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Else Kröner Forschungskolleg

Heidelberger Forschungskolleg für Neuroonkologie

Das seit Herbst 2019 von der Else Kröner-Fresenius-Stiftung geförderte Else Kröner Forschungskolleg "Heidelberger Forschungskolleg für Neuroonkologie" hat sich zum Ziel gesetzt, die existierende interdisziplinäre, patientenorientierte Forschung durch Anwerbung und Freistellung von MedizinerInnen zur Forschung in den Laboren des gemeinsamen Neuroonkologieprogramms am Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD), der Medizinischen Fakultät Heidelberg (MFHD), des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Heidelberg (NCT) und des Hopp Kindertumorzentrums Heidelberg (KiTZ) befördern und langfristig strukturell entwickeln.

In kollaborativen und anwendungsbezogenen Projekten werden Themen zum Verständnis und zur Überwindung von Resistenz bei hirneigenen Tumoren, abgeleitet aus den klinischen und diagnostischen Studien und Kohorten, in den Forschungsgruppen der Molekulargenetik, Zellbiologie, Immunologie, Radiobiologie und Bildgebung gefördert. Das Forschungskolleg für Neuroonkologie stellt neben der Förderung herausragender junger MedizinerInnen („Clinician Scientists") ein Nukleus für die Weiterentwicklung des strukturierten, interdisziplinären Dialogs sowie der grundlegenden interdisziplinären Ausbildung dar. Ein mehrgliedriges Mentoringsystem, ein interdisziplinäres Forschungsprojekt sowie ein qualitativ hochrangiges Ausbildungsprogramm für die KollegiatInnen bilden dabei die wesentlichen Komponenten des Forschungskollegs.

Förderprogramm

Projektstruktur des Forschungskollegs

Die Projektstruktur des Forschungskollegs setzt sich aus den folgenden drei Säulen zusammen:

  • Säule 1: Persönliche Betreuung

Den KollegiatInnen wird jeweils eine individuelle Mentorenschaft zugeordnet. Zur Weiterentwicklung der eigenen Forschungsprojekte wird zudem gemeinsam mit den KollegiatInnen ein Unterstützungsgremium bestehend aus einem Kliniker, einem Wissenschaftler und einem Clinician Scientist aus dem Heidelberger Neuroonkologieprogramm zusammengestellt, welches den Projektfortschritt begleitet.

  •  Säule 2: Forschungsprojekt

Über die Förderzeit erarbeiten die KollegiatInnen ein eigens gestaltetes Forschungsprojekt auf dem Gebiet der Neuroonkologie, Neuropathologie, Neuroradiologie, pädiatrischen Neuroonkologie und/oder Strahlentherapie. Dafür ist eine Forschungsfreistellung von insgesamt 2 Jahren garantiert.

  • Säule 3: Ausbildung

Die Kollegiatinnen erhalten Zugang zu bestehenden sowie im Rahmen des Forschungskollegs für Neuroonkologie neu entwickelten Elementen eines schwerpunkt- und institutionsübergreifenden Ausbildungsprogramms.

Forschungsbetreuer

Kollegiaten

Ausschreibung 2019/2020

6 Clinician Scientist Stipendien für Assistenzärzte (m/w/d) in Weiterbildung

Das Heidelberger Forschungskolleg für Neuroonkologie (Else Kröner-Forschungskolleg) schreibt zur wissenschaftlichen Qualifikation herausragender junger Ärztinnen und Ärzte in der klinischen Weiterbildungsphase sechs Förderstipendien mit einer insgesamt 2-jährigen Freistellung zur Durchführung eines Forschungsprojektes in den Bereichen Neuroonkologie, Pädiatrische Neuroonkologie, Neuroradiologie, Neuropathologie oder Strahlentherapie aus.

Der Forschungsfokus liegt auf dem Verständnis der Hirntumorbiologie und der Resistenz bei primären Hirntumoren. Es sollen Kenntnisse über prognostische und prädiktive Biomarker in den klinischen Alltag übertragen werden. Dies geschieht unter Verwendung existierender Kohorten und Studien sowie durch Rückübertragung klinischer Daten in grundlegende Forschungsprojekte zum besseren Verständnis der Heterogenität und daraus abgeleiteter Resistenzentwicklung auf molekularer, funktioneller und bildgebender Ebene. Zur Anwendung kommen molekulare  Hochdurchsatztechnologien, radiomische, proteomische und integrierende  bioinformatische Verfahren und die Entwicklung von Zell- und Tiermodellen.

Bewerbungsvoraussetzungen

  • abgeschlossene experimentelle Doktorarbeit
  • im 2. – 3. Jahr der Facharztausbildung
  • hohe Leistungsbereitschaft

Haben wir Ihr Interesse geweckt?
Dann senden Sie Ihre Bewerbung bis zum 31.01.2020 in elektronischer Form als zusammengefasstes PDF an ekfhd.NEU(at)med.uni-heidelberg.de. Verwenden Sie für Ihre Bewerbung bitte das Antragsformular. Zusätzlich zum Antragsformular sollen die BewerberInnen einen gegliederten Projektantrag zu einem der vorgesehenen Projekte oder einem eigenen Projektvorschlag einreichen. Die Ausarbeitung des Projektantrags geschieht mit Unterstützung einer von den BewerberInnen ausgesuchten Forschungsbetreuung.
 
Auswahlverfahren
BewerberInnen, die ein international besetztes Auswahlgremium überzeugen, werden für ein Interview und die Vorstellung ihrer Projektkonzeption im Rahmen eines Minisymposiums eingeladen. Das Programm startet voraussichtlich im März 2020.
 
Kontakt
Dr. Dorit Arlt
Wissenschaftliche Koordinatorin
Klinik für Neurologie
Universitätsklinikum Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 400
69120 Heidelberg
Tel. +49 6221 56-35132
E-Mail: NEU-ekfhd(at)med.uni-heidelberg.de

Vorgesehene Projekte

Projekt Neuroonkologie 1 (Leitung Wolfgang Wick): Molekulare Basis ungewöhnlicher Krankheitsverläufe bei Patienten mit IDH-wildtypischem Glioblastom mit/ohne Hypermethylierung des MGMT Promotors

Projekt Neuroonkologie 2 (Leitung: Sevin Turcan): Molekulare Mechanismen im Zusammenhang mit der Gliom-Initiation und -Progression bei IDH-Mutationen niedergradiger Gliome

Projekt Pädiatrische Neuroonkologie (Leitung Stefan Pfister): Tumorevolution hochgradiger Gliome in präklinischen Mausmodellen während und nach der Therapie mit spezifischen Inhibitoren

Projekt Neuroradiologie (Leitung Martin Bendszus): Nicht-invasive Charakterisierung des Tumormetabolismus mittels 3D-Magnetresonanzspektroskopie zur Prädiktion des Therapieansprechens bei Gliompatienten

Projekt Neuropathologie (Leitung Andreas von Deimling): Entwicklung eines Massenspektrometrie gestützten Assays zur Bestimmung der Aktivität von gehirntumorrelevanten Signaltransduktionswegen

Projekt Strahlentherapie (Leitung Jürgen Debus): Normalgewebsreaktionen nach Ionenstrahltherapie bei Patienten mit IDH-mutierten niedriggradigen Gliomen