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Kinder- und Jugendpsychiatrie
Zentrum für Psychosoziale Medizin


Erforschung der Wirksamkeit eines neuen Programms zum Umgang mit Stress und Burnout-Symptomen

Gestresste Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren gesucht


Projektleitung

Prof Dr. med. Michael Kaess

 

Projektkoordination

M. Sc. Psych. Franziska Kellenbenz

 

MitarbeiterInnen

Dr. sc. hum. Julian Koenig, Dipl.-Psych. Amelie Werner, Dipl.-Psych. Peter Parzer

 

Projektbeschreibung

Fast jeder zehnte Jugendliche leidet unter hohem Stress, wobei der Großteil der Belastung unmittelbar mit dem Thema Schule zusammenhängt. Der Kontext Schule wird als so belastend empfunden, dass von Symptomen wie schulischer Erschöpfung, Gleichgültigkeit in schulischen Angelegenheiten und einem verringerten Kompetenzerleben als Schüler berichtet wird. Diese können bei Jugendlichen mit Depressivität und schlechteren Leistungen einhergehen. In der Folge kann sich ein Rückzug aus dem schulischen Umfeld bis hin zum Schulabbruch einstellen. Diese Symptome werden unter dem Überbegriff Schulburnout zusammengefasst. Wie weitreichend die Konsequenzen der chronischen Belastung sein können, wird nicht zuletzt in Verlaufsbeobachtungen deutlich. Sie zeigen, dass die oben genannten Erlebens- und Verhaltensmuster bis ins frühe Erwachsenenalter reichen.

 

In der Prävention von Burnout-Symptomen bei Erwachsenen haben sich verhaltenstherapeutische Interventionen als besonders wirksam erwiesen. Die Acceptance and Commitment Therapy (ACT) nach S.C. Hayes gehört zur dritten Welle der Verhaltenstherapie. Der Fokus der ACT liegt auf dem Entwickeln einer akzeptierenden Haltung und der Ausrichtung des eigenen Erlebens und Handelns auf selbstgewählte Werte. In Bezug auf schulbezogenen Stress konnte in internationalen Studien ein positiver Einfluss der ACT gezeigt werden. Im Rahmen des neuen Projekts soll diese Art der Stressprävention nun auch im deutschen Sprachraum erforscht werden.

 

Zu diesem Zweck soll ein neues Präventionsprogramm zum Umgang mit Stress auf seine Wirksamkeit hin untersucht werden. Das Training umfasst acht Sitzungen. Es wird ein positiver Einfluss auf das subjektive und körperliche Ausmaß an Stress durch das Training erwartet. Eine vorangegangene Studie der Arbeitseinheit hatte gezeigt, dass insbesondere diejenigen Jugendlichen von einem Training profitieren können, die bereits besonders gestresst sind (indizierte Prävention). Ziel des Projekts ist die Förderung der jugendlichen Ressourcen zur erfolgreichen Bewältigung von Belastungen in Schule und Alltag.

 

Förderung

Marga und Walter Boll - Stiftung

 

Pojektlaufzeit

2016–2019

 

Teilnahme an der Studie

Das von zwei Psychologinnen geleitete Training ist für die Studienteilnehmer kostenlos. Zusätzlich zum Training sind drei Termine zur Datenerhebung (Dauer einmal ca. 90, zweimal ca. 60 min) vorgesehen. Das Stressempfinden wird über Interviews und Fragebögen erhoben. Zudem wird eine Haarprobe entnommen sowie eine kurze Messung der Herzrate durchgeführt. Die Probanden erhalten für die Teilnahme eine Aufwandsentschädigung von 60 Euro. Alle Untersuchungen erfolgen nicht-invasiv und sind für die Jugendlichen gesundheitlich unbedenklich. Die Daten werden anonymisiert ausgewertet.

 

Personen mit schweren psychischen Störungen (z.B. schwere Depressionen, Schizophrenie) sowie Herzrhythmusstörungen können leider nicht teilnehmen.

 

Termine

Training: Ab Ende September 2017 jeweils acht Mal entweder

  • montags von 17:00h bis 18:30h oder
  • dienstags von 17:00h bis 18:30h

Datenerhebung: nach individueller Vereinbarung

 

Bei Interesse an der Teilnahme oder Fragen zur Studie meldet euch/ melden Sie sich gerne unter 06221/5634611 oder kein.stress@med.uni-heidelberg.de

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