iPATH

Hintergrund

Die Hüftarthrose gehört zu den häufigsten Erkrankungen im höheren Alter. Sie kann die Beweglichkeit, den Alltag und die Lebensqualität erheblich einschränken. Ein künstliches Hüftgelenk ist bei einer fortgeschrittenen Hüftarthrose wirksam, Schmerzen zu lindern und die körperliche Leistungsfähigkeit zu verbessern. Trotzdem zeigen bisherige Studien, dass sich viele Patient:innen nach einem Hüftgelenkersatz im Alltag nur wenig mehr bewegen als vor der Operation. Mögliche Gründe dafür sind eine zu kurze Rehabilitationszeit, wenig Bewegung im Alltag oder, dass Messverfahren die körperliche Aktivität nicht genau genug erfasst haben.

Die iPATH-Studie untersucht deswegen zwei nue Nachsorgeprogramme für ältere Patient:innen nach Abschluss der Rehabilitation im Anschluss an einen Hüftgelenkersatz. Beide Programme beinhalten ein digitales Trainingsprogramm, das selbstständig zu Hause durchgeführt werden kann. Bei einem der beiden Programme kommt zusätzlich eine persönliche Beratung durch eine ausgebildeten Trainerin hinzu. Die beiden Programme werden mit der üblichen Nachsorge verglichen. Dabei wird untersucht, ob die Programme dazu beitragen, dass sich die Patient:innen im Alltag mehr bewegen. Hierfür werden moderne Bewegungssensoren und neue Verfahren zur Auswertung der Daten eingesetzt. So kann erstmals genau erfasst werden, wie häufig und wie lange sich die Patient:innen bewegen, zum Beispiel anhand der Schrittzahl und der Gehzeit. Zusätzlich kann gemessen werden, wie weit und wie schnell sie gehen.