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Fettaspiration

Sie können uns Fettaspirate für eine Kongorotfärbung zur Amyloidosediagnostik zusenden; das Ergebnis erhalten Sie in ca. 3-10 Tagen. Bitte eine Überweisungsschein beilegen und mit normaler Post an das Sekretariat des Amyloidosezentrums zusenden.

Wie kann eine Fettaspiration durchgeführt werden?

Anbei finden Sie unsere Anleitung zur Aspiration und eine Abbildung der von uns verwendeten Spritze einschließlich 3-Wege-Hahns zur Erzeugung eines Vakuumsogs. Spezielle Versandtaschen verwenden wir nicht. Sie können uns das aspirierte Fett in einer gepolsterten Versandtasche zukommen lassen. Eine Kühlung der Probe ist ebenso nicht notwendig.

Zur Erstellung eines offiziellen Befunds wären wir für eine Überweisung dankbar.

Empfehlung zur Fettgewebsaspiration:

Wir führen in Heidelberg die Methode nach der Empfehlung des Amyloidosezentrums in Groningen durch.

Auf der Webseite der Groninger Kollegen findet sich ein Instruction Video nach dem wir ebenso vorgehen:
http://www.amyloid.nl/fat_aspiration.htm

Die Lokalisation wählen wir 5-10cm lateral des Bauchnabels („Thrombosespritzen“-Lokalisation).

Patienten mit insulinpflichtigem Diabetes, falls möglich nicht an der Lokalisation der s.c. Spritzen aspirieren; z.B. lateraler Oberschenkel, Skapula. Lokale insulinbedingte Amyloidosen können ein falsch positives Ergebnis erbringen.

Das Nebenwirkungsrisiko ist mit Ausnahme des Risikos einer allergischen Reaktion auf das Lokalanästhetikum überschaubar und prinzipiell das gleiche wie bei einer s.c.-Injektion („Thrombosespritze“), die Hämatomwahrscheinlichkeit ist jedoch deutlich höher, insbesondere Patienten mit dualer Plättchenhemmung bluten unserer Erfahrung recht lange nach. Durch Kompression ist jedoch eine Stillung bisher immer möglich gewesen. Marcumarpatienten entwickeln meist etwas größere Hämatome.

Primär infiltrieren wir fächerförmig mit Lokalanästhetikum vom Bauchnabel weg, wenngleich bezogen auf Schmerzen beim Patienten die „Hautquaddel“ das wichtigste ist. Es reichen ca. 2-3ml Lokalanästhetikum. Die Lokalanästhesie ist zumeist das Unangenehme. Die Aspiration wird von den Patienten zumeist nur als „komisch“ wahrgenommen.
Nach ca. 2min aspirieren wir mit einer 10 oder 20ml Spritze und der 16G Nadel unter Vakuumsog. Die Technik mit dem Dreiwegehahn und dem Nadelaufsatz ist hierbei sehr hilfreich.

An Menge reicht gewöhnlich ca. 1ml Fett (oder Blut/Fettgemisch) damit ausreichend Material zur Verfügung steht. Dies dauert je nach Disposition des Patienten 1-4Minuten. Bei schlanken Patienten dauert es zumeist etwas länger.

Die Methode ist exzellent geeignet für Patienten mit systemischer AL-, AA- und hereditärer TTR-Amyloidose.