Chirurgie ein integratives Konzept entwickelt werden, das seit März 2006 in der Klinik angewandt wird. Dieses, auch als „Heidelberger Algorithmus“ bekannt gewordene Konzept beinhaltet verschiedene Maßnahmen, wie zum Beispiel Risikoabschätzung vor der Transplantation, ausführliche Antikörperdiagnostik, gute HLA-Übereinstimmung, Desensibilisierung, Infektionsprophylaxe und Protokollbiopsien. Bisher konnten über 40 aufgrund ihrer immunologischen Konstellation als Hoch-Risiko-Patienten eingestufte Patienten mit gutem Erfolg transplantiert werden (CTS Publikationen).

 

 

In Zusammenarbeit mit den regionalen Transplantationszentren werden zelluläre und humorale Faktoren untersucht, die frühzeitig Abstoßungsreaktionen anzeigen und dadurch schneller zu therapeutischen Interventionen führen. Der Einfluss von induzierten regulatorischen T-Zellen (Tregs), dendritischen Zellen (DCs), sowie genetischen Polymorphismen von HLA- und Non-HLA-Antigenen auf das Transplantatüberleben und Faktoren, die mit spontaner Entwicklung operativer Toleranz bei Nierentransplantation vergesellschaftet sind, sind ebenso Forschungsschwerpunkte der Abteilung. Ein weiterer Schwerpunkt der Abteilung ist die Entwicklung neuer Methoden zur Vorbeugung bzw. Unterdrückung der Abstoßung im Tiermodell und deren Transfer in den Menschen. Dabei werden Spenderzellen hinzugezogen und durch Behandlung mit Immunopharmaka in immunsuppressive Zellen verwandelt, die dann als Therapeutika verwendet werden sollen. Die Untersuchung der Rolle von Autoimmunmechanismen in der Pathogenese von AIDS stellt ein weiteres Arbeitsthema der Abteilung dar.

 

Im Rahmen der Patientenversorgung des Universitätsklinikums bietet die Abteilung folgende Untersuchungen an:

 

  • Serologische und molekularbiologische Gewebetypisierung (HLA-A, -B, -C, -DR, -DQ, -DP, HLA-B27) 
  • Thrombozytenspezifische Antikörper (HPA)
  • HLA-Antikörperbestimmung mittels LCT, ELISA und Luminex
  • Crossmatch bei Vorbereitung von Lebend-Organspende, Thrombozytenspende, autologer Knochenmarktransplantation, Familien- oder Fremdspendersuche, Abstoßungsdiagnostik
  • Immunologische Indikatoren (sCD30 oder Anti-Immunglobulin-Antikörper im Serum)
  • Lymphozytensubpopulationen
  • Lymphozytenstimulation mit Mitogenen
  • Neopterin
  • Zytokine

 

Art und Menge des benötigten Untersuchungsmaterials können dem Anforderungsschein entnommen werden.

 

Speziallabors

  • Transplantations-Serologie
    Prof. Dr. G. Opelz, Dr. S. Scherer
    Tel.: 06221 56-4013
  • DNA- Typisierung
    Dr. H. Tran, Dr. S. Scherer
    Tel.: 06221 56-4950
  • Antikörperlabor/Donor-spezifische Antikörper
    Prof. Dr. C. Süsal, Dr. J. Ovens
    Tel.: 06221 56-5546
  • Transplantationsmonitoring und Immunphänotypisierung
    Prof. Dr. V. Daniel
    Tel.: 06221 56-4019
  • Molekularbiologisches Labor
    Prof. Dr. P. Terness
    Tel.: 06221 56-4043
  • Transplantations-Statistik
    Dr. B. Döhler
    Tel.: 06221 1370-21
  • Heidelberger Stammzellspender Register (HSR)
    Dr. S. Scherer
    Tel.: 06221 56-39809
  • Immunologische Aufklärung Lebendnierenspende
    Prof. Dr. C.Süsal, Dr. H. Tran, Prof. Dr. G. Opelz
    Tel.: 06221 56-5545
  • Koordinationsstelle für nichtverwandte Knochenmarkspendersuche
    Dr. H. Tran
    Tel.: 06221 56-4005
Select languageSelect language
Print Mail